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CO2-Bilanz: Nach 30.000 Kilometer kehren sich die Verhältnisse um

| Autor / Redakteur: Holger Holzer / Benjamin Kirchbeck

Die Akkuproduktion verhagelt dem E-Auto die CO2-Bilanz. Doch der zu schulternde CO2-Rucksack wird zunehmend kleiner, ermittelt eine neue Studie.

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Das Tesla Model 3 hat eine bessere Klimabilanz als eine Mercedes C-Klasse mit Diesel.
Das Tesla Model 3 hat eine bessere Klimabilanz als eine Mercedes C-Klasse mit Diesel.
(Bild: Tesla)

Das Elektroauto ist deutlich klimafreundlicher als gedacht. Schon heute ist ihre CO2-Bilanz besser als bei Dieseln und Benzinern, wie laut „Der Spiegel“ eine Studie der Technischen Universität Eindhoven im Auftrag der Grünen Bundestagsfraktion ergeben hat. Neben dem Klimagas-Ausstoß im Betrieb wurden auch die Emissionen bei der Produktion berücksichtigt.

Unterm Strich schneidet in der Studie das E-Auto deutlich besser ab als bei vorangegangenen Untersuchungen. Das liegt zum einen an einem steigenden Öko-Stromanteil, der für einen CO2-ärmeren Betrieb in Deutschland sorgt. Zum anderen an Verbesserungen in der Akku-Produktion sowie neueren Erkenntnissen zur Batterie-Lebensdauer.

So verursacht ein Tesla Model 3 der Studie zufolge pro Kilometer 91 Gramm CO2-Äquivalent. Das sind 65 Prozent weniger als die 260 Gramm eines Mercedes C 220d. Damit hat das E-Auto seinen CO2-Rückstand durch die energieaufwendige Produktion der Batterie bereits nach 30.000 Kilometern aufgeholt.

Bei kleineren Fahrzeugen verhält es sich der Studie zufolge ähnlich – selbst wenn man ein sparsames Hybridauto zum Vergleich heranzieht. So emittiert ein VW E-Golf pro Kilometer 78 Gramm CO – und damit 54 Prozent weniger als ein Toyota Prius Hybrid mit 168 Gramm. Damit hat der E-Golf seinen CO2-Rucksack nach 28.000 Kilometern abgelegt. -spx-

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