Mit dem vollelektrischen Einstiegs-SUV EX30 kommt zum Jahreswechsel Volvos künftiges Brot-und-Butter-Auto auf den Markt. Schmücken kann sich das Modell mit mehreren Superlativen: Es ist der kleinste, günstigste und schnellste Volvo. Das ist uns bei einer Testfahrt besonders aufgefallen.
Der EX30 ist das neue Einstiegsmodell von Volvo.
(Bild: Mauritz – VCG)
Mit dem Produktionsstopp des V40 hatte sich Volvo vor vier Jahren von der Kompaktklasse verabschiedet. Nun hat der schwedische Premiumhersteller einen gänzlich neuen Anlauf genommen. Erklärtes Ziel war es, ein kompaktes, preislich attraktives Elektro-SUV mit Premium-Feeling und Bestseller-Potenzial zu entwickeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Optisch ist der gerade einmal gut 4,2 Meter lange EX30 ein stylischer Hingucker. Obgleich er vor allem wegen seiner geschlossenen Front und der markanten LED-Leuchten ein ganz eigenständiges Design hat, ist er auf den ersten Blick als echter Volvo zu erkennen. Und mit einem Einstiegspreis von 36.590 Euro hat das neue Modell, das im Januar 2024 in den Handel rollen wird, gute Chancen, verloren gegangene und neue Kunden zu gewinnen.
Volvo rechnet damit, dass sich künftig immerhin jeder vierte Neuwagenkunde für den EX30 entscheiden wird – rund 80 Prozent der Käufer könnten dabei nach Einschätzung des Kölner Importeurs von anderen Marken kommen. Im Visier hat der schwedische Premiumhersteller neben jungen Kunden auch die so genannten „Empty Nesters“ – Paare, deren Kinder ausgezogen sind, und die folglich mit einem kleineren Auto auskommen.
Punkten kann der EX30 neben einem wettbewerbsfähigen Preis und dem gelungenen Design auch mit dem Antriebskonzept. Das kompakte Elektro-SUV ist in drei Antriebsvarianten erhältlich: Bereits die Single-Motor-Einstiegsversion leistet 200 kW/272 PS. Die darin verbaute 51-kWh-Hochvoltbatterie schafft im WLTP-Zyklus gemessen bis zu 344 Kilometer.
Wer Wert auf mehr Reichweite legt, für den ist die hinterradangetriebene Single-Motor-Extended-Range-Version mit einem 69-kWh-Akku und Wärmepumpe die richtige Wahl. Sie kostet zwar mit 41.790 Euro gut 5.000 Euro mehr als die Single-Motor-Variante. Dafür schafft das Kompakt-SUV in dieser Ausführung aber auch knapp 480 Kilometer. Gerade für E-Auto-Erstkäufer dürfte das ein wichtiges Verkaufsargument sein.
Die Topversion bildet der mindestens 48.490 Euro teure Allrad-angetriebene EX30 Twin Motor Performance AWD. Volvo hat darin zwei Elektromotoren kombiniert, die zusammen stolze 315 kW/428 PS leisten. Sie sorgen für eine ultraschnelle Beschleunigung von 3,6 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Reichweite liegt auch dank der serienmäßig verbauten Wärmepumpe bei 450 Kilometern.
Hohe Reichweite, geringer Stromverbrauch
Auf den Testfahrten machte der EX30 sowohl in der heckangetriebenen Extended-Range- als auch in der Twin-Motor-Version durchgängig eine gute Figur: Das Kompakt-SUV entpuppte sich auf den kurvigen Straßen als spritzig und agil, unebene Straßen federte der EX30 souverän ab. Sehen lassen konnte sich vor allem der Verbrauch: Er lag bei der getesteten Extended-Range-Version nach gut 100 Kilometern, die allerdings vorwiegend auf Landstraßen gefahren wurden, bei gerade einmal 15,5 kWh. Auch bei der Twin-Motor-Version lag der Verbrauch noch deutlich unter 20 kWh.
Das Fazit nach der Testfahrt: Wer keinen Wert darauf legt, aus dem Stand heraus alle anderen Fahrzeuge hinter sich zu lassen, der ist mit den 272 PS der Single-Motor-Extended-Range bestens bedient. Auch sie ist braucht schließlich nur 5,3 Sekunden, um von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Schluss ist bei allen drei erhältlichen Varianten Volvo-typisch bei 180 km/h. Was bei Verbrennern noch für Nasenrümpfen gesorgt hatte, entpuppt sich bei den Elektroautos nun als Vorteil. Schließlich regelt manch ein Hersteller seine Modelle bei einer deutlich niedrigeren Geschwindigkeit ab.
An Schnellladesäulen lässt sich die Batterie des EX30 Volvo zufolge in 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent auffüllen – je nach Version liegt die maximale Ladeleistung dabei zwischen 134 und 154 kW.
