Alexander Wieler im Interview „Es wurde künstlich ein zu hoher Bedarf geschaffen“

Quelle: sp-x 2 min Lesedauer

Bei Unternehmen ist die Nachfragen nach E-Autoladetechnik hoch. Der Privatkundenmarkt leidet jedoch noch an den Spätfolgen der Förderung, sagt Alexander Wieler, Deutschland-Vertriebschef von EVbox.

Alexander Wieler, Deutschland-Vertriebschef von EVBox.(Bild:  EVBox)
Alexander Wieler, Deutschland-Vertriebschef von EVBox.
(Bild: EVBox)

Mit dem Wachsen der E-Autoflotte steigt auch der Bedarf an Lade-Infrastruktur. Vor allem die gewerbliche Nachfrage ist hoch. Das Privatkundengeschäft leidet hingegen noch an der Förderdelle.

Bei Neuwagen liegt der E-Antrieb weiterhin im Trend. Wirkt sich das auch auf die Nachfrage nach Ladetechnik aus?

Der Markt entwickelt sich generell sehr gut. Man merkt, dass es mittlerweile günstiger für Flottenbetreiber ist, die eigene Flotte zu elektrifizieren – als weiterhin auf Verbrenner zu setzen. Vor allem, da es lukrative Subventionen und Steuervorteile für das Unternehmen sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt. Wir bemerken auch einen Trend, dass vermehrt Firmen auf ihren CO2-Fußabdruck sowie ihre Nachhaltigkeit achten.

Viele Unternehmen benötigen eine Ladeinfrastruktur zudem nicht nur für ihre eigenen Fahrzeuge, sondern auch für die Fahrzeuge ihrer Besucherinnen und Besucher sowie der Geschäftspartner. Personen im Außendienst fragen teilweise explizit nach, ob sie bei ihren Geschäftspartnern ihr E-Fahrzeug aufladen können – und wundern sich, wenn das nicht geht. Selbiges gilt für Bewerberinnen und Bewerber.

Gilt die hohe Nachfrage auch für das Privatkundengeschäft?

Im AC-Bereich haben wir aktuell eine geringe Privatkundennachfrage. Viele Kunden haben die KfW-Förderung genutzt und sich teilweise schon im Vorfeld auf einen späteren Autokauf mit Wallboxen ausgestattet.

So wurde künstlich ein zu hoher Bedarf geschaffen. Und einige Zwischenhändler und Großhändler dachten, dass sich dieser Trend stetig fortsetzen wird. Jetzt sitzen einige auf hohen Lagerbeständen, die nur mit Rabatten abgebaut werden können. Das passiert aktuell – langsam, aber sukzessive.

Für die Kunden ist das günstig, oder?

Nicht in jedem Fall. Weil die Technik noch neu ist, gibt es große Entwicklungssprünge. Wallboxen, die vor zwei Jahren von den Händlern auf Lager genommen wurden, sind heute teilweise überholt. Manchen Geräten fehlt etwa eine Smartphone-App, ein Lastenmanagement, Fernsteuerung oder die Möglichkeit zum PV-Überschussladen. Wer das nicht benötigt, findet aber möglicherweise aktuell gute Angebote.

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