Kreislaufwirtschaft Second-Life-Batterien aus Stellantis-Stromern für neue Mobilitätslösungen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Umsetzung eines Kreislaufwirtschaftsmodells für Ressourcen, Komponenten und Materialien spielt für Stellantis eine wichtige Rolle. Ein neuer Anwendungsbereich findet sich nun außerhalb des Automobilbereichs. Dabei handelt es sich um Avathor One, ein elektrisches Medizingerät, das für Menschen im Rollstuhl oder mit eingeschränkter Mobilität entwickelt wurde.

Ausgediente Batterien aus Elektrofahrzeugen von Stellantis speisen ein neuentwickeltes Mini-Mobil für Rollstuhlfahrer.(Bild:  Stellantis)
Ausgediente Batterien aus Elektrofahrzeugen von Stellantis speisen ein neuentwickeltes Mini-Mobil für Rollstuhlfahrer.
(Bild: Stellantis)

Avathor One soll eine inklusivere Welt optimal gestalten, indem sie eine neue Mobilitätsfreiheit für Menschen mit körperlichen Einschränkungen in nicht straßengebundenen Kontexten ermöglicht. Sie kombiniert nach Herstelleraussagen Technologie, Design, soziale Verantwortung und Kreislaufwirtschaft: Das Herzstück des Systems nutzt ausschließlich Second-Life-Batterien von Stellantis, die im Rahmen eines Liefervertrags mit Intent, einem intalienischen Systemintegrator, wiederverwendet werden.

Lokales Ökosystem

Das Produkt entstand aus der Zusammenarbeit und Synergie von Stellantis, Intent, Avathor und Italdesign. Dabei stellt das Stellantis-Label Sustainera die ausgedienten E-Fahrzeugbatterien aus dem Raum Turin bereit. Systemintegrator Intent bereitet diese wieder auf. Das Unternehmen übernimmt die Demontage der ursprünglichen 15-kWh-Module und die Neuverpackung in Einheiten, die für den Avathor angepasst sind – nämlich 1,4 kWh für Kurzstrecke oder 2,8 kWh für Langstrecke. Zudem wird das Batteriemanagementsystem integriert. Das Start-Up Avathor arbeitet an der Zugänglichkeit und Unabhängigkeit durch die Entwicklung und Herstellung elektrischer Medizingeräte und gemeinschaftlicher Mobilitätsdienste. Das Engineering- und Fertigungsunternehmen Italdesign spielte eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung 2019 vorgestellten Konzepts WheeM-i zum marktreifen Produkt.

Das Produkt zeigen die Partner Ende September auf dem Salone Auto Torino als Teil der Italdesign-Ausstellung.

Zweites Leben für Stromerbatterien

Die Stellantis-Geschäftseinheit Sustainera beschäftigt sich mit der Wiederaufbereitung von ausgemusterten Hochvolt-Batterien, die wertvolle Ressourcen für nicht-automobile Anwendungen sind. Neben dem Avathor-Projekt arbeitet der Business-Bereich aktiv mit mehreren Energieversorgern und Batterieintegratoren zusammen, indem Second-Life-Batterien bereitgestellt und gemeinsam Energiespeicherlösungen entwickelt werden. Ein Beispiel dafür ist das Projekt Pioneer von Enel X am Flughafen Rom-Fiumicino .

All diese Initiativen zur Wiederverwendung und Wiederaufbereitung von Batterien ergänzen andere Aktivitäten der Kreislaufwirtschaft wie Remanufacturing und Reparatur, um die Lebensdauer von Batterien so lange wie möglich zu verlängern, bevor sie recycelt werden. (se)

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