Gewinneinbruch Schmalere Straßen für Porsche

Von Dipl.-Ing. (FH) Michael Richter 2 min Lesedauer

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Beim schwäbischen Sportwagenbauer Porsche müssen zukünftig die Sparmaßnahmen vielleicht größer ausfallen als gedacht. Die Zahlen sind zwar nach eigener Aussage stabil, dennoch ist der Gewinn deutlich eingebrochen. Die Konkurrenz aus China ist nur ein Grund für die schlechten Absatzzahlen.

Dr. Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Dr. Jochen Breckner, Mitglied des Vorstandes, Finanzen und IT.(Bild:  Porsche AG)
Dr. Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Dr. Jochen Breckner, Mitglied des Vorstandes, Finanzen und IT.
(Bild: Porsche AG)

Obwohl das Marktumfeld herausfordernd war, konnte Porsche das Geschäftsjahr 2024 nach eigener Aussage mit einem stabilen Ergebnis abschließen. Zwar sank der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 22,6 Prozent, doch durch die Rekordabsätze in mehreren Regionen konnte ein stabiler Netto-Cashflow erzielt werden.

Finanzielle Entwicklung und Herausforderungen

Porsche war im vergangenen Jahr mit großen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Der Umsatz des Konzerns belief sich auf 40,08 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis belief sich auf 5,64 Milliarden Euro und sank im Vergleich zum Vorjahr um 22,6 Prozent. Die Umsatzrendite sank auf 14,1 Prozent und lag damit unter dem langfristigen Ziel von über 20 Prozent.

Das Konzernergebnis nach Steuern fiel noch deutlicher: Es sank um 30,3 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro. Besonders das schwierige Marktumfeld in China wirkte sich negativ aus. Vor allem die herausfordernde Marktlage in China hatte negative Auswirkungen. Die Auslieferungen gingen um drei Prozent auf 310.718 Fahrzeuge zurück. In China sank der Absatz sogar um 28 Prozent, was maßgeblich zur Ergebnisbelastung beitrug. Zudem sorgten hohe Kosten für Modellanpassungen und strategische Investitionen für zusätzlichen Druck auf die Gewinnmarge.

Strategische Neuausrichtung und Investitionen

Porsche hat die diversifizierte Antriebsstrategie weiter angepasst. Investitionen in Verbrennungsmotoren, Plug-in-Hybride und die Weiterentwicklung der Elektromobilität stehen nun noch mehr im Fokus. Außerdem wurden hohe Ressourcen für die Aktualisierung des Modellportfolios zur Verfügung gestellt. Alleine im Jahr 2024 wurden fünf von sechs Modellreihen überarbeitet und neu auf den Markt gebracht. Darunter der Cayenne, Panamera, Taycan, 911 und der vollelektrische Macan.

Optimierung der Kostenstruktur

Ein umfassendes Spar- und Effizienzprogramm stellt ein weiteres zentrales Element der Neuausrichtung dar. Bis 2029 sollen rund 1.900 Stellen an den Standorten Zuffenhausen und Weissach abgebaut werden. Zur Erhaltung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit werden Investitionen gleichzeitig strategisch eingesetzt.

Ausblick auf 2025

Porsche plant Investitionen in Höhe von etwa 800 Millionen Euro für das laufende Jahr. Oliver Blume, der CEO, hebt hervor, dass sich die Firma auch dann, wenn es kurzfristig Rückgänge gibt, auf eine langfristige profitable Entwicklung ausrichten will. Die Schätzung für die operative Marge im Jahr 2025 liegt bei 10 bis 12 Prozent, während der Umsatz voraussichtlich zwischen 39 und 40 Milliarden Euro liegen wird.

„Porsche hat 2024 bewiesen, dass wir auch in herausfordernden Zeiten hochprofitabel wirtschaften und finanziell robust aufgestellt sind“, erklärte Finanzvorstand Dr. Jochen Breckner.

Trotz wirtschaftlicher Turbulenzen bleibt Porsche stabil positioniert. Das Unternehmen möchte seine Marktstellung behaupten und sich langfristig weiterentwickeln, indem es sich klar auf Produktinnovationen, strategische Investitionen und Effizienzsteigerungen konzentriert.  (mr)

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