Branche im Wandel Das Mobilitätsgeschehen im Überblick: Das war der November 2024

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Automobilindustrie befindet sich im größten Transformationsprozess ihrer Geschichte und insbesondere in Deutschland ist das mit einigen Kämpfen verbunden. Der Weg aus der Krise wird steinig. Partnerschaften können helfen, nicht nur Innovationen schneller auf den Markt zu bringen, sondern auch das unternehmerische Risiko zu minimieren.

Schnell auf das Marktgeschehen reagieren und trotzdem hochwertige Innovationen entwickeln - diesen Spagat muss die Automobilindustrie schnell schaffen. (Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Schnell auf das Marktgeschehen reagieren und trotzdem hochwertige Innovationen entwickeln - diesen Spagat muss die Automobilindustrie schnell schaffen.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Die Automobilbranche steht am Beginn einer neuen Epoche – von der Elektromobilität über die Vernetzung bis hin zum autonomen Fahren. Doch die „neuen“ Themen setzen nicht nur ein Umdenken, sondern ein schnelles Handeln voraus. Denn wer nicht handelt, wird letztendlich auf der Strecke bleiben.Automobilzulieferer Mahle beispielsweise reagiert auf diese Herausforderungen mit einer Neuausrichtung seiner Konzernstruktur. Zum 1. Januar 2025 wird das Unternehmen die Zahl seiner Geschäftsbereiche von fünf auf drei reduzieren. Dafür werden vier Geschäftsbereiche in zwei neue Einheiten zusammengeführt. Im Rahmen dessen bündelt das Unternehmen Bereiche mit verwandter Produktionstechnik. „Die Neuordnung unserer Geschäftsbereiche wird nicht nur die interne Zusammenarbeit entscheidend beschleunigen. Sie wird auch eng mit Verbrennungsmotor und Peripheriekomponenten verbundenen Produktionsstandorten neue Perspektiven geben, indem diese ihr industrielles Know-how in unsere Zukunftsthemen einbringen“, betonte CEO Arnd Franz. Gleichzeitig bestehe nun die Möglichkeit, ein leistungsfähiges Produktionsnetzwerk zu bilden und damit weiter Kosten zu senken. Auch verkleinert Mahle seine Konzern-Geschäftsführung von bisher sieben Mitglieder auf zukünftig vier.

Mobilitätsgeschehen im November 2024
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Hand in Hand

Valeo und Rohm Semiconductor bündeln ihre Kräfte im Bereich der Leistungselektronik und entwickeln gemeinsam neue Leistungsmodule für Elektromotor-Wechselrichter. In einem ersten Schritt wird der japanische Halbleiterhersteller sein 2-in-1-Siliziumkarbid-Modul TRCDRIVE pack für zukünftige Antriebsstranglösungen an Valeo liefern. Beide Unternehmen arbeiten seit 2022 zusammen. Der Schwerpunkt der Kooperation lag zunächst auf dem technischen Erfahrungsaustausch zur Verbesserung der Leistung und Effizienz des Motorwechselrichters – einer Schlüsselkomponente in den Antriebssystemen von Elektrofahrzeugen (xEVs) und Plug-in-Hybriden (PHEVs). Durch Optimierung der Leistungselektronik wollen beide Unternehmen ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis erreichen. Das soll durch eine höhere Energieeffizienz und eine geringere Wärmeentwicklung – aufgrund einer optimierten Kühlung und mechatronischen Integration – erfolgen. Zudem lässt sich dank der Siliziumkarbid-Powermodul-Gehäusetechnologie so eine höhere Zuverlässigkeit realisiert.

Die John-Deere-Tochter Kreisel Electric und BASF sind eine Kooperation eingegangen, um das Batterierecycling voranzutreiben. Dabei setzen die Partner auf hydrometallurgische Verfahren. Die Hydrometallurgie verbessert nicht nur die Rückgewinnung wertvoller Materialien wie Lithium, Kobalt und Nickel, sondern senkt auch den Energieverbrauch im Recyclingprozess. Damit ist sie sie eine umweltfreundlichere Methode im Vergleich zu Varianten, wie der Verbrennung, und trägt dazu bei, die EU-Vorgaben für 2030 zu erreichen. Wichtigster Vorteil der Partnerschaft: ein geschlossener Recyclingkreislauf, bei dem die gesamte Recyclingkette – vom Entladen bis zur Materialrückgewinnung – innerhalb Europas stattfindet.

China

In China gefertigt für die Nutzer vor Ort will Audi mit einer neuen Marke und der Studie AUDI E concept die Erwartungen der einheimischen Verbraucher nicht nur erfüllen, sondern überreffen. „Mit der Premiere der Marke für elektrische und intelligente Modelle in China geht Audi neue Wege, um zusätzliche, technikaffine Kundengruppen zu erschließen“, erklärte Gernot Döllner, Vorsitzender des Audi-Vorstands. Das Konzeptfahrzeug soll einen Ausblick auf drei zukünftige Serienmodelle geben – das erste soll 2025 in den Markt eingeführt werden.  (se)

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