Digitalfunk bei der Bahn Nokia und Partner implementieren 5G-Funklösungen für den Schienenverkehr

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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5G für die Bahn soll eine Echtzeitkommunikation mit hoher Leistung verbinden. Die neu entwickelte Technik von Nokia ist essenziell für den Übergang zum Future Railway Mobile Communication System (FRMCS), das das veraltete GSM-R in den kommenden Jahren ablösen wird.

Für den automatisierten Zugbetrieb und die Fahrgastinformation ist eine stabile Kommunikation unerlässlich. Bisher setzen Bahnunternehmen auf GSM-R im 2G-Standard. In den nächsten Jahren soll dieses jedoch durch das Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) ersetzt werden.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Für den automatisierten Zugbetrieb und die Fahrgastinformation ist eine stabile Kommunikation unerlässlich. Bisher setzen Bahnunternehmen auf GSM-R im 2G-Standard. In den nächsten Jahren soll dieses jedoch durch das Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) ersetzt werden.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Nokia hat in Zusammenarbeit mit Partnern wie der Deutschen Bahn und Kontron eine neue 5G-Funklösung im Rahmen des Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) vorgestellt. Diese Lösung ist speziell auf die Anforderungen der Bahnkommunikation ausgerichtet. Hintergrund: Das FRMCS soll nach einer Migrationsphase schrittweise das bestehende 2G-GSM-R ersetzen. In Deutschland ist die Einführung zwischen 2026 und 2035 geplant.

Siemens hat parallel dazu die erste kommerzielle 5G-Sendeeinheit im 1.900-MHz-Band auf den Markt gebracht. Damit sollen die Digitalisierung und Automatisierung von Bahnunternehmen gefördert und die Integration bestehender und künftiger Technologien sichergestellt werden.

Die von Nokia entwickelte 5G-Technologie verfügt über integrierte Sicherheits- und Zuverlässigkeitsmerkmale, die erweiterte Automatisierungen, digitale Anwendungen und verbesserte Passagierdienste ermöglichen. Insbesondere bei grenzüberschreitenden Verkehrsoperationen bietet sie Vorteile, da sie eine verbesserte Echtzeitüberwachung und -steuerung von Zügen ermöglicht. Dieses System fördert somit nicht nur die Effizienz und Sicherheit, sondern trägt auch zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Emissionen bei.

  • Automatisierter Zugbetrieb: Züge in Echtzeit steuern und überwachen. Das verbessert Sicherheit und Effizienz und den Energieverbrauch und senkt die Emissionen.
  • Fahrgastinformationssysteme: Echtzeit-Updates und Informationen für Fahrgäste.
  • Sprachkommunikation: Integration von Sprach-, Video- und Datendiensten in einer einzigen, standardisierten Plattform verbessert das Betriebs- und Infrastrukturmanagement.
  • Intelligente Schienenwartung: Vorausschauende Wartung und Echtzeitüberwachung senkt Ausfallzeiten und Wartungskosten.

Strategische Koexistenz mit bestehenden Systemen

Nokia AirScale RHH für 1900 MHz (n101-Band).(Bild:  Studio Juha Sarkkinen)
Nokia AirScale RHH für 1900 MHz (n101-Band).
(Bild: Studio Juha Sarkkinen)

Ein zentrales Merkmal der Lösung ist die strategische Koexistenz mit bestehenden Systemen. Dadurch ist es Bahnbetreibern möglich, schrittweise und unterbrechungsfrei auf 5G-Technologie umzustellen. Die Lösung ist cloud-native, modular und skalierbar, was sowohl regionale als auch landesweite Implementierungen ermöglicht.

Mit der ersten kommerziellen 5G-Sendeeinheit im 1900-MHz-Band sowie die Weiterentwicklung im Rahmen des EU-finanzierten FP2-MORANE-2-Projekts setzen einen neuen Standard für die Digitalisierung von Schienenoperationen in Europa. Bahnunternehmen können Funktionen wie automatisierte Zugsteuerung, erweiterte Passagierservices und prädiktive Wartung in ihre Anwendungen implementieren.

Nokias Engagement in der Entwicklung dieser 5G-Lösung zeigt, dass das Unternehmen die Bahnindustrie in eine digitalisierte Zukunft führen möchte. Dabei sollen Sicherheit, Effizienz und Passagiererfahrungen optimiert werden. Nokia verpflichtet sich weiterhin den höchsten Sicherheitsstandards und einem erstklassigen Cybersicherheitsrahmen. (heh)

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