Leichtbau verliert im E-Auto an Bedeutung

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Viel wichtiger als Leichtbau wird für das Elektroauto ein intelligentes Strom- und Energiemanagement, glaubt Dudenhöffer. „Was erheblichen Einfluss auf den Verbrauch hat, sind etwa die Klimaanlage oder andere wichtige elektrische Verbraucher“, so der Experte.

Die Entwicklungsprioritäten würden sich in diese Richtung verlagern. Beispielsweise könnte ein 500 Euro teures Solarpanel auf dem Dach, das die Klimaanlage beim Vorkühlen eines geparkten Fahrzeugs mit Strom versorgt, einen weitaus größeren Einfluss auf die Reichweite haben als eine viel teurere Carbon-Karosserie.

Das sieht offenbar auch BMW mittlerweile so. Die Münchner hatten bei ihrem Elektroauto-Erstwurf i3 noch konsequent auf das teure Leichtbaumaterial Carbon gesetzt. Mit der Folge, dass der Kleinwagen heute der teuerste Stromer seiner Klasse ist. Bei der Reichweite haben jedoch mehrere tausend Euro günstigere Stahlmodelle wie der Renault Zoe die Nase vorn.

Beim nächsten Elektro-BMW spielt Carbon daher keine Rolle mehr: Wenn der i5 ab 2021 aus dem Werk Dingolfing rollt, wird er aus einem Materialmix aus hochfestem Stahl, Leichtmetall und Kunststoff bestehen. Carbon gibt es dann höchstens noch in Form von Zierteilen an der Karosserie oder im Cockpit.

Komplett am Ende ist Leichtbau damit nicht. Bei konventionell angetriebenen Fahrzeuge und schweren SUV oder Oberklassemodellen wird auch künftig auf Gewicht geachtet werden. Und auch Sportwagen wird man aus fahrdynamischen Gründen weiterhin möglichst leicht bauen. Ein Megatrend, wie noch vor wenigen Jahren propagiert, wird Leichtbau aber wohl in der Breite nicht mehr werden.

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