Börsengang Uber-Rivale Grab startet mit Kursverlusten an der Nasdaq

Quelle: dpa

Börsenhypes kommen schnell – und gehen auch wieder schnell. Diese Erfahrung musste jetzt auch der asiatische Fahrdienstvermittler Grab machen, der möglicherweise zu schnell globale Ambitionen gezeigt hat.

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Grab-Fahrzeuge in Singapur
Grab-Fahrzeuge in Singapur
(Bild: Grab)

Es war einer der größten Deals während des SPAC-Hypes, doch die Euphorie ist dahin: Beim Börsengang des Fahrdienstvermittlers Grab aus Singapur zeigten Anleger dem Uber-Rivalen die kalte Schulter. Die seit Donnerstag unter dem Tickerkürzel „GRAB“ an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq erhältlichen Aktien des Unternehmens fielen bei der Premiere zunächst deutlich. Im frühen US-Handel notierte der Kurs zuletzt bei 9,5 Dollar und lag damit mit mehr als 14 Prozent im Minus.

Grab hatte im April angekündigt, über die Verschmelzung mit einer sogenannten Special Purpose Acquisition Company – kurz SPAC – auf kurzem Wege an die US-Börse zu gehen. Grab nahm durch die Fusion mit der börsennotierten Zweckgesellschaft Altimeter 4,5 Milliarden Dollar ein und wurde insgesamt mit knapp 40 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 35,4 Mrd. Euro) bewertet. Damit stemmte das südostasiatische Unternehmen im Frühjahr den bis dahin größten SPAC-Börsengang in den USA.

Blase befürchtet

SPACs – häufig als Blankoscheck-Firmen bezeichnet – sind zunächst nur leere Unternehmenshüllen, die Aktien als Platzhalter listen, um später durch Fusionen Firmen an die Börse zu holen. In den USA boomten SPACs Anfang des Jahres wie nie zuvor, doch mittlerweile hat der Rummel stark nachgelassen. Experten warnten schon länger vor einer Spekulationsblase und erheblichen Risiken und Nachteilen für Kleinanleger. Auch Finanzaufseher betrachten SPACs mit Argwohn.

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