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Automobile Jubiläen 2020: Vom ersten Hybrid bis zum dreimillionsten Trabant

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Auch im Autojahr 2020 gibt es viele Gründe zu feiern, wie die runden Geburtstage von weit über 300 Meilensteinen der Modellgeschichte bei Alfa bis Wartburg zeigen. Während die Hersteller den verklärenden Blick in die Vergangenheit zur Imagepolitur nutzen, beweisen die Jubeldaten den Autofans: Alles schon einmal dagewesen.

Der hybride Elektrowagen Lohner Porsche „Semper Vivus“ wird im Jahr 1900 auf der Pariser Weltausstellung vorgestellt.
Der hybride Elektrowagen Lohner Porsche „Semper Vivus“ wird im Jahr 1900 auf der Pariser Weltausstellung vorgestellt.
(Bild: Porsche)

Gefühlt nimmt sie jedes Jahr zu, die Zahl großer Jubiläen bei Marken, Modellen und Ereignissen der Mobilitätsgeschichte. Was auch daran liegen mag, dass Carl Benz seine ersten Ausfahrten mit einem Verbrennungsfahrzeug bereits vor 135 Jahren unternahm und sich der Blick heute besonders gerne und sentimental zurückwendet, um so einmal nicht über die Verkehrsprobleme auf überfüllten Straßen und das Ende von Otto- und Dieselmotoren zu diskutieren.

Dabei waren genau diese Auseinandersetzungen um Mobilitätskonzepte von Beginn an Bestandteil der Motorisierungsgeschichte. Sei es als Porsche im Jahr 1900 seinen ersten Hybrid-Antrieb im Lohner-Wagen auf der Pariser Weltausstellung präsentierte oder die globale Zulassungsstatistik 1910 konstatierte: Schon jedes vierte Auto wird von Strom oder Dampf bewegt. Strebt heute die „Vision Zero“ die Vermeidung tödlicher Unfälle an, sollten die ersten Verkehrsregeln vor 120 Jahren dasselbe Ziel erreichen.

Die Automobilhersteller würdigen dagegen eher die Geburtstage von Kult-Fahrzeugen, die bei allen Fans Wiedersehensfreude bewirken, so wie bei alten Freunden, die vorübergehend verloren schienen. Schließlich sollen emotionale Jubiläumspartys den Neuwagenverkauf beschleunigen, getreu dem Slogan: Ohne große Herkunft keine Zukunft. Weit über 300 Einträge runder Jahrestage füllen 2020 den Terminkalender, vom Alfa-Start anno 1910 über den Audi quattro von 1980 bis zu den allerletzten DDR-Neuheiten beim Trabant vor 30 Jahren ist alles dabei.

Jede Generation hat ihre Autos, mit denen sie schöne und amüsante Erinnerungen verbindet und eine enthusiastische Clubszene bewahrt die verblichenen Helden vor dem Vergessen. Offenbar vermittelt die automobile Nostalgie so viele Glücksgefühle, dass die unüberschaubare Zahl der Oldtimerkorsos und -Rallyes zur Enttäuschung von Zuschauern mancherorts bereits behördlich reglementiert wird. Schließlich ist der Anblick von Großvaters jetzt 60-jährigem Ford Taunus 17 M „Badewanne“ oder Onkel Heinrichs ebenso altem NSU Prinz III gleichermaßen bewegend wie die scharfen Bügelfalten des Peugeot 404 im Pininfarina-Anzug oder das Räng-Däng-Däng des Zweitakter-Jahrgangs 1960 aus DKW Junior, Saab 96, Trabant und Wartburg. Letztgenanntes DDR-Duo zeigte sich 30 Jahre später mit Volkswagen-Unterstützung in frischer Viertakt-Form, zu spät allerdings, um sich nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 mit westlichen Wettbewerbern zu messen.

