Elektromobilität Das Mobilitätsgeschehen im Überblick: Das war der März 2025

Von Stefanie Eckardt 3 min Lesedauer

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Auch wenn sich der Markt für Elektrofahrzeuge äußerst langsam erholt, der März stand im Zeichen von elektrischem, nachhaltigem Fahren. So stellte Volkswagen in Düsseldorf den ID.Every1 vor. Die chinesische Konkurrenz schlief auch nicht – ChangAn will in Europa Fuß fassen und feierte mit Partnern und Medienvertretern die Europapremiere des Deepal S07.

Der März 2025 hielt gute Nachrichten in puncto Elektromobilität bereit.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Der März 2025 hielt gute Nachrichten in puncto Elektromobilität bereit.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

„Mein Ziel ist es, Volkswagen zu seinen Wurzeln zurückzubringen, zu einem Hersteller, der – wie es der Name schon sagt – Fahrzeuge für Menschen herstellt“, betonte Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen in Düsseldorf. Denn der Hersteller hatte sich und seine Zielgruppe in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren. Mit einem für jeden bezahlbaren Mobilitätsangebot möchte der Konzern das nun ändern und präsentierte am 05. März 2025 den rein elektrischen ID.Every1. Die Serienversion des Showcars will Volkswagen 2027 vorstellen – zu einem Grundpreis von 20.000 Euro.

Damit will man ein preisgünstiges Einstiegsmodell auf den Markt bringen, das über den Preis hinaus technologische Highlights bietet, wie Kai Grünitz, Volkswagen Markenvorstand für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung erklärte: „Software-definierte Fahrzeuge stehen derzeit bei jedem Automobilhersteller ganz oben auf der Liste seines Entwicklungsgeschehens. Wir sprechen jedoch nicht nur vom Software-defined Vehicle, sondern vom Customer-defined Vehicle. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Wir wollen unsere Kunden mit ihren Wünschen, Interessen und Vorlieben, in den Fokus der Fahrzeugentwicklung rücken.“ Aus diesem Grund soll die Serienversion des Konzeptfahrzeugs eine neue, leistungsstarke Software-Architektur bekommen. So kann der Stromer über den gesamten Lebenszyklus neue Funktionen erhalten. Auch nach dem Neuwagenkauf lässt sich das Fahrzeug dann individuell an Nutzerbedürfnisse anpassen.

Mobilitätsgeschehen im März 2025
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„In Europa, für Europa“ – diesen Ansatz betonte Zhu Huarong, ChangAns Vorsitzender in seiner Keynote bei seinem offiziellen Eintritt in den europäischen Markt. Doch in Europa ist das Unternehmen nicht ganz unbekannt, denn 2003 hat es sein erstes europäischen Designzentrum in Turin gegründet. Weitere Niederlassungen folgten, wie das 2010 in Nottingham gegründete Forschungs- und Entwicklungszentrum. Im vergangenen Jahr haben die Chinesen ihre Tochtergesellschaft offiziell registriert, die als europäischer Vertriebshauptsitz dient.

Wichtig für den Autobauer sind Partnerschaften. Zu den offiziellen Gratulanten zählten dann auch Unternehmen wie Bosch, Continental, Webasto, Schaeffler, Infineon oder NXP, um nur einige Namen zu nennen. „ChangAn ist ein offenes und auf Partnerschaften ausgerichtetes Unternehmen mit einer klaren Mission: nachhaltige Mobilität voranzutreiben und das menschliche Leben zu bereichern“, unterstrich Zhu Huarong.

In Mainz feierte dann auch der Changan Deepal S07 seine Europapremiere. Das Fahrzeug ist ein vollelektrisches SUV, das – wie man stolz betonte – eine Fünf-Sterne-Euro-NCAP-Sicherheitsbewertung bekommen hat. Darüber hinaus will man in Europa mit weiteren Fahrzeugmodellen starten, wie Zhu Huarong verkündete: „In den nächsten drei Jahren werden wir acht Modelle auf den Markt bringen, die jeweils auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind.“

Autonomes Fahren nach Level 4

Doch auch im Bereich automatisiertes Fahren hat sich im März einiges getan. So hat ZF Mobility Solutions vom Kraftfahrt-Bundesamt eine bundesweite Genehmigung erhalten, hochautomatisierte Level-4-Fahrsysteme auf öffentlichen Straßen zu testen. Erprobungen dieser Art waren bisher auf vordefinierte Abschnitte von Strecken oder Stadtgebiete beschränkt. Durch diese Genehmigung sollen nun autonome Mobilitätslösungen unter realen Bedingungen weiterentwickelt werden.

In Düsseldorf wurde bereits ein erster Einsatz durchgeführt. Hier wurde ein autonomes Transportsystem (ATS) für den öffentlichen Nahverkehr im Rahmen eines Projekts mit Rheinbahn getestet. Zum Testen der Technologie wurde allerdings noch ein Fahrzeug mit Sicherheitsfahrer verwendet.

Die Genehmigung auf Bundesebene ist ein wesentlicher Fortschritt für die Weiterentwicklung autonomer Mobilitätssysteme. Der Wegfall einzelner Standortgenehmigungen macht Tests effizienter und kostengünstiger.

Die Erprobung wird besonders im städtischen und regionalen Nahverkehr fokussiert. Da das System speziell für innerstädtische und regionale Mobilitätslösungen entwickelt wurde, sind Schnellstraßen und Autobahnen von der Genehmigung ausgenommen. Die Genehmigung gilt zunächst bis Ende 2026 und kann bis zum Jahr 2028 verlängert werden. (se)

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