Die Welt der Roller ist wieder ein Stück bunter und faszinierender geworden. Fünf Neuheiten der Zweiradmesse EICMA zeigen, warum.
Der „Senmenti 0“ von Horwin bietet eine Elektroantriebsarchitektur mit Automotive-Dimensionen.
(Bild: Horwin)
Mailands EICMA war Bühne für spannende Neuheiten und Konzepte auf zwei Rädern: darunter auch einige Roller, die sich technisch und leistungstechnisch vom üblichen Einerlei deutlich abheben konnten. Einige davon sind vage Ausblicke, andere bereits serienreif.
Horwin „Senmenti 0“
Zur letzteren Kategorie zählt etwa der „Senmenti 0“ des chinesischen Herstellers Horwin. Bereits 2022 sorgte der damals noch als Konzept vorgestellte Elektroroller für Aufsehen. In diesem Jahr folgte die nicht minder beeindruckende Serienversion.
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Der 230 Kilogramm schwere Elektro-Bolide wird von einem 74 kW/99 PS und 894 Newtonmeter starken E-Motor angetrieben, der den Senmenti in 2,8 Sekunden auf Tempo 100 und auf maximal 200 km/h beschleunigen soll. Wie bei E-Autos setzt Horwin auf eine 400-Volt-Architektur mit einer großen 17-kWh-Batterie für über 300 Kilometer Reichweite.
Die Chinesen nehmen auf ihrer Webseite Bestellungen für den „Senmenti 0“ entgegen. Der Preis beträgt 14.900 Euro ohne Mehrwertsteuer. Inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer landen deutsche Käufer also bei rund 17.700 Euro. Erste Exemplare sollen 2024 an Kunden in Europa ausgeliefert werden.
Scorpio Electric „X1“
Mit dem „X1“ bringt der neue Zweiradhersteller Scorpio Electric aus Singapur ebenfalls 2024 einen potenten E-Roller im Premium-Segment auf den Markt. Der 185 Kilogramm schwere Scooter der 125er-Klasse bietet ein kantig-dynamisches Design, markante Leuchten und ein per einarmiger Aluschwinge geführtes 14-Zoll-Hinterrad an.
Direkt vor dem Hinterrad befindet sich ein 10 kW/14 PS starker E-Motor, der von einer 5 kWh großen Batterie versorgt wird. 3,8 Sekunden soll der Sprint bis 50 km/h dauern, maximal werden 105 km/h erreicht. Bei durchschnittlich 40 km/h beträgt die Reichweite 200 Kilometer.
Die Ausstattung beinhaltet adaptives Kurvenlicht, 7-Zoll-TFT-Display, Lenkersperre, Rückfahrhilfe, Fernabschaltung für den Ladevorgang und eine Fernentriegelung für das Staufach unter der Sitzbank. Kommenden Sommer soll der „X1“ in Deutschland zu Preisen ab 10.000 Euro startklar sein.
Italjet „Dragster 559 Twin“
„Dragster 559 Twin“ heißt ein Ende 2024 erhältlicher Zweizylinder-Scooter von Italjet, der 44 kW/58 PS und 55 Newtonmeter Drehmoment via 6-Gang-Schaltgetriebe und Kette ans Hinterrad leitet. Der flüssiggekühlte Motor ist mit Benzineinspritzung und 8-Ventil-Doppelnockenwellensteuerung gerüstet.
Mit trocken 180 Kilogramm ist der Roller kein Leichtgewicht, dennoch dürfte er Fahrleistungen bieten, die manches Motorrad blass aussehen lassen. Bei Rahmen und Fahrwerk unterscheidet sich der 559 deutlich von Dragster-Varianten mit kleinerem Hubraum. Statt Achsschenkellenkung gibt es eine USD-Gabel fürs Vorderrad, während die hintere Zweiarmschwinge von einem liegend montiertem Zentralfederbein angelenkt wird.
Auch dank der 15-Zoll-Räder mit Pirelli-Reifen vom Typ Diablo sowie den vorderen beiden 27er-Brembo-Scheibenbremsen im Wave-Design könnte der große Dragster als Vertreter der Motorradwelt durchgehen. Einen Preis nennt Italjet noch nicht.
Velocifero „Kick Scooter“
Velocifero hat auf seinem Stand neben vielen neuen Serienmodellen mit dem E-Roller „Kick Scooter“ einen jungen Rekordhalter vorgestellt. Es handelt sich um ein Einzelstück, dessen Daseinszweck das Aufstellen neuer Geschwindigkeitsrekorde ist.
Im Oktober 2023 konnte der 149 kW/203 PS starke Einspurstromer mit extralangem Radstand auf der Rennstrecke Monza in 3,27 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h erreichen.
SYM „PE3“
Der Rollerhersteller SYM hat bislang der E-Mobilität die kalte Schulter gezeigt. Mit dem auf der EICMA vorgestellten Konzept „PE3“ deutet sich jedoch ein Strategiewechsel mit einer speziellen Hybridlösung an, die Verbrenner und E-Antrieb kombiniert.
Statt den Benziner zu unterstützen, ist in diesem Konzept der 4 kW/5,5 PS starke Elektromotor das eigentliche Vortriebsaggregat. Der Benziner dient zum Laden der Aluminium-Ionen-Batterie. Ihr Stromvorrat reicht für gut 35 Kilometer. Sollte die Batteriespannung des Akkus von 75 auf das kritische Minimum von 60 Volt sinken, erzeugt der Benziner automatisch Strom. Der Range-Extender kann mit einem Liter Benzin 90 Kilometer Reichweite erzeugen. Dank 3-Liter-Tank bietet der „PE3“ also einen Aktionsradius von über 300 Kilometer.
Stand: 08.12.2025
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