1990, dieser Jahrgang bringt 2020 neue H-Kennzeichen-Klassiker hervor, darunter Kultautos wie den Mercedes-Achtzylinder 500 E, made by Porsche, den damals endlich auch in Deutschland erhältlichen Mazda MX-5, die unter Stardesigner Claus Luthe konzipierten BMW 3er (E36) und den finalen Audi 100 (C4) mit Sechszylinder. Aber es hieß auch Abschied nehmen von minimalistischen Revolutionären wie dem Citroen 2 CV („Ente“) und vor allem von vielen osteuropäischen Fabrikaten, die der politische Wind of Change ins Nirvana wehte. Manchmal durften sie jedoch zuvor noch ein kurzes Gastspiel auf der vereinigten deutschen Autobühne geben, wie die Yugo des jugoslawischen Fiat-Lizenznehmers Zastava oder sowjetische Moskwitsch im Simca-Design.

Simca, Talbot, Austin oder Arna, wer kennt sie noch? Dieses Quartett brachte sich vor 40 Jahren ins Gespräch. Frankreichs kurzzeitig zweitgrößter Autobauer Simca mutierte nach Übernahme durch den PSA-Konzern damals zum perspektivlosen Projekt Talbot, Austin lancierte 1980 mit dem Metro einen glücklosen Mini-Nachfolger und das Allianz-Modell Arna (Alfa Romeo Nissan Automobili) versuchte vergeblich im Kimono eines Japaners die Mailänder Marke auf gewinnbringenden Kurs zu führen. Aber Alfa hatte auch Grund zu feiern, denn das Gründungsjahr 1910 rundete sich. Klar, dass sich die Alfisti die Gelegenheit zu einer ausgelassenen Geburtstagsparty auch 2020 nicht nehmen lassen, zumal die italienische Marke dann ins französische PSA-Konzern-Portfolio kommen soll.

Grund für Jubiläums-Jubel haben kommendes Jahr auch vier Japaner: Der Toyota-Konzern wurde vor 130 Jahren gegründet, aber erst vor 50 Jahren wagte sich der fernöstliche Gigant mit dem Erfolgsmodell Corolla und verführerisch schönen Celica Coupés auf den deutschen Markt. Mazda feiert 2020 seinen 100. Jahrestag und Subaru 40 Jahre Boxermotoren und Allradantrieb für deutsche Kunden, die sich vor allem aus Förstern und Jägern zusammensetzten. Die Freizeit-Gesellschaft der 1980er Jahre ins Visier nahm dagegen der Offroadspezialist Suzuki.

Voll auf Luxus und Lifestyle setzte 1980 die neu ausgelieferte Mercedes S-Klasse (W 126) und der BMW 745i mit frühem Sechszylinder-Turbo, so wie 1970 der Citroen SM mit Maserati-Motor und der Range Rover als erster Offroader in Nadelstreifen die Haute Couture beeindruckten. Unterwegs mit der Mission Maximum war vor 110 Jahren auch der Blitzen-Benz als erster 200-km/h-Sportwagen, extrem teure Maybach- und Mercedes-Luxuskarossen während der Weltwirtschaftskrise (1930), erste Porsche 356 aus Zuffenhausener Fertigung (1950) oder 1970 Alfa Montreal, Lamborghini Jarama und Maserati Indy als Vmax-Bolzer. Feuchte Augen und Freudentränen bescherten ihren stolzen Erstbesitzern aber auch die meist mühevoll ersparten kleinen Volksmobile mit Kosenamen wie Seat 600 „Pelotilla“ (Seat-Gründung 1950), Lloyd LP-300 „Leukoplastbomber“ (ab 1950), Volvo PV 444 B „Buckel-Volvo“ (ab 1950), das genügsame sowjetische „Eisenschwein“ Saporoshez (ab 1960), der „Super-Käfer“ VW 1302 (ab 1970) oder „die tolle Kiste“ Fiat Panda (ab 1980). Heute sind diese Kleinen die größten Sympathieträger bei Oldtimer-Events.

Natürlich gibt es auch Jubiläumsjahre, in denen die Menschen existenzielle Probleme plagten und Pkw fast nur für Behörden bereitstanden. So ging vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg zu Ende und der Kampf ums Überleben in Trümmerlandschaften ließ kaum Raum für Gedanken an neue Autos. Fahrräder und Busverkehr waren vorläufig wichtiger und auch da gibt es eine enge Verbindung zu frühen Pkw-Produzenten: Vor 125 Jahren startete Skoda als Fahrradhersteller Laurin & Klement und Benz lieferte 1895 den weltweit ersten Linienbus.

