Software-definierte Fahrzeugarchitekturen Smart Eye und Green Hills: Plattform zur Fahrerüberwachung mit gemischter Kritikalität

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Auf der CES 2026 haben Smart Eye und Green Hills Software gezeigt, wie sich sicherheitskritische Fahrerüberwachung in konsolidierte, Software-definierte Fahrzeugarchitekturen integrieren lässt.

Fahrerüberwachungssysteme sind wachsenden Sicherheits- und Regulierungsanforderungen unterworfen. (Bild:  Smart Eye | Screenshot: Stefanie Eckardt)
Fahrerüberwachungssysteme sind wachsenden Sicherheits- und Regulierungsanforderungen unterworfen.
(Bild: Smart Eye | Screenshot: Stefanie Eckardt)

Gemeinsam demonstrieren Smart Eye und Green Hills eine produktionsreife Grundlage für Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer, die die Entwicklung und den Einsatz sicherer Fahrerüberwachungssysteme in Software-definierten Fahrzeugarchitekturen beschleunigen möchten. Die kombinierte Lösung hilft dabei, die Komplexität der Integration zu reduzieren, Validierungszyklen zu verkürzen und die wachsenden Sicherheits- und Regulierungsanforderungen für die Fahrerüberwachung zu erfüllen, darunter die EU-Sicherheitsverordnung (General Safety Regulation, GSR) und Euro NCAP.

Anwendungen mit gemischter Kritikalität auf einer Plattform

Die auf produktionsreifer Software basierende Demonstration während der CES 2026 in Las Vegas zeigte die Fahrerüberwachungssoftware von Smart Eye, die zusammen mit einem digitalen Kombiinstrument auf einem Steuergerät läuft, die mit dem ASIL-zertifizierten Echtzeitbetriebssystem Integrity von Green Hills Software betrieben wird. Die Lösung verdeutlichte, wie Anwendungen mit gemischter Kritikalität – wie das sicherheitskritische Fahrerüberwachsungssystem (Driver Monitoring System, DMS) von Smart Eye – sicher und zuverlässig auf derselben Rechenplattform ausgeführt werden können, während die Isolation und Störungsfreiheit im Vergleich zu anderen Bereichen der Plattform gewährleistet bleibt.

Ereignisse effizient verfolgen

Um diese Architektur in Aktion zu veranschaulichen, war die Demo Teil eines Netzwerks aus mehreren Fahrzeug-ECUs, einem mit der Cloud verbundenen Gateway und einer Fahrsimulationsumgebung. Vom Carla-Simulator generierte reale Fahrereignisse wurden in das Fahrzeugnetzwerk eingespeist und lösten visuelle Warnmeldungen auf dem Kombiinstrument aus. Wenn die Software von Smart Eye eine Ablenkung des Fahrers erkennt, sendet das System ein DMS-Ereignis über das Netzwerk und veranlasst das Kombiinstrument, eine Warnung „Fahrerpause erforderlich“ oder „Achtung“ auf dem Kombiinstrument-Panel anzuzeigen. Diese Ereignisse werden gleichzeitig von der Gateway-ECU protokolliert und von der Gateway-ECU zur Analyse und Diagnose an die Cloud übertragen. Die Demonstration zeigte auch die neue ASIL-zertifizierte Entwicklungsumgebung von Green Hills Software, die den Entwicklern eine einheitliche Ansicht über alle Anwendungen und Steuergeräte hinweg bietet. In einer intuitiven grafischen Zeitleistenanzeige können Ingenieure Ereignisse verfolgen, Netzwerkmeldungen überwachen und Interaktionen zwischen Cluster, Gateway, Zonensteuerung und Fahrerüberwachungsanwendungen debuggen – was die Produktivität der Entwickler erheblich steigert und gleichzeitig die Entwicklungs- und Integrationszeit verkürzt. (se)

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