Partnerschaft Automobilindustrie forciert Software-Entwicklung auf Open-Source-Basis

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Mehr Geschwindigkeit, Effizienz, und Sicherheit in der Software-Entwicklung auf Basis von Open-Source – darauf haben sich BMW, Continental, die Eclipse Foundation, ETAS, Hella, Mercedes-Benz, Porsche Qorix, Bosch, Valeo und ZF verständigt. Mit Unterstützung des VDA haben die Unternehmen eine vorwettbewerbliche Zusammenarbeit beschlossen.

Elf Unternehmen aus der Automobilindustrie haben ein Memorandum of Understanding für gemeinsame Software-Entwicklung auf Basis von Open-Source unterschrieben.(Bild:  VDA)
Elf Unternehmen aus der Automobilindustrie haben ein Memorandum of Understanding für gemeinsame Software-Entwicklung auf Basis von Open-Source unterschrieben.
(Bild: VDA)

Mit steigender Bedeutung und wachsender Komplexität von Software im Fahrzeug wird es für die Industrie erfolgskritisch, Geschwindigkeit und Effizienz in der Entwicklung zu erhöhen und gleichzeitig hohe Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Ein beträchtlicher Umfang der Fahrzeug-Software ist für den Nutzer nicht direkt erlebbar und damit nicht differenzierend. Diese Tatsache erlaubt es, die entsprechenden Software-Bausteine in einem offenen und kollaborativen Ecosystem gemeinsam zu entwickeln.

Um die notwendige funktionale Sicherheit für automobile Seriensoftware zu erreichen, wurde ein wegweisender Entwicklungsprozess für Open Source zur Vorbereitung einer Zertifizierung nach den relevanten Normen erarbeitet. Zudem wird durch Bereitstellung lauffähiger Software-Bausteine anstelle detaillierter Spezifikationen eine Standardisierung und Erhöhung der Entwicklungsgeschwindigkeit über den sogenannten Code-First Ansatz erreicht.

Projekt S-Core: Unabhängiges Ökosystem

Die Software-Entwicklung erfolgt in einer transparenten und herstellerunabhängigen Umgebung der Eclipse Foundation im Rahmen des Projekts S-Core. Dieses Ökosystem ist offen – sowohl durch Interoperabilität der Software zu relevanten Industriestandards als auch für Beiträge und Mitarbeit weiterer europäischer und internationaler Unternehmen. Der Zeitplan der Initiative sieht vor, dass im Jahr 2026 der Software-Umfang für die Serienentwicklung einer Plattform für automatisiertes Fahren zur Verfügung steht.

Der modulare Software-Umfang kann angepasst oder ergänzt und anschließend der Industrie als maßgeschneiderte Distribution für Serienentwicklung zur Verfügung gestellt werden. So können sich Hersteller und Zulieferer auf differenzierende Funktionen konzentrieren, während grundlegende Komponenten gemeinsam gepflegt werden. Das schafft ein starkes Fundament für Innovation – und die Freiheit, sich auf das zu fokussieren, was den Unterschied für den Endverbraucher macht.  (se)

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