Gefahren

Subaru Solterra – Loch im Tank?

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Weil eine über 300 Kilometer lange Autobahntour vor uns lag, haben wir bei 12 Grad Außentemperatur deshalb die Klimaanlage wieder ausgeschaltet. Doch selbst mit Tempo 100 und im Eco-Modus kamen wir inklusive kleinem Sicherheitspuffer nur 220 Kilometer weit. Verstörend war dabei zudem die fehlende Verlässlichkeit der Prognose.

E-Modell mit „Loch im Tank“

Klima aus, maximal 100 km/h, moderate Außentemperaturen – bei anderen E-Autos lässt sich so oftmals sogar mehr als zunächst vom Bordcomputer berechnet rausholen. Doch hier war das Gegenteil der Fall.

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Der nächste Ladesäulen-Stopp wurde stets deutlich früher erzwungen, als man angesichts erster Bordcomputer-Berechnungen anfänglich hoffen durfte. Angesichts einer derartigen Reichweitendegression würde man bei einem Verbrenner wohl ein „Loch im Tank“ vermuten.

Den niedrigsten Verbrauchswert haben wir mit rund 24 kWh pro 100 Kilometer gemessen. Wird das Reisetempo auf immer noch moderate 120 km/h erhöht und die Klimaanlage aktiviert, bewegt sich der Verbrauch um 30 kWh.

Selbst wenn man halbwegs günstig zuhause Strom tankt, werden 100 Kilometer mit dem Solterra also über 10 Euro kosten. Wird an Schnellladern entlang der Autobahnen getankt, können auch 15, 18 oder mehr Euro anfallen. Aktuell ist man da mit einem Diesel günstiger unterwegs.

In 6,9 Sekunden auf Tempo 100

Der Solterra wiegt deutlich über zwei Tonnen, die von einem zweimotorigen Allradantrieb in Schwung gebracht werden. Sparwunder sollte man schon allein deshalb nicht erwarten. Allerdings bleibt auch der Fahrspaß überschaubar.

Der Sprint auf Tempo 100 dauert zwar 6,9 Sekunden, maximal sind aber auch nur 160 km/h möglich. Zumindest in Hinblick auf den Durchzug fühlt man sich aber ansatzweise souverän. In der Elektro-Szene gibt es allerdings spritzigere Zeitgenossen.

Als angenehm erlebten wir den serienmäßigen Allradantrieb vor allem auf winterlichen Straßen, denn die sogenannte Grip Control nimmt Schnee jeglichen Schrecken. Typisch für die Marke ist der Allradantrieb alternativlos. Eine nur frontgetriebene Variante, wie sie Toyota für das Schwestermodell anbietet, offeriert Subaru gar nicht erst.

Schnelles Laden meistert der Japaner aber nur teilweise überzeugend. Das beste Ergebnis war ein Aufladen von 10 auf 80 Prozent an einem 150-kW-Hypercharger in 35 Minuten, in denen 44 kWh in die Akkus strömten. Enttäuschend ist das Tempo bei Wechselstrom, denn das Bordsystem erlaubt hier derzeit maximal 7,4 kW.

Basisversion ab 57.500 Euro erhältlich

Positiv beeindruckt der Solterra mit seiner Ausstattung, die bereits in der 57.500 Euro teuren Basis sehr umfangreich ist. Wer 3.500 Euro drauflegt, erhält Vollausstattung. Mit acht Airbags, Abstandstempomat, Klimaautomatik, Sitzheizung, Fernlichtassistent, 360-Grad-Kamerasystem, elektrischer Heckklappe, Navigation, Ladeschale oder dem Panorama-Glasschiebedach wird der Subaru dann auch höheren Ansprüchen gerecht.

Außerdem wirkt das Fahrzeug solide, fährt leise, komfortabel und angesichts der vielen Assistenzsysteme fast schon von selbst. Eigentlich wäre der Solterra damit ein perfektes Langstreckenauto. Doch statt als Elektro-Neuling in zeitgemäße Reichweiten-Regionen vorzudringen, fährt der Subaru in dieser Disziplin leider selbst betagteren E-Modellen hoffnungslos hinterher.

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