Elektromobilität Mehr als jeder sechste neue Pkw in Deutschland ist ein reines Elektroauto

Autor Christoph Seyerlein

Der deutsche Pkw-Markt schwächelt in Zeiten der Chipkrise enorm. Im Oktober gingen die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als ein Drittel zurück. Elektroautos boomen der Krise zum Trotz dagegen weiter.

Elektroautos können ihren Marktanteil in Deutschland immer weiter steigern.
Elektroautos können ihren Marktanteil in Deutschland immer weiter steigern.
(Bild: Volkswagen)

Auf dem deutschen Pkw-Markt gibt es derzeit vor allem zwei Entwicklungen zu beobachten:

  • 1. Durch die Halbleiter-Engpässe in der Industrie schwächelt der Autoabsatz enorm. Im Oktober schrumpfte die Zahl der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 34,9 Prozent auf 178.683.
  • 2. Rein batteriebetriebene Fahrzeuge gewinnen immer weiter an Bedeutung. Im September und Oktober erzielten sie jeweils neue Rekord-Marktanteile von 17,1 Prozent an allen Neuzulassungen. Heißt: Mehr als jeder sechste neue Pkw in Deutschland ist ein Elektroauto (BEV).

Von 9,4 auf über 17 Prozent

Die BEVs haben ihren Anteil im Laufe des Jahres nahezu kontinuierlich erhöhen können. Anfang 2021 war noch nicht einmal jede zehnte Neuzulassung ein Elektroauto. Im August kratzten die Stromer dann erstmals an der 15-Prozent-Marke, nur um jetzt im September und Oktober über 17 Prozent zu liegen.

Zurückzuführen ist das Wachstum auf verschiedene Faktoren. Hohe staatliche Förderungen machen E-Autos in der Anschaffung erschwinglich. Parallel dazu wächst das Angebot vonseiten der Hersteller stetig.

Aus dem Markt war zuletzt zu hören, dass mancher Hersteller im Zuge der Chipkrise neben besonders margenträchtigen Modellen die Produktion von Elektroautos priorisiert. Das dürfte nicht zuletzt damit zusammenhängen, dass die OEMs Stromer brauchen, um die CO2-Ziele in der EU einzuhalten.

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