Pedelecs Elektroantriebe – neu gedacht

Quelle: sp-x 3 min Lesedauer

Leichter, stärker, kompakter und smarter – die Fahrradindustrie ist im Pedelec-Rausch und entfacht auf der Eurobike ein Innovationsfeuerwerk bei den E-Antrieben.

Pinion geht mit der MGU jetzt auch unter die Anbieter von Pedelec-Antrieben.(Bild:  All rights reserved to rightful owner Kilian Reil Fotografie Blumenthalstrasse 5 90429 Nürnberg www.kilianreil.com)
Pinion geht mit der MGU jetzt auch unter die Anbieter von Pedelec-Antrieben.
(Bild: All rights reserved to rightful owner Kilian Reil Fotografie Blumenthalstrasse 5 90429 Nürnberg www.kilianreil.com)

Die Fahrradindustrie setzt auch 2023 auf das seit Jahren erfolgsverwöhnte Pedelec. Beleg ist die Neuheitenmesse Eurobike in Frankfurt, auf der viele der rund 1.900 Aussteller das E-Bike in den Fokus rücken. Noch ist das klassisch muskelbetriebene Fahrrad nicht tot, doch den höchsten Umsatz generieren in Deutschland die elektrifizierten Räder, die mittlerweile auch in den Absatzstatistiken die nichtelektrifizierten Modelle überholen.

Der Siegeszug des E-Antriebs im Zweiradsektor schreitet also weiter voran. Fünf spannende Antriebsneuheiten der Eurobike dürften diesem Langzeittrend weiteren Vorschub leisten.

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Pinion MGU

Bereits mit ihrer Premiere ist die Motor-Gearbox-Unit (MGU) von Pinion auf Erfolgskurs eingeschwenkt, denn Fahrradhersteller zeigen auf der Eurobike erste Serienmodelle mit dem revolutionär neuen Antriebssystem. Pinion – bislang steht der Name für eine feine Getriebelösung, die sich ums Tretlager gruppiert. Nun darf das Mittelgetriebe zugleich Mittelmotor sein, denn beide Antriebskomponenten wurden zusammen mit Steuerung und Sensorik in einem Bauteil zusammengeführt.

Das bei Mittelmotor-Pedelecs übliche Getriebe im Hinterrad entfällt. Stattdessen bietet das MGU einen 600 oder 800 Watt sowie 85 Newtonmeter starken E-Antrieb, der in seinem Magnesiumgehäuse außerdem 9 oder 12 per Knopfdruck elektronisch wählbare Übersetzungsalternativen mit zudem großer Spreizung bietet. Hinzu kommen Display-, App- und Akkulösungen des Systemanbieters Fit.

Technisch ist das Gesamtpaket vielversprechend, außerdem macht es E-Bikes in mehrfacher Hinsicht attraktiver. Günstig werden MGU-Pedelecs allerdings nicht, die auf der Eurobike vorgestellten Neuheiten bewegen sich preislich auf durchweg hohem vierstelligem Niveau.

Bosch Performance Line SX

Ebenfalls ästhetisch ansprechende E-Bikes verspricht uns der neue „Performance Line SX“ von Marktführer Bosch. Das neue Leichtbau-Aggregat steht für eine Umkehr vom Trend hin zu immer größeren und schweren Pedelec-Modellen mit immer größeren Akkus. Speziell für den mit zwei Kilogramm vergleichsweise leichten und mit allen Komponenten des „smarten Systems“ kompatiblen Mittelmotor haben die Schwaben noch einen ebenfalls zwei Kilogramm leichten Intube-Akku mit 400 Wh Kapazität entwickelt.

Beides zusammen bringt lediglich 4 Kilogramm in die künftig deutlich unter 20 Kilogramm leichten SX-Pedelecs. Vor allem für den Einsatz in E-MTBs, E-Rennrädern sowie Gravel- und schlanken Urban-Bikes wurde das 55 Newtonmeter und 600 Watt leistende Triebwerk entwickelt. Das 2024 verfügbare und mindestens rund 4.000 Euro teure Culture von Riese & Müller erlaubt bereits eine konkrete Vorstellung davon, welche Zweirad-Ästhetik uns der SX-Motor bescheren wird.

Brose Drive3 Peak/Concept Drive

Statt wie bei Bosch Luft nach unten, sieht man bei Brose noch Luft nach oben. „Drive 3 Peak“ heißt ein neuer, ab 2024 in Pedelecs verfügbarer Mittelmotor, der mit 95 Newtonmeter Drehmoment und 410 Prozent Tretunterstützung vor allem Mountainbiker helfen soll, den Berg hinaufzustürmen. Aber auch in anderen Bike-Kategorien soll der Peak mit Antrittsstärke begeistern.

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