Bahntechnik DB und Siemens Mobility lassen ICE-Testzug 405 km/h schnell fahren

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Deutsche Bahn und Siemens Mobility haben mit einem ICE-Testzug auf der Strecke von Erfurt nach Leipzig/Halle eine Geschwindigkeit von 405,0 km/h erreicht. Fahrten mit Geschwindigkeiten über 300 km/h sind selten auf dem deutschen Schienennetz und werden nur zu Testzwecken durchgeführt.

ICE-S bei Testfahrten auf der Schnellfahrstrecke Erfurt-Leipzig/Halle bei Buttstädt am 28.06.2025(Bild:  Deutsche Bahn AG / Frank Barteld)
ICE-S bei Testfahrten auf der Schnellfahrstrecke Erfurt-Leipzig/Halle bei Buttstädt am 28.06.2025
(Bild: Deutsche Bahn AG / Frank Barteld)

Der ICE-S der DB Systemtechnik kommt hauptsächlich für Test- und Messfahrten zum Einsatz. Er dient dazu, neue Strecken zu testen, die Infrastruktur zu untersuchen und verschiedene Hochgeschwindigkeitsprüfungen durchzuführen. Um die Fahrtbedingungen auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken präzise zu analysieren und zu optimieren, ist er mit diverser Messtechnik ausgestattet. Damit spielt dieser Zug eine wichtige Rolle, wenn es darum geht das deutsche Hochgeschwindigkeitsnetz weiterzuentwickeln.

30 Prozent weniger Energie

Der neue Velaro Novo von Siemens Mobility ist eine Weiterentwicklung von drei Velaro-Generationen. Der neue Hochgeschwindigkeitszug verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Energie und sorgt für weniger Investitions- und Instandhaltungskosten. Gleichzeitig wurde die Sitzplatzkapazität um zehn Prozent erhöht. Der Zug ist durch verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten zukunftssicher und lässt sich auch nach etlichen Betriebsjahren an neue Vorstellungen und Anforderungen der Betreiber flexibel anpassen. Der Velaro Novo Testwagen mit dem Namen #seeitnovo wird seit mehreren Jahren im ICE-S auf dem deutschen Fernverkehrsnetz erprobt.

ICE-Testzug fährt bis zu 405,0 km/h
Bildergalerie mit 6 Bildern

Die schnellen ICE-Züge in Deutschland fahren im Regelbetrieb mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. In Deutschland werden diese Geschwindigkeiten auf speziell dafür vorgesehenen Hochgeschwindigkeitsstrecken erreicht, wie zwischen Berlin und München sowie Köln und Frankfurt. Diese Strecken sind entsprechend ausgebaut, um den sicheren Betrieb bei hohen Geschwindigkeiten zu gewährleisten.

Die Strecke Erfurt–Leipzig/Halle, Teil der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit Nr. 8 (VDE 8), wurde im Jahr 2015 in Betrieb genommen und ist für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Vor den Testfahrten wurde die Strecke geprüft. Sie befindet sich nach wie vor in einem sehr guten Zustand. Aktuell ist die Strecke bis 12. Juli für Instandhaltungsmaßnahmen und Optimierungen. gesperrt. Unter anderem werden besonders instandhaltungsarme Brückenlager eingebaut, sodass die Infrastruktur der Schnellfahrstrecke weiterhin leistungsfähig und zuverlässig ist.  (se)

(ID:50469686)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung