Elektromobilität Rohstoffe aus HV-Batterien: Porsche startet Pilotprojekt für neue Recyclingverfahren

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Porsche arbeitet daran, Rohstoffe aus Hochvoltbatterien nach ihrer Nutzung im Fahrzeug zurückzugewinnen und einen möglichst geschlossenen Rohstoffkreislauf zu absolvieren. Daher hat der Sportwagenhersteller ein Pilotprojekt gestartet, mit dem er einen möglichst seriennahen Prozess erproben kann.

Porsche will Recyclingprozesse für Hochvoltbatterien pilotieren.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Porsche will Recyclingprozesse für Hochvoltbatterien pilotieren.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

„Mit Hilfe von innovativen Recyclingverfahren wollen wir unsere Unabhängigkeit von volatilen und geopolitisch instabilen Rohstoffmärkten steigern“, betont Barbara Frenkel, Vorständin für Beschaffung bei Porsche und unterstreicht: „Kreislaufwirtschaft ist ein fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und mit diesem Pilotprojekt wollen wir unsere Ambitionen unterstreichen.“

In einem Pilotprojekt will Porsche nun wertvolle Rohstoffe aus Hochvoltbatterien extrahieren, die nicht länger im Fahrzeug zum Einsatz kommen. Damit möchte sich der Sportwagenhersteller zum einen der wachsenden Bedeutung von recycelten Batterierohstoffen annehmen und zum anderen mit externen Partnern ein Recyclingnetzwerk für Hochvoltbatterien etablieren.

Projekt in drei Phasen unterteilt

Um einen möglichst seriennahen Prozess erproben zu können, ist das Pilotprojekt in drei Phasen untergliedert. In der ersten Projektphase werden Hochvoltbatterien aus Entwicklungsfahrzeugen nach Ende ihrer Nutzungsdauer mechanisch zerkleinert und zu Schwarzmasse verarbeitet. Das entstandene Granulatgemisch enthält Rohstoffe wie Nickel, Kobalt, Mangan und Lithium. Auf diese Weise lassen sich bereits rund 65 Tonnen Schwarzmasse produzieren. Anschließend soll die Masse weiter veredelt und in die essenziellen Rohstoffe für die Hochvoltbatterieproduktion separiert werden.

In der dritten Pilotphase will man Hochvoltbatteriezellen mit einem definierten Anteil an recycelten Materialien produzieren und ihre potenzielle Verwendung in Fahrzeugen des Herstellers erproben.

Vorgaben erfüllen

Mit diesem Ansatz will der Sportwagenhersteller die Entwicklung geschlossener Batterierohstoffkreisläufe forcieren und verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen. Das Projekt soll auch aufzeigen, wie sich Porsche auf anstehende regulatorische Veränderungen einstellt – beispielsweise auf die voraussichtlich ab 2031 geltenden Rezyklatvorgaben für Batterien in der Europäischen Union.

Im Rahmen seines Nachhaltigkeitsstrategiefelds Kreislaufwirtschaft möchte das Unternehmen eigenen Aussagen zufolge unter anderem die Verwendung ökologisch nachhaltigerer Materialien sowie kreislauffähige Konzepte entlang der Wertschöpfungskette seiner Fahrzeuge fördern. Dazu zählen Projekte wie Kreislaufkonzepte für Hochvoltbatterien, der Einsatz zirkulärer Materialien, die Vermeidung von Abfällen und die Wiederaufbereitung von Fahrzeugkomponenten.  (se)

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