Pressebericht Porsche plant Gigafabrik für Hochleistungsbatteriezellen

Von Andreas Wehner 1 min Lesedauer

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Der Sportwagenhersteller will nach einem Bericht des „Manager Magazins“ eine Forschungs- und Kleinserienfabrik in der Nähe von Tübingen zur Gigafabrik ausbauen. Mit eigenen Performance-Akkus könnte Porsche sich von der Konkurrenz abheben.

Das Cellforce-Werk in Kirchentellinsfurt soll zur Gigafabrik für Hochleistungsbatteriezellen wachsen.(Bild:  Porsche)
Das Cellforce-Werk in Kirchentellinsfurt soll zur Gigafabrik für Hochleistungsbatteriezellen wachsen.
(Bild: Porsche)

Porsche plant einem Bericht zufolge eine Gigafabrik für Hochleistungsbatteriezellen. Wie das „Manager Magazin“ am Donnerstag unter Berufung auf Insider berichtete, will Porsche das Werk in Kirchentellinsfurt bei Tübingen auf eine Jahreskapazität von 20 Gigawattstunden auslegen.

Damit sollen laut dem Bericht bis zu 200.000 eigene Autos pro Jahr versorgt werden. Zudem denkt der Sportwagenbauer offenbar darüber nach, auch Wettbewerber zu beliefern. Porsche wäre dann der bislang einzige Autokonzern, der im größeren Stil Hochleistungsakkus für Sportwagen baut.

Aktuell entsteht an dem Standort in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Batteriespezialisten Customcells eine Produktionsanlage mit zunächst 100 Megawattstunden. Sie dient zunächst eher Forschungszwecken. Schon 2024 sollen dort jedoch Kleinserien gebaut werden. Im großen Stil könnte es zwei oder drei Jahre später losgehen, schreibt das „Manager Magazin“.

Customcells steigt jedoch aus. Das Unternehmen kann das geplante Wachstum nicht mitfinanzieren. Porsche hat das Joint-Venture namens Cellforce daher im Mai komplett übernommen – zu einem unbekannten Preis.

Customcells will General Motors beliefern

Doch Customcells orientiert sich bereits neu, wie aus einer Pressemitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Demnach ist das Itzehoer Unternehmen eine Entwicklungspartnerschaft mit dem kalifornischen Batteriespezialisten One D Battery Sciences eingegangen.

Ziel ist es, Batterien zu entwickeln, die schneller geladen werden können als bisherige Akkus und gleichzeitig günstiger sind. Die von One D entwickelte Graphit-Silizium-Verbundanode erlaube bei der Batterie eine Vervierfachung der Ladegeschwindigkeit bei gleichzeitig sinkenden Kosten, heißt es in der Mitteilung.

Abnehmer sei ein weltweit tätiger Automobilhersteller. Dabei handelt es sich offenbar um den US-Konzern General Motors, der damit preiswerte Elektroautos bestücken will.

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