„Werbung für die Stadt“ Münchner Messe sieht IAA-Konzept als Erfolg

Quelle: dpa

Die Veranstalter bemühen einige Superlative, um den Erfolg der Messe zu belegen, die im vergangenen Jahr erstmals in der bayerischen Landeshauptstadt stattfand. Kritik am Konzept, die Stände in der Innenstadt zu verteilen, bezeichnete Messechef Klaus Dittrich als „kleinkariert“.

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Die IAA fand 2021 erstmals in München statt – und zwar über die Stadt verteilt.
Die IAA fand 2021 erstmals in München statt – und zwar über die Stadt verteilt.
(Bild: Mario Drescher)

Die Münchner Messegesellschaft will den Protesten gegen die neu aufgelegte Auto- und Verkehrsmesse IAA in der bayerischen Landeshauptstadt nicht weichen. Die erste Münchner IAA Mobility im vergangenen August sei mit 400.000 Besuchern aus 94 Ländern „auf Anhieb die größte Mobilitätsveranstaltung der Welt geworden, weil sie keine reine Autoshow mehr ist“, sagte Messechef Klaus Dittrich am Mittwochabend in München.

In Sachen medialer Reichweite habe die Veranstaltung mit 1,2 Milliarden Kontakten 2021 weltweit auf Platz drei hinter den Olympischen Spielen und der Fußball-Europameisterschaft gelegen. „Eine Werbung für die Stadt, die unbezahlbar wäre, die man sich gar nicht leisten könnte.“

Ein Kernpunkt der Kritik an dem neuen IAA-Konzept war, dass die Autokonzerne ihre Stände auf den schönsten Plätzen der Münchner Innenstadt aufgebaut hatten. „Da ist die Diskussion, ob jetzt auf dem Königsplatz der Rasen kaputt gemacht wurde oder nicht, schon sehr kleinkariert“, sagte Dittrich.

„Kenne mindestens sechs deutsche Städte, die sich die Hände reiben würden“

Die Grünen und andere IAA-Gegner kritisieren unter anderem, dass die Innenstadt den Herstellern als Werbefläche zur Verfügung gestellt worden sei. München hatte sich in einem Wettbewerb gegen mehrere andere deutsche Städte als Veranstaltungsort durchgesetzt. Falls der Münchner Stadtrat vor der nächsten IAA 2023 die Autohersteller wieder aus der Innenstadt verbannen sollte, rechnet Dittrich damit, dass der Autoindustrieverband VDA mit der Veranstaltung umzieht. „Ich kenne mindestens sechs deutsche Städte, die sich die Hände reiben würden.“

Der VDA betonte anschließend, in München bleiben zu wollen. „Wir sind mit der Stadt und der Messe München im steten Austausch und planen fest damit, dass wir das erfolgreiche IAA-Format in München fortsetzen“, sagte Geschäftsführer Jürgen Mindel. Die Messe soll in ihrer neuen Form als Forum für das Gespräch auch mit den Kritikern der Autobranche dienen. Die nächste Ausgabe 2023 werde weiterhin „die Plattform sein, wo dieser notwendige gesellschaftliche Dialog stattfinden wird“.

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