Mikromobilität Sharing-Billiganbieter Bolt erhält 600 Millionen Euro

Redakteur: Svenja Gelowicz

Bolt, ein Anbieter von geteilten Autos, Scootern und Fahrrädern, hat sich mit 600 Millionen Euro eine ordentliche Finanzspritze gesichert. Was das Mobilitäts-Start-up aus Estland damit vorhat.

Der Mobilitätsanbieter Bolt hat bereits in Deutschland Fuß gefasst.
Der Mobilitätsanbieter Bolt hat bereits in Deutschland Fuß gefasst.
(Bild: Bolt)

Das estnische Mobilitäts-Start-up Bolt hat am Montag verkündet, in einer Finanzierungsrunde 600 Millionen eingesammelt zu haben. Der Unternehmenswet steigt damit auf vier Milliarden Euro.

Das Unternehmen, das früher Taxify hieß, will damit sein Geschäft mit geteilten E-Scootern, Autos und Fahrrädern ausbauen. Doch vor allem will das in Tallinn gegründete Unternehmen die Finanzspritze nutzen, um in das Geschäft mit Lebensmittel-Lieferungen einzusteigen. Bolt-Chef Markus Villig schrieb dazu in einem Blog-Beitrag: „Bolt Market wird in den nächsten Monaten in 10 europäischen Ländern eingeführt, darunter in den baltischen Staaten und Mitteleuropa, Schweden, Portugal, Kroatien und Rumänien.“

Bolt: In den Städten wird es zunehmend eng

Bolt drängt seit geraumer Zeit mit Kampfpreisen in den Markt. Mitte Mai hatte das Unternehmen in neun deutschen Städten seinen Betrieb aufgenommen: Für nur fünf Cent pro Minuten können Personen die Scooter leihen. Eine Freischaltgebühr gibt es nicht. Damit ist Bolt deutlich günstiger als Wettbewerber wie Voi, Bird oder Tier.

(ID:47550109)