Tools UDE 2026: Mehr Bedienkomfort dank neuer Funktionen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Mit einer ganzen Reihe neuer Funktionen, die Entwicklern das Debugging und die Trace-basierte Analyse komplexer Microcontroller-Anwendungen erleichtern, wartet die neue Major-Release UDE 2026 des Tools auf. Parallel dazu wurde das Portfolio unterstützter High-End-Microcontroller und Embedded-Prozessoren erweitert.

PLS Programmierbare Logik & Systeme zeigt erstmals auf der Embedded World 2026 die neue Release seines Debug- und Trace-Tool UDE. (Bild:  PLS Programmierbare Logik & Systeme)
PLS Programmierbare Logik & Systeme zeigt erstmals auf der Embedded World 2026 die neue Release seines Debug- und Trace-Tool UDE.
(Bild: PLS Programmierbare Logik & Systeme)

Um ein leicht zu bedienendes und gleichzeitig effizientes Tool für das Debuggen, Tracen und Testen von Embedded-Software auf Mikrocontrollern und Embedded-Prozessoren bereit stellen zu können, hat PLS bei seiner Release UDE 2026 unter anderem für die Laufzeitanalyse von RTOS- und AUTOSAR-basierten Applikationen die Funktion zur CPU-Auslastung erweitert. Ab sofort können die Daten für die Berechnung nicht nur durch das Trace-System des jeweiligen Microcontrollers ermittelt werden, sondern alternativ auch durch Abtastung über das Debug-Interface. Diese Methode ist zwar statistisch etwas ungenauer, bietet aber den Vorteil, dass die CPU-Auslastung auch für MCUs ohne Trace-Unterstützung ermittelt werden kann.

Eine noch detailliertere Visualisierung des Laufzeitverhaltens von AUTOSAR-Applikationen ermöglichen zusätzliche Betriebssystem-Hooks, die im AUTOSAR Runtime Interfaces (ARTI) definiert sind. UDE nutzt diese, um nun auch Service-Calls und Spinlocks zusätzlich zu den Tasks und Interrupts im Execution Sequence Diagramm darzustellen. Damit ist eine exakte Analyse des Applikations- und Betriebssystemverhaltens möglich, und etwaige Performance-Probleme lassen sich leichter identifizieren.

Script-Debugger für Python-Konsole

Um die Entwicklung von Skripten für die Automatisierung von Debug-Aufgaben und Software-Tests mittels der Skriptsprache Python zu erleichtern, bietet die neue Release innerhalb der integrierten Python-Konsole künftig einen eigenen Script-Debugger an. Dieser erlaubt sowohl Breakpoints und Single-Stepping im Python-Code als auch die Anzeige von Python-Variablen über ein eigenes Watch-Fenster. Zudem erfolgten bei der UDE 2026 spezielle Erweiterungen und Anpassungen für einzelne MCU-Familien und Bausteine wie beispielsweise den Infineon Aurix TC4Dx, das erste Mitglied der TC4x Familie. So wurde beispielsweise für die Laufzeitbeobachtung von virtualisierten Applikationen die Trace-Unterstützung erweitert, wodurch nun auch die vom Hardware-Hypervisor des TC4x verwalteten Virtual Machines in den Trace-Aufzeichnungen sichtbar werden. Außerdem unterstützt die UDE 2026 nun auch die Trace-Funktionen im sogenannten Production Device. Dies bietet den großen Vorteil, dass Traces nicht nur während der Entwicklungsphase unter Benutzung kostenintensiver Emulation Devices aufgezeichnet werden können, sondern auch später im Feld unter Einsatz der Standard-MCUs. Hardware-bedingt ist die Trace-Funktion jedoch hinsichtlich der verfügbaren Trace-Speichergröße eingeschränkt und erlaubt nur eine einzige Trace-Aufzeichnung nach einem Neustart oder Reset der Applikation respektive des Controllers.

Fokus auf Arm-Cortex-Kernen basierende Controller

Für die Aurix-TC3xx-basierten TTControl-Steuergeräte der TTC 2300 und der TTC 2030 Serien bietet die Release darüber hinaus vorbereitete Target-Konfigurationen, die Anwendern dieser ECUs eine Ready-to-Work Debug-Umgebung bereitstellen, ohne dass vorher die ECU-spezifischen Konfigurationen durch den jeweiligen Entwickler selbst vorgenommen werden müssen.

Von den weiter optimierten Test-, Debug- und Trace-Funktionen profitieren auch viele von PLS neu unterstützten Architekturen, Baustein-Familien und Embedded-Prozessoren. Einen Schwerpunkt bilden dabei auf Arm Cortex-Kernen basierende Controller wie die S32K5 Automotive MCUs von NXP, die STM32H5-MCU von STMicroelectronics, die Mixed-Signal Industrial Microcontroller MSPM0 und MSPM33 von Texas Instruments, die neue MCUs der Infineon Motix-Familie sowie die Multi-Core Automotive MCUs der THA6 Gen2 Serie des chinesischen Chip-Herstellers Tongxin Micro. Für die offene RISC-V Architektur hat PLS die Unterstützung der AndesStar V5 32-Bit Architektur von Andes implementiert. Erste Anwender nutzen bereit UDE für die Software-Entwicklung auf dem darauf basierenden AndesCore D23 Kern.

Die breite Markteinführung der UDE 2026 ist ab Anfang Mai dieses Jahres geplant. (se)

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