Kaum kam dann der motorisierte Individualverkehr ins Rollen, stand ein anderes Thema ganz oben auf der politischen Agenda: Unfallvermeidung - speziell für die Kleinsten. So gibt es den schulischen Verkehrsunterricht seit 90 Jahren, während jedoch die Unfallzahlen auf den Straßen kontinuierlich stiegen. Bis 1970 mit fast 20.000 Verkehrstoten ein Allzeit-Negativrekord registriert wurde. Ein Wendepunkt war erreicht: Neue Sicherheitstechniken, eine optimierte Unfallrettung und aktualisierte Verkehrsregeln senkten die Zahl der Verkehrstoten 2019 auf das Niveau von 1930 – damals, als die vergleichsweise wenigen Autos noch Wohlstandssymbole waren.

Was zeigt dieser Blick in den Rückspiegel? Nachhaltige Veränderungen brauchen Zeit und Jubiläen werden auch künftig die schönsten Anlässe sein für Erinnerungen. Etwa, wenn es in 30 Jahren um die heutigen Anfänge des Autonomen Fahrens geht.

Chronologie der wichtigsten Jubiläen 2020

1810 (210 Jahre):

Unternehmensgründung von Peugeot.

1885 (135 Jahre):

Automobilpionier Carl Benz unternimmt erste Probefahrten mit seinem Motorwagen, der im Folgejahr patentiert wird.

1890 (130 Jahre):

Unternehmensgründung von Toyota.

Daimler-Motoren bringen in Frankreich den späteren Volumenhersteller Panhard-Levassor in Fahrt und Daimler-Motoren beschleunigen Giuseppe Ricordis Motorkutschen als erste italienische Automobile. Als Daimler im November mit Max Duttenhofer und Wilhelm Lorenz die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) gründet, soll Wilhelm Maybach Chefkonstrukteur werden.

Die Amerikaner Andrew L. Riker und William Morrison bauen Elektro-Automobile. Bis zum ersten Weltkrieg erfreuen sich Elektro-Fahrzeuge besonders in den USA großer Popularität.

1895 (125 Jahre):

Das Skoda-Auto-Vorgänger-Unternehmen Laurin & Klement wird gegründet.

Friedrich Lutzmann nimmt die Fertigung von Automobilen auf, wenige Jahre später beginnt Opel mit einer Lutzmann-Konstruktion die Automobilproduktion.

Die Zeitung „Chicago Times-Herald“ schreibt das erste Autorennen in den USA aus. Sieger wird der Automobilpionier Frank Duryea auf einer Eigenkonstruktion.

Die Duryea Motor Wagon Company wird gegründet als erster originärer amerikanischer Automobilhersteller.

„The Autocar“ ist die erste Automobilzeitschrift, die in Großbritannien erscheint. In den USA erscheint „The Horseless Age“ (= das pferdelose Zeitalter) als erste Automobilzeitschrift.

Continental beginnt mit der Fertigung von Luftreifen.

Das Zeitalter des motorisierten Omnibusverkehrs beginnt am 18. März 1895. Der erste Motor-Omnibus der Welt, bestellt bei Benz & Co. nimmt den Linienverkehr auf der Strecke Siegen – Netphen – Deuz auf.

1900 (120 Jahre):

Mercedes (Marke) wird präsentiert als Daimler kurz vor der Rennwoche in Nizza (1901) das erste Fahrzeug mit der Modellbezeichnung Mercedes vorstellt.

Der hybride Elektrowagen Lohner Porsche „Semper Vivus“ („immer lebendig“) wird auf der Pariser Weltausstellung gezeigt und für einen amerikanischen Kunden mit Allradantrieb per Radnabenmotoren ausgerüstet.

Gottlieb Daimler erliegt am 6. März 1900 einem Herzleiden.

Ab 1900 werden im kaiserlichen Deutschland erste länderspezifische Festlegungen für warnende Verkehrszeichen getroffen, um die Unfallzahlen zu senken

1910 (110 Jahre):

Alfa (Anonima Lombardo Fabricca Automobila) beginnt in Mailand mit der Fahrzeugproduktion, nach Übernahme durch Nicola Romeo entsteht im Jahr 1915 die Marke Alfa Romeo.

