Kooperation Green Hills Software und NXP entwickeln neue Lösungen für S32K5-Mikrocontroller

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Green Hills Software und NXP Semiconductors arbeiten an einer Hardware- und Software-Lösung für die Entwicklung und den Einsatz von SDV-Zonenarchitekturen mit gemischter Kritikalität auf der Basis der neuen S32K5-MCU-Familie von NXP. Damit lassen sich ECU-Funktionen mit gemischter Kritikalität sicher konsolidieren sowie Systemkomplexität, Entwicklungskosten und die Zeit bis zur Produktion minimieren.

Die gemeinsame Lösung von NXP und Green Hills Software ermöglicht den Einsatz in Multicore- und Multifunktions-Mikrocontroller mit RTOS, Hypervisor und Debugging, wodurch die Software-Entwicklungskosten erheblich gesenkt werden.(Bild:  Metamorworks | Adobestock)
Die gemeinsame Lösung von NXP und Green Hills Software ermöglicht den Einsatz in Multicore- und Multifunktions-Mikrocontroller mit RTOS, Hypervisor und Debugging, wodurch die Software-Entwicklungskosten erheblich gesenkt werden.
(Bild: Metamorworks | Adobestock)

Neue Designs für die zukünftige Fahrzeugelektronik müssen sich an das Wachstum und die Konsolidierung von Software-Funktionen mit neuen Elektronikarchitekturen anpassen. Daher ist eine flexible und leistungsstarke Rechenplattform vonnöten, die Hardware und Software sicher und ohne gegenseitige Beeinflussung konsolidieren kann und gleichzeitig Echtzeitleistung, niedrigere Kosten und eine hohe Systemzuverlässigkeit bietet. Darüber hinaus erfordert der Zeitdruck bei der Markteinführung eine Software-Entwicklungsumgebung, die den Zeit- und Kostenaufwand für die Entwicklung, Integration, Optimierung und Bereitstellung von Millionen von Codezeilen in komplexen heterogenen Multicore- und Multi-OS-Steuergeräten reduziert.

SDV-Architekturen im Fokus

Die neue Hardware-/Software-Lösung eignet sich für Anwendungen im Automobilbereich, die eine Zertifizierung nach ISO 26262 ASIL D anstreben, wie Zonensteuergeräte, Domänensteuergeräte oder Karosserie- und Sicherheitssteuergeräte. Die MCU-Familie S32K5 bietet hohe Leistung, erweiterte Netzwerkfähigkeit und Hardware-gestützte Sicherheitsisolierung bei gleichzeitig niedrigem Stromverbrauch. Die Softwareprodukte und -technologien von Green Hills bilden die Grundlage, um Anwendungen in SDV-Architekturen effizient zu entwickeln und zu optimieren.

Vorteile auf einen Blick

Die neue Lösung bietet diverse Vorteile, wie:

  • Sichere Steuergeräte-Konsolidierung: Der Green Hills µ-visor Hypervisor konsolidiert mehrere Betriebssysteme, wie AUTOSAR Classic oder µ-velOSity, und deren Workloads sicher in virtuellen Maschinen – und das bei nahezu null Overhead. µ-visor kann ein oder mehrere Gastbetriebssysteme auf einem Arm Cortex -R52-Kern mit Hardware-basierender erzwungener Isolierung von Gastbetriebssystemen und ihren Anwendungen ausführen.
  • Effizient und leistungsstark: Das µ-velOSity RTOS hat einen kleinen Footprint und ein einfaches Programmiermodell und kann auf jedem der Cortex-M7- oder Cortex-R52-Echtzeitkerne des S32K5 laufen. Green Hills Optimizing Compiler erzeugen einen kleinen Code für Arm-Cortex-M- und -Cortex-R-Kerne. Zusammen bilden sie die effiziente Software-Grundlage, um die erweiterte Leistung des S32K5 zu nutzen.
  • Safety & Security: Der S32K5 unterstützt Anwendungen, die auf Safety bis hin zu ASIL D und ISO/SAE 21434 Automotive Cybersecurity abzielen. Ebenso sind das µ-velOSity RTOS und die Green Hills Compiler und Laufzeitbibliotheken nach ISO 26262 ASIL D zertifiziert. Zusätzlich bietet das Sicherheitsteam von Green Hills Dienstleistungen an, um Kunden bei der Entwicklung und Zertifizierung ihrer Sicherheitssysteme zu unterstützen.

Schnelleres Finden und Beheben von Fehlern

Die integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) Multi bietet Entwicklern eine einheitliche Ansicht für alle laufenden S32K5-Echtzeitprozessorkerne und Betriebssysteme wie AUTOSAR, FreeRTOS oder µ-velOSity, wodurch die Entwicklungszeit verkürzt und die Zeit bis zur Produktion verkürzt wird. Zu den zeitsparenden Funktionen gehören Multicore-Debugging unter Berücksichtigung des Betriebssystems, Trace-gestütztes TimeMachine Back-in-Time-Debugging und der History Viewer für Systemereignisse. Um Software-Probleme früher zu beheben, enthält Multi einen MISRA C Adherence Wizard und DoubleCheck, der den Code während der Kompilierung automatisch analysiert und es Ingenieuren ermöglicht, Probleme effizienter zu erkennen und zu beheben als eigenständige statische Code-Analysatoren mit redundantem Durchlauf.  (se)

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