Lichttechnik Open System Protocol soll ISO-Norm werden

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Das Open System Protocol von ams Osram für dynamische Beleuchtungsanwendungen und intelligente Fahrzeugnetzwerke wird als internationaler Standard etabliert. Das Technical Committee ISO TC 22 hat die Arbeiten zur Standardisierung der Lösung als neues Work Item im Rahmen von ISO/TC22/SC31/WG3 aufgenommen.

Das Open System Protocol von ams Osram für dynamische Beleuchtungsanwendungen und intelligente Fahrzeugnetzwerke soll in Zukunft als ISO-Norm umgesetzt werden.(Bild:  ams Osram)
Das Open System Protocol von ams Osram für dynamische Beleuchtungsanwendungen und intelligente Fahrzeugnetzwerke soll in Zukunft als ISO-Norm umgesetzt werden.
(Bild: ams Osram)

Auf dem Weg zum Software-definierten Fahrzeug (Software-defined Vehicle, SDV) spielen offene und interoperable Kommunikationstechnologien, wie das Open System Protocol (OSP) von ams Osram eine immer wichtigere Rolle. Mit dem OSP adressiert das Unternehmen eine zentrale Herausforderung in der Fahrzeugelektronik: die effiziente Vernetzung und Steuerung einer wachsenden Anzahl intelligenter Endgeräte wie RGB-LEDs, Treiber, Sensoren und Aktoren an der Peripherie des Fahrzeugnetzwerks.

Erste 10BASE-T1S-basierende Umsetzungen

OSP stellt sicher, dass bis zu 1.000 intelligente Knoten mit einem zentralen Steuergerät verwaltet werden können. In Fahrzeugarchitekturen fungiert OSP als „Netzwerk der letzten Meile“ – und verbindet Beleuchtungselemente sowie andere intelligente Geräte direkt mit übergeordneten Fahrzeug-Backbones wie CAN oder Ethernet. Erste praktische Umsetzungen auf der Grundlage von 10BASE-T1S zeigen, dass OSP für Zonen- und Domänen-orientierte E/E-Architekturen geeignet ist.

Die Lösung kommt bereits in der Serienproduktion zum Einsatz. Das Unternehmen bietet OSP-fähige Produkte an, beispielsweise die intelligente RGB-LED Osire E3731i und den Stand-Alone Intelligent Driver (SAID), die in Fahrzeugen integriert sind. Darüber hinaus nutzen auch erste LED- und IC-Hersteller das Open System Protocol. Darüber hinaus bieten auch mehrere Mikrocontroller-Lieferanten ihre Controller oder Gateways mit OSP-Stack an.

Offenes, lizenzfreies Protokoll

OSP wurde von Beginn an als offenes, lizenzfreies Protokoll konzipiert, das kostenfrei verfügbar ist. Nur das Basisprotokoll ist standardisiert, wodurch Hersteller auf der Anwendungsebene die Möglichkeit haben, Neuentwicklungen und Alleinstellungsmerkmale umzusetzen.

Die OSP-Spezifikation wurde öffentlich freigegeben. Die zugehörige Software steht kostenlos auf GitHub zur Verfügung. Mit der Überführung von OSP an die ISO beginnt nun der formelle Standardisierungsprozess. Der offizielle Projektstart ist in diesem Monat geplant.  (se)

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