Künstliche Intelligenz und automatisiertes Fahren Das Mobilitätsgeschehen im Überblick: Das war der März 2024

Von Stefanie Eckardt 3 min Lesedauer

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Für das hochautomatisierte und später autonome Fahren spielt künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle. Warum liegt auf der Hand: KI-Systeme verarbeiten Umgebungsdaten in Echtzeit: Den Straßenverlauf, die Straßenschilder und Ampeln und andere Verkehrsteilnehmer. Kein Wunder, dass sich komplette Veranstaltungen um das Thema drehen, wie die GTC AI Conference von Nvidia. Nicht nur in den USA, auch in China ist KI ein wichtiges Thema. Im Reich der Mitte ist Sora mehr als nur ein Hype.

Kein autonomes Fahren ohne künstliche Intelligenz. Denn KI-basierte Systeme sorgen dafür, dass autonome Fahrzeuge mit den komplexen Szenarien im Straßenverkehr umgehen können. .(Bild:  Choi_ Nikolai - stock.adobe.com)
Kein autonomes Fahren ohne künstliche Intelligenz. Denn KI-basierte Systeme sorgen dafür, dass autonome Fahrzeuge mit den komplexen Szenarien im Straßenverkehr umgehen können. .
(Bild: Choi_ Nikolai - stock.adobe.com)

Auf dem Weg den Transportbereich zu automatisieren, werden Lösungen im Bereich künstliche Intelligenz immer wichtiger. Nvidia stellt für Pkw, Nutzfahrzeuge, Robotaxis oder autonome Lieferfahrzeuge auf der letzten Meile seine Computing-Plattform „Drive Thor“ zur Verfügung, die für generative KI-Anwendungen entwickelt wurde. Drive Thor ist der Nachfolger von Drive Orin und bietet Unternehmensaussagen zufolge umfangreiche Cockpit-Funktionen sowie sicheres automatisiertes und autonomes Fahren – alles auf einer zentralen Plattform. Dabei wird die neue Blackwell Architektur des Herstellers integriert, die für Transformator-, LLM- und generative KI-Workloads entwickelt wurde.

Zu den Unternehmen, die Drive Thor nutzen werden, zählen BYD, Hyper, Xpeng, Waabi, WeRide, Nuro und Plus.

Mobilitätsgeschehen im März 2024
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Hype oder Chance?

Mit Sora hat OpenAI Mitte Februar 2024 ein KI-System vorgestellt, das kurze Videos aus Textanweisungen erstellen kann. In einer beeindruckenden Qualität, denn die Videos sehen nahezu wie ein Original aus. Man merkt kaum, dass sie von einer künstlichen Intelligenz erstellt wurden. Damit hatte Sora auf Anhieb Fans im Reich der Mitte. In China ist man sich sicher: Das neue KI-Werkzeug, das Texte in Videos verwandeln kann, hätte großes Potenzial für das autonome Fahren. Allerdings muss hier noch viel passieren: momentan generiere das Modell zu viele fiktive Szenen, die nicht als Basis für Fahrentscheidungen nutzbar sind, wo Sicherheit die wichtigste Rolle spielt.

Automatisiertes Fahren

Automatisiertes Fahren ab Level 3 dürfte ohne die Light-Detection-and-Ranging-Technologie (Lidar) kaum realisierbar sein. Doch hohe Kosten, technische Komplexität und lange Markteinführungszeiten machen die Technologie nicht unbedingt attraktiv. Die Technologie von SteerLight könnte das ändern – das Start-Up setzt auf die Silizium-Photonik-Technologie und verspricht eine hohe Erfassungspräzision und Auflösung.

Zu einer schnelleren Entwicklung von Level-4-Systemen beitragen – das ist das Ziel der technologischen Partnerschaft zwischen dSpace und dem chinesischen Lidarhersteller Hesai. Im Rahmen dieser Kooperation werden die Sensormodelle von Hesai in Aurelion integriert.

Volkswagen ADMT hat nach der Pilotphase mit Straßentests in Deutschland und den USA einen Kooperationsvertrag mit Mobileye geschlossen. Das Unternehmen soll Software-, Hardware-Komponenten sowie digitale Karten für den Autonomie-Level 4 entsprechenden ID.Buzz AD entwickeln und liefern. Hierbei handelt es sich um einen seriennahen Prototyp. Kernstück der Vereinbarung von Volkswagen ADMT und Mobileye ist die Lieferung und die Nutzung eines selbstfahrenden Systems (SDS) für die AD-Version des Volkswagen ID.Buzz, die seit 2021 für den autonomen Fahrbetrieb entwickelt wird. Das Fahrzeug entspricht dem SAE-Level 4. Hier ist das System ist in der Lage, die Fahraufgabe vollständig zu übernehmen innerhalb seiner Domäne. Sollte es dazu kommen, dass das System nicht mehr in der Lage ist, der Fahraufgabe nachzukommen, übergibt es die Fahraufgabe an den Fahrer. Sollte eine Übernahme der Fahrzeugkontrolle durch den Fahrer ausbleiben, so versetzt das System das Fahrzeug selbstständig in einen risikominimalen Zustand. Grundlage dafür sind diverse Software- und Hardware-Komponenten, darunter zwei unabhängige Hochleistungsrechner sowie 13 Kameras, neun Lidar- und fünf Radar-Einheiten. Jede dieser Sensor-Verbundarten ist in der Lage, eine 360 Grad-Umfelderfassung zu gewährleisten. Die Fahrzeuge sind für eine sichere und effiziente Steuerung stets online verbunden.

Made in Germany ist up-to-date

Deutsche Unternehmen haben 2023 deutlich mehr Erfindungen beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet als im Jahr zuvor. Erfreulich: Insbesondere im Bereich Batterietechnik nahmen die Anmeldezahlen zu – getrieben durch das Tempo beim Ausbau der Elektromobilität. Die anmeldestärksten Unternehmen sind hier Automobilbauer und Zulieferer. Neben den herkömmlichen IPC-Klassen für Fahrzeugbau gehört die erwähnte Unterklasse H01M für die Batterietechnik bei allen großen deutschen Automobilherstellern zu den Top-3-Anmeldegebieten.

Nur einige Highlights, die den März spannend gemacht haben. Was darüber hinaus interessant war? Unsere Bilderstrecke verrät es Ihnen.

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