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„Marktplatz Elektromobilität“ verbindet Dienstleister und Kommunen

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Bayern Innovativ hat seinen "Marktplatz Elektromobilität" gelauncht. Dort finden sich nun aktuelle Ausschreibungen rund um das Thema E-Mobility. Das Ziel: Anbieter und Interessierte sollen künftig einfacher in Kontakt kommen.

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(Bild: Clipdealer)

Die Elektromobilität gilt als eine der wichtigsten Zukunftstechnologien und steht im Fokus für die Lösung vieler Mobilitätsfragen. Vor allem Kommunen rücken in den Vordergrund, denn sie profitieren hinsichtlich Lebensqualität, Image und Umweltschutz in besonderem Maße von Elektromobilität und nehmen als Schnittstelle zum Bürger eine wichtige Schlüsselfunktion ein, um Elektromobilität zielorientiert voranzutreiben. Mit der Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotten setzen viele Kommunen und Landkreise schon heute ein sichtbares Signal für eine umweltgerechte Mobilität von morgen.

Allerdings stehen Kommunen auch vor entsprechenden Herausforderungen, denn das Gesamtsystem Elektromobilität ist vielschichtig und reicht von der Energieversorgung über Ladepunkte bis zum e-CarSharing. Einen Umweltvorteil bieten Ladesäulen erst dann, wenn dadurch auch mehr e-Fahrzeuge auf die Straße kommen. In diesem Spannungsfeld entsteht oftmals ein hoher Informationsbedarf hinsichtlich Ökobilanz, Alltagstauglichkeit, Normen oder Rechtsvorgaben.

„Sollte der Trend zur Elektromobilität weiter anhalten und ein großer Teil der Bevölkerung zukünftig elektrisch fahren, müssen wir uns mit anderen Fragestellungen befassen, was die Verfügbarkeit von Strom und die Stabilität der Netze angeht“, berichtet Dr. Guido Weissmann, Leiter der Kompetenzstelle Elektromobilität bei Bayern Innovativ. Die Kompetenzstelle unterstützt kommunale Einrichtungen in Bayern beim Auf- und Ausbau der Elektromobilität und der erforderlichen Ladeinfrastruktur. Im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums treibt sie den Markthochlauf der Elektromobilität zum Massenmarkt im Freistaat voran und gestaltet diesen.

So dient exemplarisch das Förderprogramm „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern“ dazu, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur in Bayern anzukurbeln – 7000 öffentlich zugängliche Ladesäulen sollen dadurch bis 2020 entstehen. Laut der Auswertung der Kompetenzstelle lag die Erfolgsbilanz aus dem aktuell vierten Förderaufruf in diesem Programm bei 219 Anträgen, 480 Ladesäulen und 862 Ladepunkten (Anschlüssen).

Seit kurzem gibt es den Marktplatz Elektromobilität für Projekte in Bayern. „Mit diesem Service möchten wir Dienstleister und Anwender, wie Kommunen, im Bereich Elektromobilität zusammenführen und so die Suche zwischen Anbietern und Anfragestellern erleichtern“, erläutert Dr. Guido Weissmann das Konzept. Der Marktplatz bietet eine Übersicht über aktuelle Ausschreibungen und Angebotsanfragen in Bayern.

Dabei gilt es zu beachten, dass sich der Marktplatz für Ausschreibungen und Angebotsanfragen lediglich als zusätzliche Option für die Einholung von Angeboten versteht und keine rechtlichen Vorgaben ersetzt. Insbesondere befreit eine Veröffentlichung in diesem Marktplatz nicht von der aktiven Einholung von Vergleichsangeboten gemäß den Nebenbedingungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P bzw. ANBest-K).

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