Automotive-Ethernet-Controller Fahrzeugnetzwerke umfassend testen und validieren

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Immer mehr Steuergeräte, Sensoren und Kameras setzen auf Automotive-Ethernet-basierte Kommunikation, um die wachsenden Datenströme sicher zu bewältigen. Mit dem Automotive-Ethernet-Controller G PXIe 6242 lassen sich alle relevanten Ethernet-Standards inklusive 10BASE-T1S testen.

Automotive-Ethernet-Controller: Der G PXIe 6242 von Göpel electronic testet alle relevanten Ethernet-Schnittstellen.(Bild:  Göpel electronic)
Automotive-Ethernet-Controller: Der G PXIe 6242 von Göpel electronic testet alle relevanten Ethernet-Schnittstellen.
(Bild: Göpel electronic)

Die zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen und das schnelle Wachstum datenintensiver Anwendungen stellen Entwickler und Ingenieure vor große Herausforderungen. Immer mehr Sensorik für Fahrerassistenzsysteme (ADAS), hochauflösende Kameras, Infotainment-Einheiten und andere Steuergeräte müssen effizient miteinander kommunizieren – möglichst über ein leistungsfähiges und robustes Netzwerk. Genau hier setzt Ethernet als modernes Kommunikationsprotokoll im Automobilumfeld an: Es bietet hohe Übertragungsraten, ist skalierbar und lässt sich auf vielfältige Weise anpassen. Für eine zuverlässige Implementierung benötigen Fachleute allerdings umfangreiche Test- und Validierungsmöglichkeiten, damit auch sicherheitskritische Systeme einwandfrei funktionieren.

Automotive-Ethernet-Controller

Mit dem von Göpel electronic vorgestellten G PXIe 6242 bietet das Unternehmen eine Automotive-Ethernet-Testlösung, die gezielt für Entwickler und Ingenieure im automobilen Umfeld konzipiert wurde. Die PXI-Express-Karte ermöglicht durch ihre vier unabhängigen 10/100/1000-MBit/s-Schnittstellen eine umfassende Prüfung und Validierung Ethernet-basierter Fahrzeugnetzwerke – darunter auch die aktuelle 10BASE-T1S-Technologie (IEEE 802.3cg).

Die Entwicklung moderner Fahrzeuge erfordert zunehmend leistungsfähige Datennetze. Fahrerassistenzsysteme (ADAS), hochauflösende Kameras und vernetzte Infotainment-Einheiten erzeugen hohe Datenraten. Ethernet etabliert sich daher als Schlüssellösung im Fahrzeug, weil klassische Bussysteme wie CAN oder LIN an ihre Grenzen stoßen. Um die Sicherheit und Zuverlässigkeit aller Steuergeräte (ECU) und Sensoren zu gewährleisten, sind umfassende Test- und Validierungslösungen unumgänglich.

G PXIe 6242: Flexibel und modular

Der neue Automotive-Ethernet-Controller G PXIe 6242 deckt genau diesen Bedarf ab:

  • Vielfältige PHY-Unterstützung: Durch modular bestückbare Extension Boards kann jede der vier Ethernet-Schnittstellen an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden. Damit lässt sich eine Vielzahl von Ethernet-Standards im Automobil zuverlässig testen.
  • Leistungsfähige Onboard-Funktionalitäten: Integrierte Tools wie DoIP (Diagnostic over IP), DoSoAd, TLS, PTP (Precision Time Protocol), XCP, iPerf und Ping ermöglichen Entwicklern tiefe Einblicke in das Kommunikationsverhalten.
  • Einfache Einbindung in bestehende Umgebungen: Über die C-API (G API) oder via LabVIEW lässt sich das System schnell in vorhandene Test- und Prüfstände integrieren.
  • FPGA-basierte Switching-Matrix: Sie unterstützt vielseitige Datenpfade für Tapping, Bypassing und Routing, was den Anforderungen bei komplexen Testaufbauten gerecht wird.

Fokus auf 10BASE-T1S

Ein besonderes Merkmal des G PXIe 6242 ist die Unterstützung von 10BASE-T1S, einer Ethernet-Variante speziell für Multi-Drop-Topologien im Automobil. Anders als bei herkömmlichen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen kann damit der Verkabelungsaufwand reduziert werden. Da 10BASE-T1S eine Halbduplex-Übertragung über ein verdrilltes Leitungspaar ermöglicht, lassen sich Systeme wie CAN oder LIN bei Bedarf ersetzen. Die Integration der Physical Layer Collision Avoidance (PLCA) sorgt dabei für eine effiziente Auslastung des Busses.

Für komplexe Testumgebungen empfiehlt der Hersteller das Softwarepaket Net2Run. Es basiert auf dem Autosar-Standard und ermöglicht unter anderem den Import gängiger Steuergeräte-Beschreibungsdateien (ARXML, DBX, LDF, FIBEX). Anwender können so die Konfiguration ihrer Restbus-Simulation komfortabel über eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche vornehmen und sind für eine breite Palette an Prüf- und Diagnoseaufgaben bei Automotive-Ethernet gerüstet. (heh)

(ID:50359665)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung