Software-defined Vehicle ETAS beteiligt sich an Aufbau eines Open-Source-Software-Ökosystems

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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ETAS hat das VDA-Memorandum of Understanding zur Gründung eines europäischen Open-Source-Software-Ökosystems für die Automobilindustrie unterzeichnet. Die Bosch-Tochter unterstützt das Projekt Eclipse Safe Open Vehicle Core, kurz S-CORE, vollumfänglich.

ETAS hat das VDA-Memorandum of Understanding zur Gründung eines europäischen Open-Source-Software-Ökosystems für die Automobilindustrie unterzeichnet. (Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
ETAS hat das VDA-Memorandum of Understanding zur Gründung eines europäischen Open-Source-Software-Ökosystems für die Automobilindustrie unterzeichnet.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Die Automobilbranche steht vor großen Herausforderungen: Die Komplexität der Fahrzeug-Software nimmt stetig zu, während gleichzeitig Innovationszyklen beschleunigt und Kosten gesenkt werden müssen. Hinzu kommen hohe Anforderungen an funktionale Sicherheit und Cybersicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Ein Großteil der Fahrzeug-Software ist dabei nicht differenzierend, sondern bildet als Middleware das Rückgrat für Kommunikation, Authentifizierung und Schnittstellen zwischen Betriebssystem und Anwendungen.

Entwicklung eines sicheren Core Stacks

Um diese Herausforderungen effizient zu adressieren, bündeln verschiedene Unternehmen aus der Automobilindustrie ihre Kräfte im Rahmen eines MoU. Ziel ist es, ein gemeinsames, offenes Software-Ökosystem auf Basis eines sicheren Core Stacks zu schaffen. Dieses Vorgehen ermöglicht es, Entwicklungsaufwände zu reduzieren, Innovationen schneller auf den Markt zu bringen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas im globalen Umfeld nachhaltig zu stärken.

Code-first-Ansatz

Im Rahmen der Eclipse SDV Working Group engagiert sich ETAS im Projekt S-CORE, das als Basis für einen zukünftigen Open-Source Core Stack dient. „Wir sind überzeugt, dass offene Zusammenarbeit auf Augenhöhe der Schlüssel ist, um die Herausforderungen softwaredefinierter Fahrzeuge erfolgreich zu meistern“, unterstreicht Dr. Thomas Irawan, Vorsitzender der Geschäftsführung von ETAS. „Mit unserer aktiven Beteiligung an S-CORE setzen wir uns dafür ein, eine zukunftssichere, zertifizierbare Open-Source-Basis für die gesamte Branche zu schaffen.“

Die Initiative verfolgt das Ziel, ein offenes Software-Ökosystem zu etablieren, das auf einem Code-first-Ansatz basiert. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines Prozesses, der es ermöglicht, Open-Source-Software gemäß den Anforderungen der ISO 26262 für funktionale Sicherheit zu qualifizieren. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Förderung einer offenen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern, Zulieferern und Technologiepartnern. Darüber hinaus soll durch die Schaffung standardisierter Software-Bausteine und Toolchains eine gemeinsame Grundlage für die Entwicklung geschaffen werden. Nicht zuletzt legt die Initiative großen Wert darauf, dass Wartung und Weiterentwicklung der Software über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus hinweg sichergestellt sind, um langfristige Innovationsfähigkeit und Sicherheit zu gewährleisten.

Wichtige Meilensteine sind bereits erreicht: Die initiale Werkzeugkette sowie eine erste Version des Core Stacks wurden etabliert; Prozesse zur sicheren Open-Source-Entwicklung sind definiert und extern auditiert. Bis Ende 2025 soll eine erste öffentliche Implementierung zentraler Module erfolgen; ab 2026 ist die vollständige Release für Serienprojekte geplant. (se)

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