Bahntechnik Nordbayern sagt dem Dieselbetrieb ade

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Im Norden von Bayern will man den Schienenpersonennahverkehr bis 2040 dieselfrei gestalten. Der Freistaat setzt auf Elektrifizierung und hat dafür InfraGO mit der Planung des Infrastrukturausbaus beauftragt.

Im Norden von Bayern will man den Schienenpersonennahverkehr bis 2040 dieselfrei gestalten. (Bild:  DB)
Im Norden von Bayern will man den Schienenpersonennahverkehr bis 2040 dieselfrei gestalten.
(Bild: DB)

Die Umstellung auf einen dieselfreien Schienenpersonennahverkehr im Norden Bayerns rückt näher. „Die Zukunft der Bahn in Bayern ist elektrisch! In Nordbayern wollen wir den Dieselbetrieb bis 2040 beenden und alle Linien auf elektrischen Betrieb oder Akku-Züge umstellen. Hierfür müssen 74 Kilometer Schienenstrecken elektrifiziert und zwei Ladestationen neu gebaut werden. Der Freistaat geht freiwillig in Vorleistung und investiert rund 60 Millionen Euro in die Planungen“, erklärt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter. Mit der Planung des Infrastrukturausbaus wurde DB InfraGO beauftragt.

Oberleitungen für verschiedene Strecken geplant

Ein 2024 vorgestelltes Gutachten hatte die nötigen Infrastrukturausbauten ermittelt: Auf insgesamt 20 Linien sollen künftig Akku-Züge fahren. Sie nutzen elektrifizierte Abschnitte und Ladestationen in Bahnhöfen, um ihre Akkus aufzuladen. Dazu sollen folgende Strecken eine Oberleitung erhalten:

  • Oberkotzau – Rehau
  • Kirchenlaibach – Bayreuth – Trebgast
  • Hochstadt-Marktzeuln – Mainroth
  • Oberkotzau – Münchberg

Ladestationen sollen in Bad Steben und Neustadt (Waldnaab) entstehen. In Nürnberg, Forchheim und Wicklesgreuth werden die Lademöglichkeiten durch die Elektrifizierung zusätzlicher Gleise verbessert. Für die Infrastrukturausbauten strebt Bayern eine Bundesförderung gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) an.

Umstellung auf Akku-Züge

Darüber hinaus wird die Region von bereits begonnenen Elektrifizierungsprojekten profitieren: Im Bundesverkehrswegeplan sind die Elektrifizierung des Ostkorridors Hof – Regensburg, der Franken-Sachsen-Magistrale Nürnberg – Schirnding und der Metropolenbahn Nürnberg – Furth im Wald enthalten. Diese Projekte plant die DB im Auftrag des Bundes. 2024 hat der Freistaat zudem den Planungsauftrag für eine Elektrifizierung von Schnabelwaid nach Bayreuth erteilt.

Der Abschnitt zwischen Hof über Oberkotzau nach Marktredwitz wird im Zuge des Ostkorridors elektrifiziert und soll stufenweise zwischen 2033 und 2036 in Betrieb gehen. Die Elektrifizierungen nach Rehau und Münchberg schließen daran an. Die übrigen Vorhaben werden eine sparsamere Akku-Nutzung und die Umstellung bestimmter Linien auf einen vollelektrischen Betrieb ermöglichen.

Die Umstellung auf Akku-Züge soll in mehreren Stufen erfolgen. Ab Mitte der 2030er Jahre soll auf den Neigetechnik-Linien ein neues, barrierefreies Neigetechnik-Fahrzeug zum Einsatz kommen. Darüber hinaus plant man, ab Mitte der 2030er Jahre den Akku-Betrieb auf verschiedenen Linien des bisher konventionellen Netzes zu beginnen. (se)

(ID:50674723)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung