Mikromobilität E-Scooter-Verleiher in Paris verschärfen Regeln

Quelle: dpa

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Touristen und Bewohner sind in Paris mit E-Scootern kreuz und quer unterwegs – auf der Straße werden Regeln oft missachtet und die Roller liegen auf Gehwegen herum. Weil die Stadt nun über ein Verbot nachdenkt, verschärfen die Vermieter die Regeln.

Monatlich nutzen rund 400.000 Menschen die E-Scooter in Paris.
Monatlich nutzen rund 400.000 Menschen die E-Scooter in Paris.
(Bild: frei lizenziert)

Auf den rund 15.000 E-Scootern in der französischen Hauptstadt sind Touristen und Einheimische oft recht unvorsichtig unterwegs – um einem drohenden Verbot zu entgehen, verschärfen die Vermieter nun die Regeln. Von diesem Montag an müssen Benutzer bei der Registrierung ihren Ausweis einscannen. Damit soll sichergestellt werden, dass nur Erwachsene die Scooter nutzen und Rowdys sollen leichter identifiziert und von der Vermietung ausgeschlossen werden, wie die Zeitung „Le Parisien“ berichtete.

Erleichtern soll das auch das Verfolgen von Verkehrsverstößen mit den Rollern, die im Dezember außerdem Nummernschilder erhalten. Ungenutzt auf Bürgersteigen und Plätzen herumliegende Scooter sollen künftig schneller weggeräumt werden, die Vermieter wollen dazu doppelt so viel Personal einsetzen.

Lizenz läuft im Februar 2023 aus

Angesichts eines im Raum stehenden Verbots der E-Scooter in Paris wurden die drei Vermieter selbst aktiv und stellten der Stadt ein Bündel an Maßnahmen vor, mit der sie das von vielen beklagte Scooter-Chaos beenden wollen. Der Stadt nämlich machen zahlreiche Unfälle, herumliegende Roller, das Missachten von Verkehrsregeln durch die Nutzer sowie die zweifelhafte Umweltbilanz der E-Roller Bauchschmerzen.

Ob die im Februar 2023 auslaufende Lizenz für die drei Vermieter und ihre je 5.000 Scooter verlängert wird, ist noch nicht entschieden und wird im Rathaus diskutiert, wie der städtische Beigeordnete David Belliard kürzlich sagte.

Bei Verbot könnten auch andere Städte nachziehen

Die Entscheidung der Stadt sei für die großen E-Scooter-Anbieter von immenser Bedeutung, denn Paris gelte als weltweit wichtigste Stadt für die sogenannte Mikromobilität mit elektrisch angetriebenen Kleinstfahrzeugen, berichtete die Wirtschaftszeitung „Les Échos“.

Wenn Paris den Scootern die rote Karte zeige, drohten viele andere Städte nachzuziehen, sagte der Chef von einem der Anbieter der Zeitung. Wenn die Lizenz für Paris verlängert wird, wollen die Anbieter demnach in Verbesserungen investieren – darunter E-Scooter für Gehbehinderte und eine Technik, mit der auf Gehwegen liegende Scooter schnell lokalisiert werden können.

Monatlich nutzen rund 400.000 Menschen die E-Scooter in Paris, 1,7 Millionen Fahrten seien allein im Oktober mit den Rollern zurückgelegt worden, berichtete „Le Parisien“.

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