Ab 1910 ist der „Mercedes“-Stern bei Fahrzeugen vorne am Kühler in plastisch geprägter Form zu sehen.

Blitzen-Benz erzielt auf dem Sandstrand von Daytona Beach im März 1910 die Rekordgeschwindigkeit von 211,4 km/h.

Im Jahr 1910 trat das erste deutsche Kraftfahrgesetz, der Vorläufer der Straßenverkehrsordnung in Kraft.

1920 (100 Jahre):

Mazda wird in Japan gegründet.

Jedes zweite Fahrzeug der Weltproduktion ist ein Ford Model T.

1930 (90 Jahre):

Grundsteinlegung für die Kölner Ford Werke.

Trotz Weltwirtschaftskrise floriert die Luxusklasse, wie auch neue Delage zeigen.

ADAC richtet im Raum München und Garmisch-Partenkirchen die ersten Telefone ein, mit denen Pannenhilfe angefordert werden kann.

Opel ermittelt per Preisausschreibung den neuen Nutzfahrzeug-Modellnamen Blitz, der später zum Markensymbol avanciert.

In diesem Jahr sterben trotz des im Vergleich zu heute minimalen Verkehrsaufkommens 3.600 Menschen bei Verkehrsunfällen, mehr als im Jahr 2018.

Der preußische Kultusminister führt einen schulischen „Verkehrsunterricht“ ein, der über Unfallgefahren aufklärt.

1940 (80 Jahre):

Sensationssieg bei der Mille Miglia für den BMW 328 mit neuer Stromlinienkarosserie.

Der Erwerb von Kraftfahrzeugen ist in Deutschland nur noch auf Bezugsschein möglich. Weltweit sind 46.057.100 Kraftfahrzeuge zugelassen, im Jahr 2019 sind es rund 65 Millionen allein in Deutschland.

Runde Schlusslichter und reflektierende Pedale bei Fahrrädern werden Pflicht.

1945 (75 Jahre):

Aus der „Stadt des Kdf-Wagens“ wird Wolfsburg und die Produktion des Volkswagen (Käfer“) läuft an.

Renault wird verstaatlicht.

Citroen nimmt die Produktion mit dem Traction Avant wieder auf und Peugeot mit dem 202.

Die Marke SS Cars wird in Jaguar Cars umbenannt.

In den BMW-Werken Milbertshofen und Berlin läuft eine provisorische Produktion an, nun von Haushaltsgeräten. Dagegen startet im beschlagnahmten BMW-Werk Eisenach die Fertigung von Autos für die sowjetischen Behörden. Bei Mercedes in Sindelfingen und Untertürkheim beginnen die Demontagen durch die Siegermächte. Das Porsche-Werk in Gmünd erhält bereits am 8. August von der alliierten Militärregierung eine Betriebserlaubnis zur Entwicklung ziviler Geräte wie Traktoren und Motorfahrzeugen.

Von Kriegsende bis Dezember 1952 gelten in den Westzonen bzw. in der Bundesrepublik Deutschland Geschwindigkeitsbegrenzungen von Tempo 40 innerorts und Tempo 80 außerorts. Von 1953 bis August 1957 gibt es keine generellen Tempolimits, auch nicht innerorts.

1950 (70 Jahre):

Im März beginnt in Zuffenhausen die Fertigung des Porsche 356 und in Rüsselsheim die des Opel Olympia 51.

In Silverstone präsentiert Rover ein Auto mit Gasturbinenantrieb.

In der Bundesrepublik Deutschland lehnt der Bundesrat die von der Regierung geplante Autobahnmaut ab zugunsten einer Besteuerung aller Mineralölprodukte.

In Japan produzieren sechs Marken insgesamt in diesem Jahr 1.594 Personenwagen. Weltweiter Fahrzeugbestand nur 63.200.500 Einheiten, immer noch weniger als heute allein in Deutschland.

1960 (60 Jahre):

Toyotas Export nach Europa beginnt offiziell. Erstes Modell ist der Crown, der in Malta vertrieben wird.

