Isolierung und Thermomanagement PPSU soll Leiter auch in heißem Öl bis 200 °C isolieren

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Mit höheren Leistungen und kompakteren elektrischen Systemen steigen auch die Anforderungen an Isolations- und Kühlwerkstoffe. BASF positioniert sein PPSU Ultrason P für Kabel und Leiter in Elektrofahrzeugen – auch bei direktem Kontakt mit heißem Öl.

Ultrason (PSU, PESU, PPSU) eignet sich für E&E Bauteile in der Elektromobilität oder in der KI-Infrastruktur, z.B. Steckverbinder für Glasfaserkabel.(Bild:  BASF)
Ultrason (PSU, PESU, PPSU) eignet sich für E&E Bauteile in der Elektromobilität oder in der KI-Infrastruktur, z.B. Steckverbinder für Glasfaserkabel.
(Bild: BASF)

Elektrifizierung erhöht nicht nur die Anforderungen an Halbleiter, Batterien oder Leistungselektronik. Auch die Werkstoffe rund um Leiter, Kabel und Kühlsysteme müssen höheren Temperaturen sowie chemischen und mechanischen Belastungen standhalten. BASF erweitert deshalb die Einsatzmöglichkeiten seiner Hochleistungskunststoffe der Ultrason-Familie unter anderem für Anwendungen in der E-Mobilität.

Besonders interessant für elektrische Antriebs- und Energiesysteme ist Ultrason P. Das Polyphenylsulfon, kurz PPSU, lässt sich per Extrusion verarbeiten und kann sowohl für Kabelummantelungen als auch für die elektrische Isolierung von Aluminium- und Kupferdrähten eingesetzt werden.

Elektrische Isolierung bis 200 °C

Nach Angaben von BASF bleibt das Material auch bei Kontakt mit heißem Öl bis zu einer Temperatur von 200 °C einsetzbar. Dafür kombiniert es chemische Beständigkeit und Flexibilität mit stabilen elektrischen Isolationseigenschaften bei hohen Temperaturen.

Das ist insbesondere für kompakte elektrische Systeme interessant, bei denen Leiter und Isolationsmaterialien zunehmend höheren thermischen Belastungen ausgesetzt sind. Mit steigender Leistungsdichte wird dabei nicht allein die maximale Temperatur relevant: Auch Dimensionsstabilität, Chemikalienbeständigkeit und das elektrische Verhalten müssen über längere Zeiträume erhalten bleiben.

BASF sieht Ultrason P außerdem als mögliche Alternative zu PFAS-haltigen Polymeren, die bislang für Kabelummantelungen und die Isolation von Leitern verwendet werden. Das Unternehmen macht in der offiziellen Mitteilung allerdings keine Angaben dazu, welche konkreten PFAS-Werkstoffe ersetzt werden können oder für welche Fahrzeuganwendungen bereits entsprechende Freigaben vorliegen.

Werkstoffe für Kühlkreisläufe in Elektrofahrzeugen

Neben der elektrischen Isolation adressiert BASF mit der Ultrason-Familie auch das Thermomanagement. Die Polyarylethersulfone sollen unter anderem für Rohrfittinge, Verteiler und Lüfter eingesetzt werden können. Als Einsatzfelder nennt das Unternehmen ausdrücklich Elektrofahrzeuge sowie industrielle Kühlsysteme.

Die Werkstofffamilie umfasst PESU, PSU und PPSU. Gemeinsam sind ihnen eine hohe Wärmebeständigkeit, elektrische Isolation, Dimensionsstabilität, inhärenter Flammschutz und Chemikalienbeständigkeit. Unterschiedliche Viskositäten sollen sowohl dünnwandige, komplexe Spritzgussteile als auch Extrusionsanwendungen ermöglichen. (sb)

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