Automotive-LED ISELED auf dem Weg zum Industriestandard

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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ISELED steht für Ambient-Lighting-Systeme in Fahrzeugen und entwickelt sich von einer proprietären Systemlösung zu einer breit verfügbaren Plattformtechnologie. Das Unternehmen aus München kooperiert mit Korea, wodurch Lieferketten und das gesamte Ökosystem gestärkt werden.

Dong-Soo Shin, CEO von CoAsia SEMI und Leiter der Semiconductor Division der CoAsia Group (links), und Robert Isele, CEO von Inova Semiconductors, unterzeichneten die Produktionslizenzvereinbarung(Bild:  Inova Semiconductors)
Dong-Soo Shin, CEO von CoAsia SEMI und Leiter der Semiconductor Division der CoAsia Group (links), und Robert Isele, CEO von Inova Semiconductors, unterzeichneten die Produktionslizenzvereinbarung
(Bild: Inova Semiconductors)

Die deutsche Inova Semiconductors und das koreanische Unternehmen CoAsia Semi haben eine Lizenzvereinbarung für die ISELED-1.0-Technologie abgeschlossen. Diese Partnerschaft markiert einen wichtigen Meilenstein für die Etablierung der ISELED-Technologie als Industriestandard in der Automobilelektronik.

ISELED ist mehr als nur Beleuchtung

Die ISELED-Technologie (Intelligent Serial Light Emitting Diode) wurde für die Fahrzeuginnenbeleuchtung entwickelt. Einzelne LED-Module werden seriell angesteuert. Im Gegensatz zu herkömmlichen LED-Systemen ermöglicht ISELED eine präzise, individuelle Kontrolle jeder Lichtquelle über eine einzige Datenleitung. Das ist vor allem für moderne Ambient-Lighting-Systeme in Premiumfahrzeugen ein wichtiger Punkt.

Durch die Lizenzvereinbarung kann CoAsia Semi nun eine vollständig vertikale Wertschöpfungskette aufbauen. In Kombination mit der Tochtergesellschaft ITSWELL, die LED-Packaging und Modulfertigung beherrscht, entsteht eine durchgängige Produktion vom Wafer bis zum fertigen Modul. Diese Integration verspricht:

  • Kürzere Time-to-Market: Direkter Zugriff auf alle Fertigungsstufen.
  • Bessere Qualitätskontrolle: Einheitliche Standards entlang der gesamten Kette.
  • Kostenoptimierung: Wegfall von Zwischenhändlern und Schnittstellen.
  • Flexiblere Entwicklung: Schnelle Anpassungen bei Kundenwünschen möglich.

Samsung Foundry als Technologiebasis

Die Nutzung von Samsung Foundry als Produktionsstätte für die ISELED-Wafer unterstreicht die hohen technologischen Anforderungen der Technologie. Dank der Halbleiterprozesse von Samsung ist die Integration komplexer Steuerlogik direkt in die LED-Chips möglich, was eine Voraussetzung für die Funktionen der ISELED-Module ist.

Für Elektronikentwickler eröffnen sich durch diese Partnerschaft verschiedene Möglichkeiten. Kurzfristig führt sie zu einer stärkeren Verfügbarkeit von ISELED-Komponenten im Automobil, verbesserten Lieferketten für asiatische OEMs wie Hyundai und Kia sowie weniger Kosten durch zusätzliche Produktionskapazitäten.

„Die Weitergabe der ISELED-Technologie an andere Industriepartner ist entscheidend, um einen Industriestandard zu etablieren“, betont Robert Isele, CEO von Inova Semiconductors. Diese Strategie der offenen Lizenzierung könnte ISELED zu einer Schlüsseltechnologie für die nächste Generation von Fahrzeugbeleuchtung und darüber hinaus machen.

Langfristig sollen dank der Partnerschaft neue Anwendungsfelder aufgebaut werden. Dazu gehören beispielsweise intelligente Gebäudebeleuchtung, Mikro-LED-Displays und integrierte Anzeigesysteme. Gleichzeitig fördert sie die Entwicklung von Standardisierungsprotokollen und schafft neue Designmöglichkeiten für HMI-Konzepte. (heh)

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