Alternative Antriebe Biomasse, Wasserstoff und Co: Toyota testet klimaneutrale Kraftstoffe

Von Lena Sattler

Der Autobauer will nicht nur durch elektrische Fahrzeuge die CO2-Neutralität erreichen. Gemeinsam mit Partnern forscht Toyota auch an synthetischen Kraftstoffen.

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Toyota möchte klimaneutrale Kraftstoffe im Motorsport testen.
Toyota möchte klimaneutrale Kraftstoffe im Motorsport testen.
(Bild: Toyota)

Der japanische Autokonzern arbeitet gemeinsam mit den Zweiradherstellern Kawasaki und Yamaha sowie Mazda und Subaru an der Herstellung, dem Transport und der Nutzung alternativer Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemeldung am Montag mit. Demnach sollen die Technologien im Rahmen von Motorsportveranstaltungen getestet werden.

Klimaneutrale Kraftstoffe aus Biomasse

Vor allem synthetische Kraftstoffe können in klassischen Verbrennungsmotoren verwendet werden: Mazda hatte bereits am vergangenen Wochenende einen zu 100 Prozent aus Biomasse gewonnen Diesel getestet. Auch Toyota und Subaru wollen im nächsten Jahr mit Fahrzeugen in der japanischen Super Taikyu Series starten, die ebenfalls mit CO2-neutralem Kraftstoff fahren sollen, der aus Biomasse gewonnen wird. Der gemeinsame Wettbewerb im Rennsport soll die technologische Entwicklung beschleunigen.

Motoren mit „grünem“ Wasserstoff

Eine weitere Alternative sind Wasserstoffmotoren. Toyota hat das bereits im Rahmen des 24-Stunden-Rennens von Fuji getestet. Kawasaki und das an der Entwicklung des Toyota-Motors beteiligte Yamaha prüfen im Moment auch den Einsatz eines Wasserstoffmotors in Motorrädern – weitere Zweiradhersteller wie Honda und Suzuki könnten sich anschließen.

Wichtig hierbei sei aber, dass Herstellung und Transport des Wasserstoffs „grün“ sind – das heißt ohne den Verbrauch von fossilen Energien. Toyota arbeitet deshalb mit Partnern und lokalen Gemeinden wie Fukuoka City zusammen. Die Stadt produziert Wasserstoff mithilfe des bei der Abwasseraufbereitung entstehenden Biogases, was keine zusätzlichen Emissionen verursacht.

Außerdem hat der japanische Hersteller für den Einsatz im Motorsport den Pumpendruck erhöht: So lassen sich Rennwagen in etwa zwei Minuten mit Wasserstoff auftanken, was Toyota auch im normalen Straßenverkehr anwenden kann.

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