Studie von Asahi Kasei Welche Nutzungsszenarien sehen Autofahrer für den Innenraum des autonomen Fahrzeugs?

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Autonome Autos werden zu mobilen Wohnzimmern. Somit können Automobilhersteller den gesamten Innenraum überdenken und neugestalten. Die Vorlieben der Endverbraucher in Bezug auf Nutzungsszenarien, Design und Ausstattung geben dabei wertvolle Hinweise darauf, wie das Auto der Zukunft aussehen kann. Asahi Kasei befragte Autonutzer in vier Automobilmärkten zu ihren Erwartungen und Bedenken in Bezug auf autonome Fahrzeuge und ihre Wahrnehmung von Nachhaltigkeit.

Wie stellen sich Passagiere den Innenraum eines autonomen Fahrzeugs vor? Damit beschäftigte sich die neue Studie von Asahi Kasei.(Bild:  Metamorworks | Adobestock)
Wie stellen sich Passagiere den Innenraum eines autonomen Fahrzeugs vor? Damit beschäftigte sich die neue Studie von Asahi Kasei.
(Bild: Metamorworks | Adobestock)

Beim Thema autonomes Fahren sind Fahrzeugnutzer weltweit konservativ: Lenkrad und Pedale zum Wegklappen bewertet die Mehrheit der Befragten nicht als wertvoll. Die Ergebnisse der letzten Umfrage aus dem Jahr 2022 werden bestätigt – auch bei autonomen Fahrzeugen wünscht sich ein Großteil der Nutzer in Deutschland, den USA und China ein Lenkrad und ein Bremspedal zur optionalen manuellen Steuerung. In Japan sogar jeder Zweite. Insbesondere in Deutschland und den USA kann diese Option dazu beitragen, die Akzeptanz autonomer Fahrzeuge zu erhöhen. Darüber hinaus gaben zwei von drei Autofahrern in Deutschland, den USA und China an, dass sie bei einer Fahrt mit einem vollautonomen Fahrzeug auch weiterhin den Verkehr beobachten würden – Filme oder Videospiele spielen derzeit keine wichtige Rolle. Das ist ein Beleg dafür, dass Autofahrer heutzutage noch Sicherheits- und Vertrauensbedenken gegenüber selbstfahrenden Autos haben. Diese Bedenken werden zunächst die Innenraumgestaltung der Fahrzeuge maßgeblich bestimmen.

Geräuschkulisse minimieren

Was ist der meistgeschätzte Aspekt eines autonomen Autos? Jeder zweite Autonutzer beantwortete diese Frage mit einem „leisen Innenraum“. Diese Antwort korreliert mit den Angaben zur Unzufriedenheit beim aktuellen Fahrzeug: Fast jeder vierte Nutzer eines batterieelektrischen Fahrzeugs nannte „zu viel Lärm während der Fahrt“ als Hauptärgernis. Während das Fahrzeug selbst leiser ist als ein Auto mit Verbrennungsmotor, treten Wind-, Reifen-, Getriebe- oder Motorengeräusche – für den Fahrer ungewohnte, neue Geräusche, die früher vom Motorengeräusch übertönt wurden – immer stärker in den Vordergrund. In autonomen Elektrofahrzeugen und mit mehr Zeit für andere Aktivitäten wird die Stille für die Endverbraucher sogar noch wichtiger werden. Hinsichtlich der Aktivitäten während der Fahrt in einem autonomen Fahrzeug schätzt der Großteil der Autofahrer weltweit das Hören von Musik und Podcasts: 66 Prozent in den USA, jeweils 61 Prozent in China und Japan und 56 Prozent in Deutschland. Das Gespräch mit anderen Fahrgästen steht gleich hoch im Kurs. Schlafen oder Arbeiten ist weniger wichtig.

Welche Aktivitäten wollen Mitfahrende in einem autonomen Fahrzeug hauptsächlich tun?(Bild:  Asahi Kasei)
Welche Aktivitäten wollen Mitfahrende in einem autonomen Fahrzeug hauptsächlich tun?
(Bild: Asahi Kasei)

Was ist nachhaltig?

Ein nachhaltiges Fahrzeug definiert sich mittlerweile nicht mehr nur über die Antriebstechnik, sondern auch über den CO2-Fußabdruck in der Produktion, leicht recycelbare Materialien und sogar die nachhaltige Produktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Verständnis der Käufer für Nachhaltigkeit wächst und nimmt auch im Kaufprozess weiter zu. Die Definition eines nachhaltigen Fahrzeugs ist dabei in den verschiedenen Märkt äußerst unterschiedlich. Die Befragten in den westlichen Märkten definieren ein nachhaltiges Auto über die Verwendung von recycelbaren Materialien und eine nachhaltige Produktion entlang der Wertschöpfungskette, während für Autokäufer in China und Japan schon die Antriebstechnologie ausschlaggebend ist. Gerade in den westlichen Ländern zeigt sich die Relevanz des Themas für die Kaufentscheidung: 35 Prozent aller Befragten in Deutschland und den USA würden ihre Automarke zu einem nachhaltigeren Hersteller wechseln, um eine grünere Mobilität zu unterstützen.  (se)

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