DAT-Report 2022 Auto-Abos werden bekannter, aber nicht gefragter

Von Yvonne Simon

Das Interesse an Auto-Abos ist unter Autofahrern und -käufern nach wie vor überschaubar. Gleichzeitig ist die Bedeutung des eigenen Pkw im vergangenen Jahr gestiegen, wie der neue DAT-Report zeigt.

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Fast 80 Prozent der deutschen Neuwagenkäufer haben schon einmal von Auto-Abos gehört.
Fast 80 Prozent der deutschen Neuwagenkäufer haben schon einmal von Auto-Abos gehört.
(Bild: Vive la Car)

Die Bereitschaft, ein Auto-Abo zu nutzen, bleibt gering – zumindest unter Pkw-Haltern und -Käufern. Das ist eines der Ergebnisse des DAT-Reports 2022, den die Deutsche Automobil Treuhand am Donnerstag präsentiert hat. Demnach würden 26 Prozent der Pkw-Halter sowie 11 Prozent der Neu- und 6 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer ein Abo abschließen. Die Bereitschaft ist damit im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken. 2021 hatten noch 12 Prozent der Neu- und 7 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer Interesse bekundet. Die Halter wurden damals nicht befragt.

Immerhin ist die Bekanntheit der Angebote gestiegen. 2020 gaben noch 29 Prozent (Neuwagenkäufer) beziehungsweise 41 Prozent (Gebrauchtwagenkäufer) an, noch nie von Auto-Abos gehört zu haben. Der Wert ist nun auf 22 beziehungsweise 31 Prozent gesunken.

Eigenes Auto für die meisten unverzichtbar

Grundsätzlich zeigt der DAT-Report, dass die Relevanz des Autos unter den Befragten hoch bleibt. Für einen Großteil der Pkw-Besitzer ist das eigene Auto unverzichtbar. 79 Prozent gaben der Studie zufolge an, ohne eigenes Fahrzeug die alltäglichen Mobilitätsbedürfnisse nicht bewältigen zu können. Das waren vier Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr.

Dafür nutzen die Menschen ihre Autos weniger. Durch die Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie – beispielsweise Homeoffice – ist die Jahresfahrleistung erneut leicht gesunken. 13.180 Kilometer fuhren die Pkw-Halter im Schnitt, das bedeutet einen Rückgang um vier Prozent.

Alternative Antriebe: Interesse steigt

Einen Sprung nach vorne gab es bei der Elektromobilität – zumindest bei der Beschäftigung damit. 59 Prozent der Neuwagenkäufer gaben an, die Anschaffung eines Pkw mit alternativem Antrieb zumindest in Erwägung gezogen zu haben. Nachdem die Zuwächse in diesem Bereich in den vergangenen Jahren moderat waren, stieg das Interesse nun um ganze 21 Prozentpunkte. Zu den Fahrzeugen mit alternativen Antrieben zählen Elektroautos, Hybride, Plug-in-Hybride, Wasserstoffautos und der Gasantrieb.

Tatsächlich gekauft wurden die Antriebsarten allerdings seltener. Insgesamt zählten im vergangenen Jahr 43 Prozent der Neuzulassungen zu den alternativen Antrieben.

Unter allen Pkw-Haltern konnte sich knapp die Hälfte (46 %) vorstellen, auf ein rein elektrisches Fahrzeug umzusteigen. Der Rest kann es sich gar nicht vorstellen (31 %) oder ist unsicher (22 %). Gefragt wurde auch nach dem Zeithorizont: Die meisten Umstiegswilligen (79 %) würden sich erst in drei Jahren oder später einen Stromer anschaffen. 67 Prozent der Befragten gaben an, lieber abzuwarten, bis ein größerer Technologiesprung erfolgt.

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