ADAS und automatisiertes Fahren Lenkrad-Handerkennung erhöht Sicherheit

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die zunehmende Automatisierung führt zu höheren Anforderungen an intelligente Lenkradtechnologien. Hierfür hat Marquardt eine Lenkrad-Handerkennung für automatisierte und teilautomatisierte Fahrfunktionen entwickelt. Die elektronische Steuereinheit dient als integrative Schnittstelle, die alle Funktionen vereint und überwacht.

Marquardt hat eine Lenkrad-Handerkennung für automatisierte und teilautomatisierte Fahrfunktionen entwickelt. (Bild:  Marquardt)
Marquardt hat eine Lenkrad-Handerkennung für automatisierte und teilautomatisierte Fahrfunktionen entwickelt.
(Bild: Marquardt)

Fahrassistenzsysteme erreichen zwar immer höhere Automatisierungsgrade, aber der Fahrer ist nach wie vor in der Verantwortung. Gemäß den SAE-Leveln 2 und 3 muss er jederzeit in der Lage sein, die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernehmen. Um das zu überwachen und die Sicherheit von ADAS zu erhöhen, hat Marquardt an einer Lenkrad-Handerkennung (Hands-on Wheel Detection, HOWD) gearbeitet. Über seine elektronische Steuereinheit (ECU) kann das Unternehmen die Signale kapazitiver Sensoren aus verschiedenen Lenkradzonen empfangen, verarbeiten und auswerten. Anhand der Signale erkennt das Fahrzeug, ob der Fahrer seine Hände am Lenkrad hat. HOWD funktioniert auch, wenn gleichzeitig die intelligente Lenkradheizung aktiv ist, die ebenfalls auf Berührung reagiert. Sie regelt die Temperatur selbständig, sobald der Fahrer das Lenkrad umfasst. Dabei messen die Sensoren Veränderungen in der elektrischen Kapazität.

Beleuchtung im Fokus

Neben Handerkennung und Heizung beinhaltet die Lenkrad-Systemplattform auch Komponenten wie Beleuchtung, Schaltwippen und Lenkradschalter. Die Beleuchtungselemente verbessern die Sichtbarkeit und die Bedienbarkeit. Das kann zum Beispiel durch visuelles Feedback für Fahrmodi erfolgen oder andere Funktionen. Darüber hinaus arbeitet man im Unternehmen an weiteren Beleuchtungsideen. So erreichen dynamische Lichtstreifen und beleuchtete Logos bald Serienreife.

Unterschiedliche Technologien möglich

Über die benutzer- und modellabhängig konfigurierbaren Lenkradschalter lassen sich Standardfunktionen, wie Lautstärke oder Geschwindigkeit steuern oder auch Telefonanrufe annehmen. Dabei bietet Marquardt, abhängig von der jeweiligen Oberfläche, Lösungen mit unterschiedlichen Technologien: Während bei komplett geschlossenen Oberflächen Touch und aktive Haptik mit und ohne Force Sensing dominieren, kommen bei Lenkradschaltern ohne geschlossene Oberfläche wahlweise passive Haptik – also mechanische Schalter – oder Touch zum Einsatz. Teil der Lenkrad-Systemplattform sind auch ergonomische Schaltwippen. Sie sind in Farbe und Material adaptierbar und lassen sich dank kompaktem Design und geringer Einbautiefe leicht in beengte Räume integrieren.

Steuereinheit synchronisiert alle Lenkradfunktionen

Das Herzstück der Systemplattform ist die ECU. Sie synchronisiert und überwacht kontinuierlich alle Lenkradfunktionen und sorgt dafür, dass die unterschiedlichen Bedienelemente im Netzwerk nahtlos zusammenarbeiten. Die Integration von Heizung und Handerkennung in die ECU macht separate Module und eine aufwendige Verkabelung überflüssig. Somit lässt sich die Systemkomplexität minimieren. Die ECU lässt sich je nach Anforderungen des Automobilhersteller bis ASIL D zertifizieren. Sie garantiert damit die Zuverlässigkeit des Systems und die Sicherheit des Fahrzeugs. (se)

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