Alternative Antriebe Toyota forciert Entwicklung von Brennstoffzellentechnologie mit neuem Wasserstoffzentrum

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Sein Forschungs- und Entwicklungszentrum nutzt Toyota Motor North America in Kalifornien zukünftig als North American Hydrogen Headquarter. Damit will das Unternehmen sein Engagement für Brennstoffzellentechnik ausbauen und wasserstoffbasierte Produkte und Technologien entwickeln.

Toyota forciert Entwicklung von Brennstoffzellentechnologie mit neuem Wasserstoffzentrum(Bild:  Toyota)
Toyota forciert Entwicklung von Brennstoffzellentechnologie mit neuem Wasserstoffzentrum
(Bild: Toyota)

Im North American Hydrogen Headquarter (H2HQ-Campus) erfolgt nicht nur die Forschung und Entwicklung, sondern es wird auch die Kommerzialisierung und der Verkauf wasserstoffbezogener Produkte und Technologien vorangetrieben. Zusätzlich will Toyota unter anderem ein Schulungszentrum für Kunden und ein flexibles Microgrid errichten. Dieses soll die Energiewende mit Batteriespeichern, Generatoren und grüner Stromgewinnung unterstützen. Neben einer 230-kW-Photovoltaikanlage sind unter anderem ein stationärer 1-MW-PEM- Brennstoffzellengenerator, eine 325-kW-Festoxidbrennstoffzelle (SOFC) und ein 500-kWh-Batteriespeicher vor Ort geplant. Bis 2026 soll das Microgrid einsatzfähig sein und den Energiebedarf des kompletten Campus decken.

Wasserstoff-Initiativen in Nordamerika ankurbeln

Das H2HQ ist Teil einer Umstrukturierung: Mit der Hydrogen Factory schuf das Unternehmen 2023 eine neue Abteilung in Japan, um alle wasserstoffbezogenen Arbeiten an einem Standort zu bündeln und die kundenorientierte Entwicklung und Fertigung von Brennstoffzellen- oder wasserstoffbezogenen Produkten zu beschleunigen. Auch in Europa will Toyota eine Hydrogen Factory errichten und damit zur Verbreitung von Wasserstoff-Ökosystemen und -Infrastrukturen beitragen.

Das neue H2HQ soll nun Wasserstoff-Initiativen auf dem nordamerikanischen Markt ankurbeln. Dazu zählt unter anderem Brennstoffzellentechnik für leichte und schwere Nutzfahrzeuge, für die stationäre Stromerzeugung und für Hafenanwendungen. Die in Kalifornien gelegene Forschungs- und Entwicklungsanlage verfügt bereits über den größten Toyota Leistungsprüfstand (1,2 MW), einen skalierbaren Prüfstand für stationäre Anwendungen und eine Wasserstofftankstelle, die sowohl leichte als auch schwere Nutzfahrzeuge mit Kraftstoff versorgt.

Neue Projekte in Planung

In den kommenden Jahren sind mehrere neue Projekte geplant. Toyota will am Sitz des H2HQ ein nachhaltiges Bildungszentrum einrichten, das sich nach Voranmeldung besichtigen lässt. Besucher erfahren vor Ort mehr über die Nachhaltigkeitsvision des Unternehmens und welche Rolle Wasserstoff dabei spielt.

Das kalifornische Fuel Cell Development (FCD) Team war in die Entwicklung eingebunden und arbeitete eng mit Partnern aus der Industrie zusammen, um die notwendige Infrastruktur im US-Bundesstaat aufzubauen. Dass sich das Antriebskonzept skalieren lässt, bewies 2017 die Integration von zwei Mirai Brennstoffzellen-Stacks in schweren Lkw. In Zusammenarbeit mit der PACCAR-Marke Kenworth wurden gleich zehn Trucks als „Proof of Concept“ mit dem emissionsfreien Antrieb ausgestattet, um die Dekarbonisierung im Logistikverkehr an Häfen zu fördern. 2023 wurde die Kommerzialisierung des Projekts vereinbart.

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