Partnerschaft wird ausgeweitet Aumovio und BMW: Serienlieferungen für Bremssystem MK C2 bis Mitte der 2030er Jahre

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

BMW und Zulieferer Aumovio vertiefen ihre Partnerschaft. Im Fokus stehen Serienprojekte für Bremstechnologien und Elektroniklösungen. Dazu zählen das integrierte Bremssystem MK C2 sowie Komponenten und Systeme wie Bremssättel und elektronische Steuerungslösungen für zukünftige Fahrzeugplattformen. Das geplante Auftragsvolumen liegt bei über einer Milliarde Euro.

Aumovio mit Hauptsitz in Frankfurt am Main kann sich über eine vertiefte Kooperation mit BMW freuen.  (Bild:  Aumovio)
Aumovio mit Hauptsitz in Frankfurt am Main kann sich über eine vertiefte Kooperation mit BMW freuen.
(Bild: Aumovio)

Für den im September 2025 als Spin-off aus dem Geschäft des ehemaligen Continental-Unternehmensbereichs Automotive hervorgegangenen Zulieferer Aumovio ist der Ausbau der Partnerschaft mit dem Autobauer ein Schritt in die richtige Richtung, wie Philipp von Hirschheydt, CEO des Unternehmens betont: „Die Vereinbarung mit der BMW Group ist für uns ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Geschäftsbeziehungen. Sie zeigt das Vertrauen in unsere innovative Bremstechnologie und ist zugleich Ansporn für uns, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren Unternehmen voranzutreiben und gemeinsam die Zukunft der Mobilität zu gestalten.“

Auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren

Für die MK C2 haben die Unternehmen eine Ausweitung der Serienlieferungen bis Mitte der 2030er Jahre vereinbart. Das sich seit 2022 in Serienproduktion befindende One-Box-Bremssystem integriert den Hauptzylinder, den Bremskraftverstärker und die Regelsysteme, wie ABS und ESC, in einem Modul. Die MK C2 basiert auf der Multi-Logic-Architektur, die den Funktionsumfang und Verfügbarkeit des Systems erhöht.

Die MK C2 ist ein integriertes Bremssystem der zweiten Generation. Es bündelt Hauptzylinder, Bremskraftverstärker sowie Regelungssysteme wie ABS und ESC in einem rund 5 kg schweren Modul. (Bild:  Aumovio)
Die MK C2 ist ein integriertes Bremssystem der zweiten Generation. Es bündelt Hauptzylinder, Bremskraftverstärker sowie Regelungssysteme wie ABS und ESC in einem rund 5 kg schweren Modul.
(Bild: Aumovio)

Das System leistet mit 100 Prozent regenerativem Bremsen einen wesentlichen Beitrag zum sicheren, dynamischen und umweltbewussten Fahren. Durch die Kombination der MK C2 mit einer Hydraulic Brake Extension (HBE) verfügt sie über eine redundante Rückfallebene für hochautomatisiertes Fahren. Außerdem punktet sie mit Cybersicherheitsfunktionen und Over-the-Air-Funktionalität, die leicht im Fahrzeug installiert werden kann. Was die Vorteile für den Fahrer angeht, so bietet das System einen deutlich schnelleren Aufbau des autonomen Bremsdrucks als hydraulische Systeme und damit kürzere Bremswege.

Fit für die Zukunft

Aumovio sieht sich für eine sichere, vernetzte und autonome Mobilität gut aufgestellt. Das Unternehmen bietet Sensorlösungen, Displays, Brems- und Komfortsysteme sowie Expertise in Software, Architekturplattformen und Assistenzsystemen für Software-definierte Fahrzeuge. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte man einen Umsatz von 18,5 Milliarden Euro. Weltweit sind rund 82.000 Beschäftigte an über 80 Standorten für das Unternehmen tätig. (se)

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