Ladeinfrastruktur Rewe und Jolt Energy kooperieren bei Batterie-gepufferten High-Power-Chargern

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Jolt Energy und Rewe haben in Heidelberg ihren ersten gemeinsamen High-Power-Charging-Standort eingeweiht. Die Eröffnung ist darüber hinaus der Beginn einer Partnerschaft beider Unternehmen. In den kommenden Jahren sollen deutschlandweit mehr als 100 Schnelllade-Standorte pro Jahr auf Rewe- und Penny-Parkplätzen entstehen – und zwar ohne Mittelspannungsausbau.

Jolt Energy und Rewe haben in Heidelberg feierlich ihren ersten gemeinsamen High-Power-Charging-Standort in Betrieb genommen.(Bild:  Jolt)
Jolt Energy und Rewe haben in Heidelberg feierlich ihren ersten gemeinsamen High-Power-Charging-Standort in Betrieb genommen.
(Bild: Jolt)

Mit der Batterie-gepufferten High-Power-Charging-Technologie von Jolt lassen sich Ladeleistungen von bis zu 300 Kilowatt bei Anschluss an das Niederspannungsnetz umsetzen. Damit wird ultraschnelles Laden an urbanen Standorten realisierbar, die bislang aufgrund begrenzter Netzkapazitäten oder Flächenanforderungen nicht für klassische HPC-Konzepte geeignet waren.

Städtische Schnellladeinfrastruktur ist ausbaufähig

Etwa 60 Prozent der deutschen Bevölkerung lebt in Städten. Rund 80 Prozent davon haben eine Mietwohnung, die in den wenigsten Fällen über eine adäquate Lademöglichkeit verfügt. Dazu kommt, dass sich leistungsfähige Netzanschlüsse oft nur mit erheblichem baulichem Aufwand in die Realität umsetzen lassen. Hier soll die HPC-Technologie von Jolt Abhilfe schaffen. Diese kann auf einen separaten Transformator verzichten, lässt sich platzsparend bereits ab zwei Ladepunkten integrieren und kann in der Regel innerhalb von neun bis zwölf Monaten realisiert werden. Am neu in Betrieb genommenen Rewe-Standort Heidelberg ersetzt sie eine ursprünglich geplante, deutlich flächenintensivere Lösung.

Einkaufen und Schnellladen miteinander kombinieren

Für den Lebensmittelgiganten spielt Schnellladen eine wichtige Rolle bei der Standortentwicklung: Kunden können ihr Fahrzeug während des Einkaufs in etwa 20 bis 30 Minuten laden – also in der Zeit, die sie im Markt verbringen.

Weiterer Vorteil: die Integration großformatiger digitaler Werbedisplays an der Ladetechnologie. Sie erweitern die Retail-Media-Flächen des Marktes auf den Parkplatz und schaffen zusätzliche Kontaktpunkte für das Kundenerlebnis. Neben Drittwerbung werden regionale Inhalte, Wetternews sowie unternehmenseigene Kampagnen ausgespielt. So entsteht ein integriertes Modell, das Ladeinfrastruktur und digitale Außenwerbung miteinander verbindet.

Deutschlandweiter Roll-out soll folgen

Der Heidelberger-Standort wurde auf Basis technischer, wirtschaftlicher und strategischer Kriterien ausgewählt. Neben der hohen Nachfrage nach Schnellladen spielte die Flächencharakteristik eine entscheidende Rolle. Die Lösung von Jolt ermöglicht eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung bei gleichzeitig hoher Sichtbarkeit und verkehrsgünstiger Lage, so die Partner.

Mit dem Pilotprojekt wollen beide Unternehme die Basis für einen bundesweiten Roll-out schaffen. Weitere Standorte sind in den kommenden Monaten geplant. Ziel ist es, Schnellladen konsequent mit alltäglichen Routinen wie dem Wocheneinkauf zu verknüpfen und so die Entwicklung der Elektromobilität weiter zu beschleunigen.  (se)

(ID:50787787)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung