Digitale Cockpits Infineon und MediaTek arbeiten an Infotainment-Lösungen für intelligente Fahrzeuge

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Infineon Technologies hat zusammen mit MediaTek und ihren Designhaus-Partnern eine einfach zu bedienende Cockpit-Lösung entwickelt: Sie basiert auf der Traveo CYT4DN Mikrocontroller-Familie des Münchner Halbleiterherstellers und einer MediaTek Dimensity Auto SoC-Einstiegslösung, die die Stücklistenkosten für Hardware und Software reduziert.

Infineon und MediaTek haben mit der Traveo CYT4DN MCU und dem MediaTek Dimensity Auto SoC eine kostengünstige digitale Cockpit-Lösung entwickelt.(Bild:  Infineon Technologies)
Infineon und MediaTek haben mit der Traveo CYT4DN MCU und dem MediaTek Dimensity Auto SoC eine kostengünstige digitale Cockpit-Lösung entwickelt.
(Bild: Infineon Technologies)

Der Trend in der Automobilindustrie geht zu digitalen Cockpits, bei denen Knöpfe, Taster und Bedienelemente aus dem Armaturenbrett verschwinden und stattdessen Displays zum Einsatz kommen. Dabei muss das digitale Cockpit-System hohe Leistungsmerkmale bieten und gleichzeitig funktionale Sicherheitsziele erfüllen. Um das zu erreichen, wird das System meist auf einem Hochleistungs-SoC mit einem Hypervisor betrieben, jedoch liegen die Anfangsinvestitionen dafür im siebenstelligen Bereich. Hinzu kommen die Lizenzgebühren für das Betriebssystem und den Hypervisor, die das System teuer und somit für mittlere und einfache Fahrzeugmodelle wirtschaftlich unattraktiv machen.

Funktionale Sicherheit

In der neu entwickelten Lösung von Infineon und MediaTek fungiert die CYT4DN MCU-Serie als Sicherheits-Begleiter des SoCs, wodurch das ASIL-B-Sicherheitsziel für Automotive-Cluster erfüllt wird. Die Traveo-MCU überwacht die vom SoC wiedergegebenen Inhalte und übernimmt im Falle einer Fehlfunktion den Betrieb mit reduziertem Funktionsumfang. Außerdem übernimmt sie die normalen Begleitfunktionen wie die Kommunikation mit dem Fahrzeugnetzwerk.

Die neue Cockpit-Lösung unterstützt eine Auflösung von 1920 x 720 Pixeln für Cluster und das Infotainment-Display im Fahrzeug. Das Cluster-Display wird von Infineons ASIL-B-kompatiblen MCU angesteuert. Weil das SoC auf dem Open-Source-Betriebssystem Android läuft, sind ein Hypervisor und ein großes kommerzielles Betriebssystem nicht mehr notwendig – gleichzeitig werden die Software vereinfacht und die Softwarekosten deutlich gesenkt. Damit entfallen auch hohe Investitionen in Software oder Lizenzgebühren. Zudem können Zulieferer und Hersteller die Software selbst warten und aktualisieren, was die Kosten zusätzlich reduziert.

Für Kombiinstrumente und Head-Up-Displays

Die Traveo CYT4DN Mikrocontroller wurden insbesondere für Automotive-Systeme wie Kombiinstrumente und Head-up-Displays entwickelt. Die im 40-nm-Prozess gefertigten Bauteile verfügen über eine 2,5D-Grafik-Engine, Soundverarbeitung, zwei Arm Cortex-M7-CPUs für die Primärverarbeitung mit bis zu 320 MHz und eine Arm Cortex-M0+-CPU für die Peripherie- und Sicherheitsverarbeitung. Die Familie verfügt außerdem über eine 720p GFX und ein 327-Ball BGA-Gehäuse. Darüber hinaus umfasst die Produktfamilie eingebettete Peripheriegeräte, die CAN FD, LIN, CXPI und Gigabit Ethernet unterstützen. Zu den Speicheroptionen gehören 4 MB VRAM, 6 MB Flash und 768 KB RAM auf Zeilenbasis.  (se)

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