E-Mobilität und Autonomes Fahren: Die Zukunft ist aus Kunststoff

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Sogar der Gesetzgeber, den oft Sicherheitsbedenken plagen, hat inzwischen zugestimmt, dass sämtliche Autoscheiben aus Kunststoff gefertigt werden dürfen. Es ist also wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Polycarbonat-Fenster im großen Stil Verwendung finden.

Bis auch selbstfahrende Autos in merklicher Stückzahl auf den Straßen unterwegs sind, dürfte es noch ein wenig dauern. Eine der Hürden ist unter anderem die Kommunikation der Fahrzeuge mit der Umwelt: Fußgänger beispielsweise gehen sicher entspannter über einen Zebrastreifen, wenn ihnen das Robo-Auto signalisiert, dass es sie erkannt hat, und wartet, bis sie auf der anderen Straßenseite angekommen sind.

Funktionieren kann der Informationsaustausch über ein Display an der Front des Fahrzeugs. Ein Bildschirm auf dem Kühlergrill wird allerdings auch in Zukunft von keiner Designabteilung genehmigt werden, und hinter dem Blech nützt er nichts. Auch hier kann man sich durchsichtiges oder durchscheinendes Polycarbonat zu Nutze machen: Karosserieteile aus gläsernem Kunststoff bieten freie Sicht auf ein dahinter montiertes Display.

Durchsichtige Bauteile können aber noch mehr: In der Karosserie beispielsweise reduzieren sie den toten Winkel, und tragen so zur Unfallvermeidung bei; außerdem bieten sie den Designern neue Möglichkeiten der Beleuchtung und Individualisierung. Das Firmenlogo als Lichtsignatur auf der Tür? Kein Problem.

Die Ingenieure sprudeln gerade so vor Ideen: Mit den Hologramm-Folien kann auch eine ganz neue Generation von Head-up-Displays entwickelt werden, die deutlich kleiner sind. Autodächer könnten zukünftig in Sandwich-Bauweise aus stabilen Papierwaben mit Polyurethan-Überzug gefertigt werden, was schon heute an die Festigkeit eines Blechdachs herankommt, aber deutlich leichter ist und den Schwerpunkt des Wagens absenkt.

Die Liste könnte man lange fortsetzen. Was oft noch fehlt, sind Partner, die die Ideen umsetzen: Covestro will sich auch weiterhin auf die Bereitstellung der Grundmaterialien konzentrieren, die Weiterverarbeitung müssen also die etablierten Zulieferer oder die Hersteller übernehmen – oder es finden sich auch hier ganz neue Mitspieler auf dem Markt.

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