Der Innenraum unterscheidet sich wohl am deutlichsten von den anderen Volvo-Modellen. Leder hatte der Hersteller ja bereits beim XC40 und C40 aus dem Innenraum verbannt. Stattdessen setzt er auf nachhaltige, vielfach recyclte Materialien wie PET-Flaschen. Im EX30 ist dieser Nachhaltigkeitsgedanke besonders ausgeprägt: So kommen dort als Dekorelemente im Cockpit und an den Türen beispielsweise wiederverwertete Fensterrahmen zum Einsatz. Das Ergebnis ist Geschmackssache. Auch haptisch müssen die Käufer des EX30 Abstriche machen. Mit Blick auf das Preissegment des Modells und den Fokus auf die Gewichtsminimierung ist das aber letztlich nicht verwunderlich. Daneben gibt es noch drei weitere Innenraum-Varianten. Dem gewohnt skandinavischen Volvo-Flair kommt das Flachsdekor am nächsten.
Stand: 08.12.2025
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Pfiffiges Raumkonzept
Das Raumgefühl ist mit Blick auf die Fahrzeuggröße erstaunlich luftig. Im voll ausgestatteten Testwagen trug dazu sicher auch das Panoramadach bei, das sich übrigens nicht per Rollo abdunkeln lässt. Aber auch ansonsten hat der Hersteller platztechnisch alles herausgeholt, was geht: Beispielsweise wurde die Soundbar, die sich über die gesamte Cockpitlänge streckt, platzsparend direkt unter der Windschutzscheibe verbaut. Die Schalter für die elektrischen Fensterheber finden sich nicht wie gewohnt in den Türen, sondern in der Mittelarmlehne. Platzsparend angeordnet hat Volvo auch die für ein so kompaktes Fahrzeug erstaunlich großzügig dimensionierten Ablageflächen und Fächer.
Durchaus eng ist das Raumgefühl hingegen im Fond des EX30. Dazu tragen die schmalen Fenster genauso bei wie die überschaubare Beinfreiheit. Zugleich würde man sich etwas längere Sitzflächen wünschen – erst recht auf dem Mittelplatz. Überschaubar ist auch der Kofferraum mit doppeltem Boden: Er schluckt mit 318 Litern etwas weniger als sein technischer Bruder Zeekr X (362 Liter).
Als gewöhnungsbedürftig bezeichnen kann man das neue Bedienkonzept im EX30. Dass Volvo im Innenraum auf Minimalismus setzt, ist nicht neu. Erstmals verzichtet der Hersteller im EX30 aber im Cockpit nicht nur komplett auf Knöpfe und Tasten, sondern auch auf das Fahrerdisplay. Sämtliche Funktionen werden über das zentrale 12,3 Zoll große Touchscreen-Display in der Mittelkonsole gesteuert. Man schaltet darüber unter anderem sogar die Beleuchtung ein oder öffnet das zentral platzierte Handschuhfach. Auch die aktuelle Geschwindigkeit wird nur dort angezeigt. Ein Head-up-Display gibt es im kompakten SUV nicht.
Gewöhnungsbedürftiges Bedienkonzept
Die enorme Fülle an Informationen und Bedienelementen, die im zentralen Display gebündelt sind, führen dazu, dass man manchmal ganz schön lange suchen muss, ehe man fündig wird. Volvo hat die verschiedenen Themenfelder wie Geschwindigkeit und Reichweite, Navigation, Infotainment oder Klima nach Wichtigkeit und Häufigkeit logisch angeordnet. Muss man allerdings Funktionen in einem Untermenü suchen, wird es unübersichtlich.
Keine Abstriche hat Volvo bei seinem Einstiegsmodell bei der Sicherheit gemacht: Serienmäßig mit an Bord sind unter anderem eine Fußgänger-, Fahrradfahrer- und Motorroller-Erkennung inklusive Lenkeingriff, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Kurven- und Überholassistent, ein aktiver Spurhalteassistent sowie eine Ausstiegswarnung.
Erhältlich ist der EX30 in drei Ausstattungslinien namens Core, Plus und Ultra. In der Einstiegsversion sind unter anderem eine Klimaautomatik und eine elektrische Standheizung serienmäßig mit an Bord. Bei der mittleren Ausstattung kommen unter anderem ein hochwertiges Soundsystem dazu, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein induktives Ladesystem für Smartphones, eine Einparkhilfe mit Bremseingriff sowie ein Spurführungs- und ein Spurwechselassistent. Die Top-Version bietet zusätzlich elektrisch einstellbare Vordersitze, ein Panorama-Glasdach, eine Parkkamera mit 360-Grad-Rundumsicht sowie ein automatisches Parksystem und einen 22-kW-Onboard-Charger.