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Alternative Antriebe Projekt Hydrocycle entwickelt Motorrad mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Für die Mobilität der Zukunft kann Wasserstoff bei Motorrädern eine Rolle spielen. Herausforderung dabei ist es in der Rahmenkonstruktion ein Brennstoffzellensystem unterzubringen, das für die Umwandlung des Wasserstoffs in elektrische Energie benötigt wird. Hier setzt das Projekt Hydrocycle an, das bis 2025 ein fahrfähiges Motorrad als Demonstrator aufbauen will.

Im Projekt Hydrocycle soll bis 2025 ein fahrfähiges Motorrad mit Wasserstoff-Brennstoffzellensystem als Demonstrator entstehen, das die europäischen Zulassungsnormen und Zertifizierungsvorschriften erfüllt.(Bild:  ČVUT Czech Technical University)
Im Projekt Hydrocycle soll bis 2025 ein fahrfähiges Motorrad mit Wasserstoff-Brennstoffzellensystem als Demonstrator entstehen, das die europäischen Zulassungsnormen und Zertifizierungsvorschriften erfüllt.
(Bild: ČVUT Czech Technical University)

Ein Kilogramm Wasserstoff ermöglicht im Auto eine Reichweite von 100 Kilometer – somit findet ein H2-Tank für den elektrischen Antrieb auch ohne Weiteres im begrenzten Bauraum eines Motorrads Platz. Komplizierter ist es, das komplette Brennstoffzellensystem im Rahmen zu integrieren. Im Projekt Hydrocycle arbeiten das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH, 1to1design, Czech Technical University und ÚJV Řež an einem fahrfähigen Motorrad als Demonstrator, das bis 2025 fertiggestellt und den europäischen Zulassungsnormen und Zertifizierungsvorschriften gerecht werden soll.

Vorteil im Vergleich zu batterieelektrischen Lösungen

Das Wasserstoff-Motorrad soll als Inspiration für die Mobilität der Zukunft dienen. Aufgrund seiner Agilität und Kompaktheit soll es nach Aussagen der Partner vor allem für innerstädtische Lieferdienste und Paketzusteller geeignet sein. Der Vorteil im Vergleich zu batterieelektrischen Lösungen liegt in der höheren Reichweite bei gleichzeitig kürzeren Tankzeiten.

Projektaufteilung

Im Projekt Hydrocycle arbeiten die Partner aus Tschechien an der Fahrzeugentwicklung und verantworten die Arbeitspakete Fahrzeugaufbau, Ergonomie und Packaging. Die deutschen Projektpartner konzentrieren sich auf den Antriebsstrang. Die Firma WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH entwickelt einen neuen Brennstoffzellen-Stack als Basis für den Antriebsstrang; das Fraunhofer IWU unterstützt mit der Referenzfabrik.H2 die Entwicklung neuer Fertigungstechnologien und die Verbesserung der Stack-Funktionalitäten. Das Chemnitzer Forschungsinstitut ist außerdem für die Dimensionierung des Systems und das Packaging verantwortlich. Auch für eine reibungslose Schnittstelle zwischen Fahrzeug- sowie Brennstoffzellensystementwicklung ist das IWU zuständig.

EU-Wasserstoffstrategie

Hydrocycle ist im Rahmen der Wasserstoffstrategie der Europäischen Union entstanden. Die EU-Vorgaben sehen ab 2030 für Wasserstoff aus erneuerbaren Energien auch im Verkehrssektor eine tragende Rolle vor, damit die Union bis 2050 klimaneutral wird. Die Projektpartner folgen mit Hydrocycle einem Förderaufruf für gemeinsame tschechisch-sächsische Verbundprojekte im Bereich nachhaltiger und Mobilität und Verkehrssysteme für Personen und Güter.

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