Automobil-Messtechnik Rx-Tests für Automotive-Ethernet sichern Zonenarchitekturen ab

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Der Übergang zum Software Defined Vehicle (SDV) erfordert skalierbare und ausfallsichere Bordnetzwerke. Für die Validierung neuer Topologien stellt Keysight nun automatisierte Empfänger-Tests für 10BASE-T1S sowie optisches Ethernet (nGBASE-AU) vor.

Ein von Keysight entwickelter Empfänger-Test für 10BASE-T1S fördert den Test von funktionskritischen Empfängern, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit künftiger Bordnetzwerke zu gewährleisten.(Bild:  Keysight)
Ein von Keysight entwickelter Empfänger-Test für 10BASE-T1S fördert den Test von funktionskritischen Empfängern, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit künftiger Bordnetzwerke zu gewährleisten.
(Bild: Keysight)

Mit der zunehmenden Verbreitung von Software Defined Vehicles (SDV) und hochautomatisierten Fahrfunktionen wächst der Datenhunger im Fahrzeug exponentiell. Automotive Ethernet entwickelt sich entsprechend rasant weiter, um höhere Bandbreiten und neue Zonenarchitekturen abzubilden. Dabei rückt das Testen von Empfängern (Rx-Testing) zunehmend in den Mittelpunkt, um die funktionale Sicherheit und Signalintegrität künftiger Bordnetzwerke (von 10BASE-T1S bis 10GBASE-T1) zu gewährleisten.

Um Hardware-Entwickler und Zulieferer bei diesen Konformitätsprüfungen zu unterstützen, hat Keysight Technologies sein Portfolio um zwei spezifische Testlösungen für kupferbasiertes und optisches Automotive Ethernet erweitert.

Multi-Drop-Tests für 10BASE-T1S

Die erste Testlösung zielt auf neue Multi-Drop-Ethernet-Architekturen (10BASE-T1S), die primär bei Zonen- und Edge-Controllern zum Einsatz kommen. Die in Zusammenarbeit mit der BitifEye Digital Test Solutions entwickelte Hard- und Software führt automatisierte Empfänger-Konformitätstests gemäß der Spezifikation Open Alliance TC14 PMA Test Suite 5.2.1 durch.

Im Fokus steht dabei die Überprüfung der Bitfehlerrate (BER) am Empfänger unter erschwerten Bedingungen. Ein neuer 10BASE-T1S-Medienkonverter, ein Ringing-Board und MDI-Adapter ermöglichen es Entwicklern, das Verhalten der PHY-Schicht bei gestörten Kanälen und eingekoppeltem Rauschen realitätsnah zu validieren. Integrierte Funktionen für Multi-Drop-Tests erleichtern zudem die Absicherung komplexer Zonenarchitekturen.

Optische Validierung für nGBASE-AU

Für Applikationen, die extrem hohe Bandbreiten, absolute EMV-Resilienz und Kommunikation über längere Strecken erfordern, verlagert sich der Fokus zunehmend auf die optische Datenübertragung. Hierfür bringt Keysight ein dediziertes Testbed für die optische Bitübertragungsschicht nGBASE-AU auf den Markt.

Das System ist vollständig konform zum Standard IEEE 802.3cz (Amendment 7, 2023) sowie den Testhaus-Spezifikationen der Open Alliance TC7. Zur detaillierten Bewertung der Signalqualität beinhaltet die Lösung eine umfassende TDFOM-Messsuite (Transmitter and Dispersion Penalty for Optical Modules), einschließlich Messungen für OMA, ER, AOP und OAR. Hardwareseitig greift das Testbed auf die Keysight-Oszilloskope der DCA-M-Serie (N1092A/N1092C) in Kombination mit der Taktrückgewinnung N1077B zurück. Die Steuerung erfolgt über die FlexDCA-Schnittstelle, die sowohl standardkonforme Abläufe als auch freie, entwicklerorientierte Testkonfigurationen zulässt.

Ausfallsicherheit als Fundament

Dass die Tests auf der Bitübertragungsschicht in Zukunft noch kritischer werden, betont auch Thomas Götzl, Vice President und General Manager von Keysight Automotive & Energy Solutions: „Da Fahrzeugarchitekturen zunehmend softwaregesteuert und datenintensiv werden, ist der Bedarf an einer ausfallsicheren Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Kommunikation wichtiger denn je. Die Einführung des 10BASE-T1S-Empfänger-Testportfolios und der optischen nGBASE-AU-Lösung stattet die Automobilindustrie mit den notwendigen Tools aus, um Innovationen voranzutreiben und eine robuste, standardkonforme Leistung zu gewährleisten.“ (heh)

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