Mobilität der Zukunft Neue Gesellschaft: Ignite by Forvia Hella arbeitet an Software-only-Produkten

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Mit seiner zu Jahresbeginn neu gegründeten Gesellschaft Ignite by Forvia Hella konzentriert sich der Automobilzulieferer auf Software-basierte Geschäftsmodelle und arbeitet daran, Software-only-Produkte schnell und agil zu entwickeln.

Die Traffic Rules Engine ist ein Beispiel für Software-only-Geschäftsmodelle, mit denen sich die neue Ignite by Forvia Hella zukünftig beschäftigen wird.(Bild:  Forvia Hella)
Die Traffic Rules Engine ist ein Beispiel für Software-only-Geschäftsmodelle, mit denen sich die neue Ignite by Forvia Hella zukünftig beschäftigen wird.
(Bild: Forvia Hella)

„Bereits bei unserer heutigen Alltagsmobilität ist Software nicht mehr wegzudenken und wesentlicher Bestandteil bei Assistenzsystemen, Komfort- und Sicherheitsfunktionen, beim In-Vehicle-Entertainment und der Vernetzung von Fahrzeugen“, unterstreicht Kay Talmi, Geschäftsführer von Ignite by Forvia Hella und betont: „Vor allem aber für die Mobilität der Zukunft wird Software unverzichtbar sein, der Markt hierfür wird sich in den nächsten fünf Jahren nach aktuellen Schätzungen voraussichtlich verdoppeln. […] Wir entwickeln schon heute für viele Produkte, bei denen wir führend sind, integrierte Softwarefunktionen. Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend und vielversprechend, von dieser starken Basis aus den Softwaremarkt zielgerichtet mit einer eigens hierfür ins Leben gerufene Einheit zu adressieren.“

Die neue Gesellschaft beschäftigt sich zum einen mit Software-Produkten, die eng mit dem Kerngeschäft der Geschäftseinheiten des Zulieferers verknüpft sind – nämlich Licht, Elektronik und Lifecycle Solutions. Hierzu zählen beispielsweise Geschäftsmodelle im Bereich Lichtelektronik oder die Verarbeitung und Monetarisierung von Sensordaten. Zum anderen arbeitet man an neuen Software-only-Geschäftsmodellen wie die Traffic Rules Engine (TRE).

Konformität von Fahrzeugen überwachen

Dieses Software-Modul, das das Unternehmen zusammen mit dem TÜV Rheinland entwickelt hat, überwacht auf Basis von Sensor- und Kartendaten die Konformität von Fahrzeugen mit SAE-Level 3 und höher in Hinsicht auf Regularien, Straßenverkehrsregeln und Richterrecht. Diese sind auf das jeweilige Land ausgelegt, in dem die automatisierten Fahrzeuge zum Einsatz kommen sollen. Auf gleicher Basis wird die Zulässigkeit geplanter Manöver beurteilt. Wird eine Abweichung festgestellt, erfolgt in Echtzeit eine Rückmeldung an das Fahrsystem. Um sicherzustellen, dass zu jeder Zeit die aktuellen Regularien eines Landes verwendet werden, lässt sich die TRE per Over-the-Air-Update fortlaufend aktualisieren.

Software validieren

Die Traffic Rules Engine soll planmäßig bis Ende des Jahres erstmals in ein Fahrzeug zu integriert und die Software auf einem Testgelände durch den TÜV Rheinland anhand konkreter Verkehrsszenarien validiert werden. Zunächst soll das bei Fahrten auf der Autobahn erfolgen, wenn die Fahrzeuge nach Autonomoie-Level SAE 3 ausgelegt sind und somit bestimmte Aufgaben ohne menschlichen Eingriff übernehmen können. (se)

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