Autonomes Fahren – Die Motivation des Einzelnen

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Der Digitale: Johann Jungwirth

Wir erleben gerade so etwas wie die Neuerfindung des Automobils. Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung revolutionieren die Art und Weise, wie wir von A nach B kommen – und das auf vielen Ebenen: Was die Elektrifizierung betrifft, so verbessern wir damit deutlich die Luftqualität in den Städten. Es gibt weniger Straßenlärm und einen geringeren co2-Ausstoß – vor allem, wenn die Batterien Strom aus erneuerbaren Energien nutzen.

Ich bin ein großer Fan der Elektromobilität. Für mich gibt es keinen Weg zurück. Es ist bequemer und macht mir persönlich viel mehr Spaß – vor allem das volle Drehmoment, das aus dem Stand zur Verfügung steht.

Johann Jungwirth studierte Elektrotechnik an der Berufsakademie Baden-Württemberg, danach arbeitete er bei Mercedes-Benz und Daimler. Ab 2008 war er dauerhaft in den USA tätig, zuletzt bei Apple. Seit 2015 ist er CDO bei der Volkswagen AG.
Johann Jungwirth studierte Elektrotechnik an der Berufsakademie Baden-Württemberg, danach arbeitete er bei Mercedes-Benz und Daimler. Ab 2008 war er dauerhaft in den USA tätig, zuletzt bei Apple. Seit 2015 ist er CDO bei der Volkswagen AG.
(Bild: VW)

Dieses Zusammentreffen so großer Veränderungen ist einmalig. Und ich finde es großartig, daran teilhaben zu dürfen, die Veränderungen mit beeinflussen und gestalten zu können. Ich kann es kaum erwarten, dass wir in den nächsten vier Jahren die ersten selbstfahrenden Fahrzeuge auf den Markt bringen und damit anfangen, diese Konzepte umzusetzen. Auch und gerade deshalb, weil wir mit automatisierten und digitalisierten Automobilen vielen Menschen überhaupt erst individuelle Mobilität ermöglichen.

Ich denke da an Menschen, die sich aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen oder einer möglichen Behinderung nur sehr eingeschränkt nach ihren persönlichen Wünschen fortbewegen können. Mit der Entwicklung des autonomen Fahrens können wir als Automobilhersteller an vielen Stellen helfen.

Was mich antreibt, sind die unendlichen Möglichkeiten im Zusammenhang mit autonomen Fahrzeugen. Heute sind unsere Innenstädte geprägt durch Enge, Parkplatznot, Staus, Lärm, Stress und Risiken im Verkehr. Über Stunden parken Autos dicht gedrängt links und rechts der Fahrbahn. Mit selbstfahrenden Automobilen, die nur bei Bedarf gebucht werden, ist Schluss damit, denn diese Fahrzeuge werden viel effizienter genutzt.

Sie fahren nahezu durchgehend und müssen nur ab und zu geladen oder gereinigt werden. Die heutigen Parkplatzflächen verwandeln sich in Parks, Spielplätze, Einkaufszentren, Büro- oder Wohnräume. Und die neue Mobilität kann noch viel mehr: Sie kann Leben retten.

91 Prozent der heute tödlich verlaufenden Unfälle gehen auf menschliches Versagen zurück. Selbstfahrende Automobile haben keine Schrecksekunde, sie lassen sich nicht ablenken, sie trinken keinen Alkohol und sie werden nicht müde.

Wir machen Mobilität demokratisch und sozial. Das treibt mich an. Mehr Sicherheit, mehr Zeit, mehr Platz, höhere Lebensqualität und größere Effizienz. Wir können unseren Kindern ein besseres, sichereres, entspannteres, stressfreieres und schöneres Leben ermöglichen.

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