Elektromobilität Porsche plant Neuaufstellung seiner Batterieaktivitäten

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Elektromobilität läuft nicht in dem Maße hoch wie erwartet. Darüber hinaus sind die geopolitischen Rahmenbedingungen in diesem Jahr schwieriger als angenommen. Aus diesen Gründen hat Porsche beschlossen, seine Batterieaktivitäten neu aufzustellen. Das hat weitreichende Auswirkungen.

Porsche muss seine Aktivitäten im Bereich Batterietechnik den schwierigen Wirtschaftsbedingungen anpassen. (Bild:  Porsche)
Porsche muss seine Aktivitäten im Bereich Batterietechnik den schwierigen Wirtschaftsbedingungen anpassen.
(Bild: Porsche)

Es läuft nicht rund im Jahr 2025: Schwierige geopolitische Rahmenbedingungen zum einen und zum anderen ein langsamerer Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland als erwartet, bringen viele Herausforderungen für Automobilindustrie mit sich. So auch für Sportwagenhersteller Porsche. Das Unternehmen hat daher eine strategische Neuaufstellung seiner Batterieaktivitäten beschlossen. Die Auswirkungen betreffen insbesondere Cellforce. Die bisherigen Pläne zum Ausbau der Produktion von Hochleistungsbatterien durch die Porsche-Tochter sollen nach Unternehmensaussagen nicht eigenständig weiterverfolgt werden. Dadurch und aufgrund von Belastungen aus weiteren Batterieaktivitäten erhöht sich der Umfang der Sonderaufwendungen insgesamt im Geschäftsjahr 2025 ergebniswirksam von 0,8 auf 1,3 Milliarden Euro.

Chinesischer Markt: E-Luxussegment rückläufig

Darüber hinaus hat Porsche aufgrund zunehmender Herausforderungen durch geopolitische Rahmenbedingungen die „wertorientierte Angebotssteuerung weltweit angepasst“. Das betrifft insbesondere den chinesischen Markt. Dort beeinträchtigen die weiterhin herausfordernden Marktbedingungen und die rückläufige Nachfrage im vollelektrischen Luxussegment die Entwicklung im Geschäftsjahr 2025. Dessen ungeachtet hält der Sportwagenhersteller weiterhin an einem wertorientierten Absatz mit dem Ziel fest, Nachfrage und Angebot auszubalancieren. Zu dem verhaltenen Ausblick tragen auch weitere Mehrkosten im Zuliefererbereich bei, die sich verstärkt auch auf die Netto-Cashflow-Marge Automobile auswirken.

US-Importzölle

Aus der Einführung der US-Importzölle ergeben sich für die Monate April und Mai 2025 Belastungen, die in der angepassten Prognose enthalten sind. Weitere Auswirkungen aus der Einführung der US-Importzölle sind bislang nicht berücksichtigt. Derzeit ist noch keine belastbare Einschätzung der Auswirkungen für das Geschäftsjahr möglich.

Prognosen

Porsche plant für das Geschäftsjahr 2025 nun mit folgenden Zahlen:

  • Umsatzerlöse in Höhe von 37 bis 38 Mrd. € (bisherige Prognose: 39 bis 40 Mrd. €),
  • eine operative Umsatzrendite von 6,5 bis 8,5 Prozent im Vergleich zu den bisher erwarteten 10 bis 12 Prozent,
  • eine Netto-Cashflow-Marge Automobile von 4 bis 6 Prozent. Die bisherige Prognose lag bei 7 bis 9 Prozent
  • Eine EBITDA-Marge Automobile von 16,5 bis 18,5 Prozent statt 19 bis 21 Prozent und
  • ein E-Auto-Anteil von 20 bis 22 Prozent.

 (se)

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