Ladeinfrastruktur E.On, Voltix und GreenWay bauen Megawatt-Ladenetz auf

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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E.On, Voltix und GreenWay wollen im Rahmen des Infrastrukturprojekts HDV-E ein grenzüberschreitendes Megawatt-Ladenetz aufbauen und damit die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs unterstützen. Die Europäische Union will das Konsortium mit 70,3 Millionen Euro unterstützen.

Megawatt-Charging spielt für die flächendeckende Elektrifizierung des europäischen Schwerlastverkehrs eine essenzielle Rolle.(Bild:  E.On)
Megawatt-Charging spielt für die flächendeckende Elektrifizierung des europäischen Schwerlastverkehrs eine essenzielle Rolle.
(Bild: E.On)

Bis zum Herbst 2028 sollen an verschiedenen europäischen Verkehrskorridoren rund 330 Hochleistungs-Ladepunkte entstehen, die jeweils 1 Megawatt oder mehr Ladeleistung bereitstellen. Diese basieren auf der Megawatt-Charging-System-Technologie und verteilen sich auf 55 strategische Standorte in Deutschland, Österreich, Dänemark, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, Polen und Ungarn. Jeder Standort umfasst dabei mindestens vier Ladepunkte.

In Augenhöhe mit Diesel-Lkw

Dank des Megawatt-Ladens sind Elektro-Lkw in puncto Reichweite, Ladezeit und Wirtschaftlichkeit erstmals wettbewerbsfähig zu einem mit Diesel betriebenen Nutzfahrzeug. Um diese Technologie zu fördern, wurde HDV-E als eine der derzeit größten europäischen Initiativen zur Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs ins Leben gerufen, das die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Logistikbereich stärkt. „Nur mit Ladeleistungen im Megawatt-Bereich können elektrische Lkw in der Praxis das leisten, was heute Diesel schaffen“, erklärt Timo Sillober, CEO von E.On Drive Infrastructure. „Mit HDV-E bauen wir die Infrastruktur, die diesen Schritt möglich macht. So wird aus Klimazielen Realität auf Europas Straßen.“ Louis Du Pasquier, Geschäftsführer von Voltix, ergänzt: „Die Frage in Europa ist nicht mehr, ob dekarbonisierte Lastwagen elektrisch sein werden, sondern wann. Ein zuverlässiges Netz leistungsstarker Ladestationen für Lkw auf den wichtigsten europäischen Straßen ist entscheidend, um den Übergang zu elektrischen Fahrzeugen zu beschleunigen. Das HDV-E-Projekt wird einen wichtigen Beitrag leisten, diese Einschränkung zu überwinden.“

Dekarbonisierung des Schwerlasttransports

Der Straßengüterverkehr ist der mit Abstand wichtigste Verkehrsträger – nicht nur, aber vor allem in Deutschland: Knappe 75 Prozent der Güter wurden laut Statistika im Jahr 2024 per Nutzfahrzeug über deutsche Straße transportiert. Nicht weiter verwunderlich, denn der nachhaltigere Schienenverkehr hat derzeit schon allein aufgrund seiner unterentwickelten und zum Teil maroden Infrastruktur einen erheblichen Nachteil. Das bedeutet allerdings auch, dass knapp 30 Prozent der CO2-Emissionen auf Europas Straßen nur durch den Schwerlastverkehr entstehen. Der Nutzfahrzeugbereich hat also einen enormen Einfluss auf den Klimaschutz im Verkehrssektor und der Ausbau von E-Lkw mitsamt der entsprechenden Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle, wie Peter Badik, Gründer und Vorsitzender des GreenWay Vorstands unterstreicht: „Megawatt- und ultraschnelles Laden für elektrische Schwerlastfahrzeuge sind ein bedeutender Schritt hin zu einem saubereren Transportsystem. […]“

Das Projekt wurde im Rahmen der Alternative Fuel Infrastructure Facility (AFIF) zur Kofinanzierung ausgewählt. AFIF ist Teil des EU-Förderprogramms Connecting Europe Facility (CEF) und wird von der European Climate, Infrastructure and Environment Executive Agency (CINEA) verwaltet.  (se)

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