Autonomes Fahren – Die Motivation des Einzelnen

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

Der Entwickler: Alejandro Vukotich

Als Vielbeschäftigter und gleichzeitig Vielfahrer ohne Chauffeur wünsche ich mir nichts weniger als den „digitalen James“. Ich möchte Freiheit hinterm Lenkrad. Wenn es denn in Zukunft überhaupt noch ein Lenkrad gibt. Ich möchte selbstbestimmt entscheiden können, was ich im Auto mache. Arbeiten, entspannen, spielen, chatten. Ich möchte auf der Autobahn von München nach Ingolstadt während der Fahrt meine Post erledigen und abends dann mit Familie und Freunden skypen können.

Und wenn ich am Wochenende in die Stadt fahre, möchte ich nicht ewig auf die Suche nach einem Parkplatz gehen, vom nervigen Einparken mal ganz abgesehen. Warum kann das mein Auto nicht ohne mich machen? Ich will von meinem Wagen nur noch abgeholt werden.

Alejandro Vukotich ist Ingenieur der Elektrotechnik. 1999 zu Audi gekommen, war er unter anderem im Bereich Assistenzsysteme tätig. Seit 2017 ist er Leiter Entwicklung automatisiertes Fahren.
Alejandro Vukotich ist Ingenieur der Elektrotechnik. 1999 zu Audi gekommen, war er unter anderem im Bereich Assistenzsysteme tätig. Seit 2017 ist er Leiter Entwicklung automatisiertes Fahren.
(Bild: VW)

Das autonome Fahren bietet so viele Vorzüge. Diese Visionen so schnell wie möglich für unsere Kunden umzusetzen – das motiviert mich jeden Tag. Da steckt mein Herzblut drin. Der Wille zur Veränderung treibt mich an. Und autonomes Fahren bedeutet tiefgreifende Veränderung. Autonomes Fahren wird ein „Gamechanger“. Angst macht mir das nicht, eher Vorfreude. Neue Technologien und die Digitalisierung sind eine Chance, keine Bedrohung.

Wir können von Glück reden, in solch interessanten Zeiten zu leben. Heute verdienen wir als Konzern am Verkauf von Autos. Ich bin überzeugt, morgen verkaufen wir viel mehr Mobilität und nicht nur Autos. Diese fundamentale Veränderung unseres Geschäftsmodells strahlt bis in unser Selbstverständnis.

Es ist schön zu sehen, wie alle im Team einen gemeinsamen Traum haben und hart daran arbeiten, diesen Traum Stück für Stück in die Realität umzusetzen. Das gilt auch für altbekannte Lieferanten, Partner aus dem Silicon Valley oder junge Start-ups aus der Hightech-Branche, mit denen wir kooperieren.

Es geht darum, wie man die Menschen zusammenbringt und zu einem Team macht. Und darum, wie man gemeinsam Erfolg hat. Dann wird plötzlich möglich, was noch vor wenigen Jahren undenkbar schien: entscheidende Fortschritte in Sensorik, Datenverarbeitung, Rechnerleistung und – Stichwort Deep Learning – nicht zuletzt im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Wenn es um das autonome Fahren geht, sind wir nicht einfach nur dabei. Wir sind mittendrin – und oft sogar vorn.

(ID:45108474)