In Deutschland wird ein Gesetz zur Privatisierung des Volkswagen-Konzerns verabschiedet, damit werden 60 Prozent der Aktien als sogenannte „Volksaktien“ ausgegeben.

Absatzkrise in Detroit mit Kurzarbeit und Werksstillegungen, bedingt auch durch die Erfolge europäischer Kompakter. Die Fahrzeug-Weltproduktion steigt auf 16 Millionen Einheiten, davon entstehen 4,1 Millionen Einheiten im EU-Vorläufer EWG und 5,8 Millionen Einheiten in den USA.

1965 (55 Jahre):

In Ingolstadt läuft der erste Audi der Nachkriegszeit vom Band und besiegelt das Ende der Zweitakter-Ära unter Auto Union DKW.

Versuche mit autonom fahrenden Pkw in den USA, Brennstoffzellentechnik für den Pkw wird zum Forschungsfeld in USA, Japan und Westeuropa.

Ralph Nader veröffentlicht das Buch „Unsafe at any Speed“ und setzt damit eine Initialzündung eine Welle an Sicherheits-Concept Cars aller großen Konzerne.

1970 (40 Jahre):

Volkswagen beginnt mit der Erprobung elektrischer Fahrzeuge. Neue VW-Spitzen-Modelle 1302 und 1302 S mit Federbeinen vorn und Doppelgelenkachse hinten.

Die DDR erntete in der Sportwelt Bewunderung als bei der Rallye Monte Carlo zwei Trabant 601 in der kleinsten Klasse bis 850 Kubikzentimeter einen Doppelsieg erzielen.

Toyota Deutschland wird in Köln gegründet.

AMC American Motors kauft die Kaiser-Jeep Corp.

Die englische Traditionsmarke Singer wird eingestellt.

Schweden führt als erstes europäisches Land Emissionsgrenzwerte nach strengem US-Vorbild ein. Diese können nur mit Hilfe von Abgasreinigungssystemen erfüllt werden.

In der Bundesrepublik müssen in allen Pkw Warndreiecke mit amtlichem Prüfzeichen mitgeführt werden.

Der US-Amerikaner Gary Gabelich übertrifft mit einem raketengetriebenen Fahrzeug erstmals die 1.000-km/h-Marke.

Jochen Rindt wird posthum Formel-1-Weltmeister.

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland erreicht einen traurigen Allzeit-Negativrekord: 19.193 Verkehrstote und 531.795 Verletzte werden registriert bei 20,8 Millionen zugelassenen Kraftfahrzeugen.

1980 (40 Jahre):

Suzuki und Subaru beginnen mit dem Vertrieb in Deutschland.

Japan verdrängt im ersten Halbjahr 1980 erstmals die USA vom Platz des Produktionsweltmeisters.

Fusion von Peugeot und Talbot, Peugeot übernimmt Fabriken und Vertriebsnetz von Talbot.

Mofa-Fahren erfordert eine Prüfbescheinigung. Verkehrsberuhigte Bereiche werden eingeführt, in denen Fußgänger die Fahrbahn benutzen dürfen.

1990 (30 Jahre):

Leipzig feiert mit der „Auto Vision 1990“ im Frühjahr die erste und einzige große Automobilmesse der DDR. Ausgerechnet Wartburg und Trabant fehlen als einzige bedeutende Marken.

Im Mai läuft in Zwickau/DDR der dreimillionste Trabant vom Band. Ab diesem Monat wird der Trabant mit VW-Polo-Motor ausgeliefert.

Deutsche Wiedervereinigung als Ende und Neuanfang der Automobilhersteller in der ehemaligen DDR und in ganz Osteuropa (Dacia-Renault, Skoda-VW, FSO-Fiat, Moskwitsch-PSA, Lada-Fiat, Zastava-Renault etc.).

Großbritannien erlebt ein Revival als Produktionsland für Massenmodelle.

Im Dezember übernimmt der Volkswagen-Konzern Skoda, in der ersten Stufe mit einem Anteil von 31 Prozent.

Opel erwirbt in Eisenach das Gelände für ein neues Werk.

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