Elektromobilität

So tappen E-Auto-Fahrer an öffentlichen Ladesäulen nicht in die Kostenfalle

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Insgesamt listet Goningelectric.de über 250 Ladekartenanbieter an, 34 mit je mehr als 50.000 Ladepunkten. Die Tarifstrukturen der Anbieter sind höchst unterschiedlich. Während EnBW, Einfach-Strom-Laden und Plugsurfing beispielsweise einfach nur den Preis für die Kilowattstunde abrechnen, wird bei dem Angebot We Charge Free 30 Cent zusätzlich zu den variablen Strompreisen berechnet.

Daneben haben einige Anbieter auch Tarife für Vielfahrer, die dann eine monatliche Grundgebühr beinhalten, jedoch günstigere Preise für die Kilowattstunde. „Höher sind die Preise grundsätzlich für die Schnellladesysteme mit Gleichstrom, die liegen meist zehn Cent über den Wechselstrom-Preisen“, sagt Weemaes.

Wer auch seinen Hausstrom bei einem Ladesäulenanbieter bezieht, bezahlt zudem in der Regel weniger für den Autostrom. Besonders teuer ist der Strom hingegen bei Ionity, einem Zusammenschluss der deutschen Automobilhersteller. Bei dem Schnellladenetz entlang der Autobahnen bezahlen Kunden 79 Cent pro Kilowattstunde.

Kosten hängen auch vom Ladeverhalten ab

Welcher Anbieter der günstigste ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. „Das hängt auch vom Lade- und Nutzungsverhalten ab. Vielfahrer aber haben immer gleich die Ladekarten von mehreren Anbietern in der Tasche“, weiß Vogt. Zumal es auch passieren könne, dass der Strom an einer Ladesäule bei dem einen Anbieter 50 Cent pro Kilowattstunde koste und bei einem anderen 70 Cent.

Grundsätzlich teurer sei aber meist das Adhoc-Laden ohne Vertrag, auch wenn es dafür keine nachvollziehbaren technischen Gründe gebe. Notwendig sei eine deutlich höhere Transparenz an der Stromtankstelle, sagt Markus Emmert: „Es wäre überhaupt kein Problem, eine bundesweite Datenbank mit den Preisen für alle Stromtankstellen aufzubauen – wie es das auch schon für Spritpreise gibt.“

Daneben müssten die Ladesäulennetze nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa abdecken. „Wer mit dem E-Auto in den Urlaub fährt, muss auch im Ausland barrierefrei und günstig laden können“, sagt Emmert. In der Praxis jedoch sei das bisher nur bei wenigen Anbietern und auch nicht flächendeckend möglich.

Der eigene Strom ist oftmals am günstigsten – aber...

Günstiger als an den öffentlichen Ladesäulen ist der Strom übrigens fast immer Zuhause. „Der normale Hausstrom liegt bei rund 30 Cent pro Kilowattstunde“, so Vogt. „Noch günstiger und vor allem nachhaltiger ist natürlich der Strom von der eigenen Solaranlage, der kostet den E-Autofahrer nur noch rund zehn Cent pro Kilowattstunde“.

Aber es geht noch preiswerter. „Zwar ist der Anteil an kostenlosen Stromtankstellen geringer geworden, speziell aber einige Supermarktketten wie Aldi, Kaufland und Lidl bauen ihre Ladenetze nach wie vor weiter aus“, sagt Weemaes.

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